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Linux - Linuxnews - Linuxsoftware - Linuxsystem

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12:44, 4 Juli 2006 .. 0 Kommentare .. Link
Die Geschichte und Entwicklung der Free Betriebssystem Software Linux1983 gründete Richard Stallman das GNU-Projekt mit dem Ziel, ein UNIX-ähnliches, POSIX-kompatibles Betriebssystem zu schaffen. Zwei Jahre später gründete er die Free Software Foundation (FSF) und entwickelte die GNU General Public License (GPL), um Software frei zu verbreiten.Auf diesem Wege verbreitete sich die GNU-Software sehr schnell und wurde von vielen Leuten weiterentwickelt. Es entstanden in kurzer Zeit eine Vielzahl von Programmen, so dass bereits Anfang 1990 genug GNU-Software bereit stand, um ein eigenes Betriebssystem daraus zu erstellen. Allerdings fehlte noch immer ein Kernel. Dieser sollte eigentlich im Projekt GNU Hurd entwickelt werden. Doch der als Mikrokernel ausgelegte Kern entwickelte sich nur sehr schleppend, weil das Finden und Beheben von Fehlern (Debuggen) aufgrund technischer Besonderheiten sehr schwierig und aufwändig war.Ein anderes Projekt rund um ein Betriebssystem aus freier Software war in den 80er Jahren auch die Berkeley Software Distribution, kurz BSD. Diese hatte sich aus Eigenentwicklungen der Universität Berkeley aus den Unix-Versionen der 4er Edition und folgender von AT&T entwickelt. Da aber in den BSD-Versionen noch immer Code von AT&Ts Unix enthalten war, kam es Anfang der 90er Jahre zu einem Rechtsstreit zwischen AT&T und der Universität Berkeley, der die Entwicklung von BSD stark einschränkte und einige Jahre stark verlangsamte.Anfang der Neunziger gab es also kein vollständiges, freies System. Die Zukunft von BSD war wegen des Rechtsstreits ungewiss, die Weiterentwicklung gelähmt, das GNU-Projekt wurde zwar konstant weiterentwickelt und ausgebaut, verfügte aber über keinen UNIX-artigen Kernel.Entstehung von Linux Linus Torvalds 20041991 begann Linus Torvalds in Helsinki/Finnland mit der Entwicklung von Linux. Anfänglich war es eine Terminal-Emulation, die Torvalds zum Zugriff auf die großen UNIX-Server der Universität benutzte. Er schrieb das Programm hardwarenah und unabhängig von einem Betriebssystem, weil er die Funktionen seines neuen PCs mit einem Prozessor des Typs 80386, dessen Nachfolger-Serie x86 auch heute noch zum Standard zählen, optimal nutzen wollte. Als Grundlage dienten dabei das Minix-System und der GNU-C Compiler.Irgendwann, so Torvalds in seinem Buch Just for Fun (zusammen mit David Diamond, 2001), merkte er, dass es eigentlich ein Betriebssystem geworden war, was er geschrieben hatte. Am 25. August 1991 kündigte er in einem Usenet-Posting an die Gruppe comp.os.minix dieses System an. Dieses Usenet-Posting wird an vielen Stellen immer wieder zitiert und dürfte zu den bekanntesten Postings im Usenet zählen:“Hello everybody out there using minix - I'm doing a (free) operating system (just a hobby, won't be big and professional like gnu) for 386(486) AT clones. This has been brewing since april, and is starting to get ready. I'd like any feedback on things people like/dislike in minix, as my OS resembles it somewhat (same physical layout of the file-system (due to practical reasons) among other things). I've currently ported bash(1.08) and gcc(1.40), and things seem to work. This implies that I'll get something practical within a few months, and I'd like to know what features most people would want. Any suggestions are welcome, but I won't promise I'll implement them :-) Linus (torvalds@kruuna.helsinki.fi) PS. Yes – it's free of any minix code, and it has a multi-threaded fs. It is NOT protable (uses 386 task switching etc), and it probably never will support anything other than AT-harddisks, as that's all I have :-(."Übersetzung:„Hallo alle da draußen, die minix einsetzen - Ich arbeite an einem (freien) Betriebssystem (nur ein Hobby, wird nicht groß und professionell sein wie gnu) für 386(486)AT-kompatible Rechner. Das Projekt entwickelt sich seit April und beginnt fertig zu werden. Ich hätte gern Rückmeldungen über Eigenschaften, die die Leute an minix mögen/nicht mögen, da mein BS diesem in einigen Merkmalen ähnelt (gleiches physikalisches Layout des Dateisystems (aus Praktikabilitätsgründen) und einige andere Dinge). Ich habe im Moment bereits die bash(1.08) und gcc(1.40) übertragen, und es scheint zu funktionieren. Das bedeutet, dass ich in einigen Monaten etwas haben werde, womit man arbeiten kann, und mich interessiert, welche Features die meisten Leute gerne sehen würden. Alle Vorschläge sind willkommen, aber ich kann nicht versprechen, dass ich sie auch einbaue :-) Linus (torvalds@kruuna.helsinki.fi) PS. Ja, es enthält keinerlei minix-Code und das Dateisystem ist multi-threaded. Es ist NICHT portierbar (es wird das spezielle taskswitching eines 386ers verwendet etc.) und wird vermutlich nie etwas anderes unterstützen als AT-Festplatten, ich besitze nur solche :-(" Am 17. September 1991 wurde Linux in der Version 0.01 das erste Mal öffentlich auf einem FTP-Server zur Verfügung gestellt.Der Name LinuxEigentlich sollte Linux nach dem Willen von Linus Torvalds Freax heißen, eine Wortschöpfung aus Freak (Verrückter, aber auch jemand, der sich für etwas begeistert), Free für Freie Software und dem oftmals üblichen x in Anspielung auf die Ähnlichkeit zu Unix. Aus diesem Grund hatte Torvalds, am Anfang der Programmierung des Systems, etwa ein halbes Jahr lang die Dateien unter Freax abgelegt. Auch den Namen Linux hatte sich Torvalds bereits überlegt, er erschien ihm aber zu egoistisch. Um anderen Leuten die Möglichkeit zu geben, am System mitzuarbeiten oder Verbesserungsvorschläge zu machen, sollten die Dateien im September 1991 auf dem FTP-Server (ftp.funet.fi) der Helsinki University of Technology (HUT) abgelegt werden. Der damalige Verantwortliche für den Server, Ari Lemmke (Mitarbeiter am HUT), war mit dem Namen Freax nicht einverstanden, er bevorzugte den Arbeitsnamen Linux. Ohne mit Torvalds darüber zu diskutieren, nannte er den Bereich am Server einfach Linux, was Torvalds schließlich akzeptierte, um große Diskussionen zu vermeiden und auch, wie Torvalds zugibt, weil Linux einfach der bessere Name war. Im Sourcecode der Version 0.01 von Linux kam noch der Name Freax vor („Makefile for the FREAX-kernel“), später wurde nur noch der Name Linux verwendet. So setzte sich der eigentlich gar nicht geplante Name Linux weltweit durch.GNU/LinuxDer Begriff Linux wurde von Torvalds anfänglich nur für den Kernel, den Betriebssystemkern des Systems, genutzt. Im Laufe der Zeit setzte sich der Name aber auch für die meisten Linux-Distributionen durch, die neben dem Linux-Kernel auch eine Menge anderer Programme enthalten. Viele dieser Programme stammen vom GNU-Projekt. Aus diesem Grund versucht die Free Software Foundation von Richard Stallman seit Jahren, für das Betriebssystem, das Linux als Kernel beinhaltet, „GNU/Linux“ als Namen durchzusetzen [3].Es soll so darauf hingewiesen werden, dass das System nur durch die Anstrengungen des GNU-Projektes, ein vollständig freies Betriebssystem zu entwickeln, möglich wurde, während Linux eigentlich nur ein zwar unverzichtbarer, aber kleiner Bestandteil des Gesamtsystems ist. Da aber eine typische Linux-Distribution auch viele Programme enthält, die nicht vom GNU-Projekt stammen, ist diese Meinung umstritten.Der Streit um eine Kombination aus den Namen GNU und Linux begann schon recht früh. Im Juni 1994 wurde im GNU's Bulletin mit „freier UNIX-Klon“ auf Linux verwiesen, in diesem Jahr übernahm auch die Linux-Distribution Debian den Namen GNU/Linux für ihre Distribution. In der Januar-Ausgabe 1995 des GNU's Bulletin änderten sich die Verweise auf Linux zu GNU/Linux. Im Mai 1996 gab Richard Stallman den Editor Emacs 19.31 heraus, in dem der Systemtyp von Linux nach Lignux umbenannt wurde. Er meinte, es wäre angemessen, die Begriffe Linux-based GNU system, GNU/Linux system oder Lignux zu benutzen, um auf die Kombination von Linux-Kernel und GNU-Software hinzuweisen. Er gab jedoch bald den Ausdruck Lignux auf und benutzte nur noch GNU/Linux.Die anhaltenden Aufforderungen, das System GNU/Linux zu bezeichnen, stießen auf unterschiedliche Reaktionen. Nur wenige Distributionen folgten dem Beispiel von Debian, von den großen kommerziellen Linux-Distributoren folgte keine. Von den Anwendern und Entwicklern der freien Software sowie der Open-Source-Bewegung folgten einige dem Anliegen, die meisten ignorierten es jedoch oder widersetzten sich ihm sogar unter Protest. Ein Grund für das Ausbleiben des Begriffs GNU/Linux ist sicherlich, dass Linux einfach ein deutlich einfacherer, griffigerer Begriff ist. Ein weiterer ist wohl, dass Linus Torvalds das kombinierte System seit der Veröffentlichung 1991 schon immer Linux genannt hatte. Stallman hingegen meldete seine Forderung nach Namensänderung erst an, nachdem das System bereits populär geworden war. 
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