Kurven, Wellen, Meer und Stimmung - Die Great Ocean Road
Diese Attraktion gehört sicherlich zu den meistgenannten von typischen Ausflugszielen
in Australien.
Daher haben wir dieser Straße mit einer gewissen Skepsis einen Besuch abgestattet, da wir mit Horden von Touristen rechneten.Auf den Anfang bezogen entpuppte sich dieses als eine Fehleinschätzung. Die ersten Buchten waren größtenteils verlassen. Die Great Ocean Road hat viele interessante Stellen, daher lohnt sich auch jeden Hinweispfeil anzufahren, da die Felsformationen an den verschiedenen Stellen schon unterschiedlich aussehen und sich ein jeweils anderer Eindruck einstellt.
Wir sind die Straße von Westen her gefahren und hatten damit als erstes die Attraktionen, wie die Lorch Arch zu sehen. Bei dem bekanntesten Motiv den "12 Apostels" stellte sich dann auch der erwartete Andrang ein und an knipsenden Japaner vorbei konnte man die Felsvorsprünge bewundern. Aber keine Sorge ... sie sind wirklich fantastisch und den Weg wert.
Später hinweg kam, der für mich schönste Teil der Great Ocean Road... direkt am Wasser entlang, schlängelt sich die Strasse um die Berge herum. Das war eine der entspannensten und ruhigsten Fahrten auf dem 5.Kontinent.
Während die vorher beschriebenen Pinguine auf Philip island sicherlich mehr öffentliche Bekanntheit einnehmen, gibt es daneben noch ein sehr nette Attraktion. In dem Koala Conservation Center leben auf einigen Ha in einem eingezäunten Areal Koalas in quasi freier Wildbahn. Als Besucher hat man zuerst die Möglichkeit sich in einem kurzen Gang durch eine Informationshalle mit den Besonderheiten der Koalas auseinanderzusetzen. Diese werden dem Besucher auf bildhafte Weise sehr anschaulich nahegebracht.
Danach bricht man am besten zu dem kurzen Spaziergang durch das Koalarevier auf. Auf erhöhten Wegen nähern sich die Besuchern den Eukalyptusbäumen, in denen sich die Koalas tummeln. Der spannende Aspekt ist nun, die Koalas in den Bäumen zu entdecken, keine einfache Aufgabe.
Mit ein wenig Glück ist man zu der Zeit anwesend, in der sich Koalas auch mal bewegen. Ein sympathisches Schild erklärt nämlich diesbezüglich zu der Verhaltensweise der Koalas: "I'm not sleeping, I'm surviving" ... wie wichtig die ruhige Lebensweise für die Tiere ist. Wie schon gesagt, beeindruckend ist es, wenn ein Koala diese Erstarrung verläßt, um zu fressen. Sie bewegen sich über die Äste, dass man manchmal schon erschrickt, ob er nicht vielleicht gleich abstürzt. Aber das passiert natürlich nicht...sicher erreicht er sein Ziel und nach einiger Zeit erstarrt er wieder.
Also, es lohnt sich auf jeden Fall hier einen Abstecher vorzunehmen.
Animal Planet live – Pinguine auf Philip Island, Victoria
Wie schon in den anderen Beiträgen angeklungen ist, ist bei
einem Trip durch Australien gerade die faszinierende Tierwelt ein Ereignis.
Zwei sehr schöne Möglichkeiten an diesem Ereignis
teilzunehmen und nicht ausschließlich auf eine zufällige Begegnung zu hoffen
sind auf Philip Island zu finden.
Das Highlight dabei ist sicherlich die „Penguins parade“.
Hier handelt es sich um einen kleinen, immer wiederkehrenden Massenauflauf von
possierlichen Fairy Penguins, der kleinsten Pinguinrasse der Welt. Die Pinguine
kommen bei der einsetzenen Dämmerung aus dem Meer wieder zurück an Land, um zu ihren
heimatlichen Hügel zurückzukehren. Um das ganze touristisch zu erschließen sind
an dem Hügel erhöhte Holzwege gebaut worden, zusätzlich zu Aussichtspunkten, um das Ganze beobachten zu können.
Es ist trotzdem absolut faszinierend, wenn plötzlich Hunderte
Pinguine auf den Wellen an den Strand heran surfen (ja wahrlich sie reiten auf
den Wellen). Und dann in großen Scharen den Weg hinaufwatscheln. Großartig.
Das einzige, was dieses Ereignis, sagen wir mal verkompliziert,
sind die Massen an asiatische Touristen, die hemmungslos in Bewegung geraten,
wenn die kleinen Pinguine auftauchen und dann vor anderen Füssen, Bäuchen, etc.
nicht halt machen.
Welche andere Tierart auf Philip Island noch intensiv zu beobachten ist, dazu
später mehr.
Es gibt Dinge, die sind im normalen Leben unabdingbar. Etwas zu Essen, zu Trinken, eine gute Zeitschrift... Knapp 20.000km entfernt von der vertrauten Heimat gehört sicherlich auch das wöchentliche Telefonat mit dazu, aber die Kosten.... Glücklicherweise sind wir ja vernetzt.
Daher wird der Gang in das Internectcafe zu einer Routineleistung während der Reise down under. Von Vorteil ist, dass an fast jeder Ecke ein solches Cafe zu finden ist. Selbst in der verlassensten Gegend findet sich ein Roadhouse mit Access.
Viele Cafes, große Vielfalt. Es gibt unterschiedlichsten Varianten. In Kings Cross zum Beispiel sind asiatische Cafes vielzählig vertreten, in denen neben den Backpackern auch mal Leute eine Nacht lang durch Onlinespiele spielen.
Neben unserer grossartigen Elf, gibt es noch ein anderes Team, dem alle Herzen zufliegen sollten: Die Socceroos, die Nationalmannschaft Australiens.
Schon beim Confederations Cup in Deutschland im letzten Jahr sorgten sie für erfrischenden Fussball und natürlich hoffe ich, dass es jetzt bei der WM zum überstehen der Zwischenrunde reicht.
Aber schon der Trainer Guss Hiddinck steht für eine solche Chance. Sein letztes Team Südkorea erreichte immerhin beim letzten World Cup das Halbfinale.
Was tun, wenn der Wachmann kommt? - Autokontrollen
Ebenso wie überall kümmert sich die Polizei auch auf dem australischen Kontinent um einen ordnungsgemäßen Ablauf des Straßenverkehrs. Besonders positiv ist dabei, dass sie sich in manchen Teilen besonders um die gebeutelten Touristen kümmert. Diese haben auch ein schweres Los mit sich zu tragen. Unterwegs in Ihren zerbeutelten, nur schleppend vorankommenden Autos.
An diesem besonderen Service durften auch wir kurz vor der Grenze vom Northern Territory zu Western Australia teilhaben. Ein sympathisches Team winkte uns links an den Randstreifen. Ein engagierter Polizist erklärte uns kurz, sie würde nur mal testen wollen, um unser Wagen auch für den allgemeinen Straßenverkehr geeignet wäre. Ich stieg aus und folgte ihm und dem Mitarbeiter der Prüfstelle rund um das Auto. Der Mitarbeiter schrieb fleissig an seiner Liste, zeigte mir die fehlenden Rückreflektoren auf der einen Seite, den Riß in der Windschutzscheibe und den etwas öligen Motor. Ich nickte, da mir das meiste bewusst war und ich einzig das fehlende Rücklicht für etwas hinderlich hielt. Als ich mich schon dankend wieder ins Auto setzen wollte, überraschte mich jedoch der bis dahin stummgebliebene Polizist.
Wortlos klatschte er einen gelben Aufkleber auf unsere, sowieso schon strapazierte Windschutzscheibe und wies mich darauf hin, dass mein Auto hiermit nicht mehr für den Straßenverkehr zugelassen wäre. Um wieder fahren zu dürfen, müsse ich innerhalb einer Woche, die gesamte Mängelliste abarbeiten und mich dann auf der nächsten Polizeistation zur Vorführung melden. Dass in diesem Moment ein Auto an uns vorbei fuhr, in dem knapp 10 australische Ureinwohner saßen und nur deshalb so erfrischt aussahen, da die Windschutzscheibe fehlte, erweckte in mir nur umso mehr das Gefühl, hier eindeutig in einer "Verstehen Sie Spaß"-Situation zu sein.
Nun die Auflösung und ein Tipp an alle, denen ähnliches passieren sollte. Etwas gefrustet waren wir weitergefahren, hatten die Grenze zu Western Australia überquert (war ja nur noch 2 km entfernt) und riefen bei unserem Autohändler an, um vielleicht einen Tipp für eine günstige Werkstatt zu bekommen. Das GEspräch entwicklete sich aber folgendermaßen:
ich: [Lange Erklärung der Vorfälle] Autohändler: Wo seid Ihr denn jetzt ich: In Western Australia Autohändler: Wollt ihr noch mal in das Northern Territory? ich: eher nicht Autohändler: Dann mach den Aufkleber ab und fahrt weiter ich: wirklich? Autohändler: wirklich!
Gesagt getan ...Aufkleber ab und weiter. Die weiteren 10.000km passierte nichts mehr, außer vielleicht, dass der Riß in der Windschutzscheibe etwas größer geworden ist.
Unentbehrliche Plätze - Schrottplätze in Australien
Nimmt man sich dem echten Erlebnisurlaub an und entdeckt Australien auf eigene Faust mit dem Auto. So wird man früher oder später die Bekanntschaft mit einer Institution machen, die die elementaren Gebrauchstände für das tägliche Vorwärtskommen vorhält... der Schrottplatz.
Leider sind die Wagen, die für das BAckpacker-Budget ausgelegt sind meist nicht mal mit einem Baujahr in den 90ern ausgestattet und somit sind einige Teile schon verschliessen. Die anderen Teile werden durch die meist abenteuerlichen Strecken und durch die Masse an Kilometern ebenso strapaziert. Und somit muss nach einiger Zeit Ersatz her für Scheinwerfer, Auspuff, etc. Bevor Ihr in die Werkstatt fahrt fragt am besten im Ort, z.B. an der Tankstelle, ob es hier einen Schrottplatz gibt. Falls ja so finden sich hier häufig schon Ersatzteile, die man entweder gleich mitbekommt, oder die man direkt von den auf den Schrottplatz liegenden Wagen abschrauben kann.
Falls zum Beispiel einem Reifen die Luft ausgeht (was bei den meist schon sehr abgefahrenen Reifen häufig passiert), dann werdet Ihr auf einem Schrottplatz für wirklich wenig Geld einen Ersatzreifen finden.
Und manchmal muss man einfach Geduld haben. Wir haben mitten im Outback die Verkleidung unseres Rücklichtes verloren. Wenn wir daraufhin einen Schrottplatz gesehen haben, haben wir nachgefragt, ob ein Ersatzteil vorrätig ist. Manchmal war nur die falsche Seite da, ein anderes Mal hatten Sie eines an einem Wagen, aber die Schrauben waren derart oxidiert, dass sich da nichts bewegte. Und dann nach fast 5000 Kilometern ohne Verkleidung fanden wir eine (bis dahin ging es auch ohne).
Also falls was am Auto kaputt gegangen ist und Ihr es zutraut es selbst auszutauschen umbedingt nach einem Schrottplatz Ausschau halten.
I'm not sleeping ... I'm surviving - Koalas in Australien
Australien ist nicht nur der Platz für die giftigsten Tiere, sondern auch einzigartig in seinen Arten. An dieser Stelle auf die Isolationstellung zu verweisen ist sicherlich überflüssig.
Ein besonderer Vertreter dieser einzigartigen Spezien ist der Koala. Er ist auch das erste besondere Wildtier, welches uns in Australien begegnet war. Durch viele Berichte und Buchartikel ist man vor einer Australien-Rundreise etwas angestichelt, da an jeder Stelle berichtet wird, dass Begegnungen mit Wildtieren nahezu minutlich stattfinden.
Nachdem wir fünf Tage unterwegs waren, beschlossen wir über einen verlassenen Pfad einen Wasserfall zu erkunden. Stundenlang ging die Fahrt über holprige Schotterstrassen durch das Küstenhinterland von Cap Byron. Auf und ab, rechts links ... irgendwann tauchte man ab in diesem Allerlei. Doch hinter einer Hügelkuppe war es, als ob ein großer Gegenstand auf der Strasse liegen würde. Mit gedrosselten Tempo fuhren wir heran und mit echter Aufregung stellten wir fest, das da ein Koala saß. Wir hielten in einem Abstand zu ihm und kramten nach der Kamera. Der Koala betrachtete unser Auto und schien dann seinen Entschluss zu fassen, das sein Ausflug auf den Boden lang genug war. Behäbig aber mit einem faszinierenden Bewegungsablauf orientierte er sich zum nächsten Eukalyptus. Wandte sich nochmal um, blickte zu uns und kletterte hoch.
Als dass geschah mit einer solch fesselnden Ruhe, dass wir fast die Fotos vergessen hätten. Aber die können nur das Bild festhalten, das Erlebnis war einzigartig genug.
Koalas haben einen sehr entspannten Tagesablauf, der aus 20 Stunden Schlaf besteht. Ihr Vorkommen ist hauptsächlich in Queensland, Victoria und New South Wales, wobei Ihre Population auf 45.000-80.000 Tiere geschätzt wird (Quelle Wikipedia).
Im Zoo sind Koalas nahezu nie zu betrachten, da Ihre Haltung als sehr anspruchsvoll gilt. Der Zoo in Duisburg stellt in diesem Fall aber eine positive Ausnahme dar. Ihnen ist es sogar gelungen eine Zucht in Gefangenschaft aufzubauen.
Das schöne an Australien ist, dass es, wenn die Kontinentbetrachtung in den Hintergründ rückt, eine Insel ist. Mit Verlaub eine ausgesprochen große Insel.
Aber man hat die Möglichkeit, wenn man die große Tour vorhat sowohl an der Ostküste, als auch an der Westküste grossartige Sonnenimpressionen zu sehen. Wie schon in dem Broome-Eintrag beschrieben, ist der Sonnenuntergang an der Westküste am Indischen Ozean beachtlich.
Nicht weniger beachtlich ist der Sonnenaufgang über dem Pazifik.
Ein besonders schöner Ort diesem Erlebnis beizuwohnen ist der Leuchtturm in Cape Byron. Morgens vor Sonnenaufgang versammelt sich eine überschaubare Menge an Menschen, die den Fußweg zum östlichsten Punkt des Festlandes antreten. Wahrscheinlich sind viele von Ihnen in der Hoffnung hier auch Wale oder Delfine zu sichten, was mit etwas Glück durchaus möglich ist.
Wer damit kein Glück hat, der kann zumindest die kleine Schafsherde des Besitzers betrachten, die vor dem Leuchtturm grast.
Und wieder wird eine neue Kategorie eröffnet ... und es ist wahrscheinlich die, auf die alle Besucher schon seit Wochen gewartet haben ... die Pflanzen und Tierwelt Australiens.
Den Beginn soll ganz nach Bryson'scher Tradition eines der Tiere darstellen, welches auf der Liste der tödlichsten Tiere weit oben rangiert. Der Box Jellyfish.
Diese sympathische Kreatur gehört zur der Gattung der Würfelquallen, welche schon andere angenehme Spezien hervorgebracht hat. Der Jellyfish zeichnet sich durch seine transparent blaue Farbe und durch sehr lange Tentakeln aus, die bis zu 3 Meter lang werden können. Seine Saison startet im Oktober und endet meist im April. An den Stränden Australiens wird versucht mit Netzen die Badenen zu schützen. Und das hat seinen guten Grund. Auf der Website barrierreefaustralia.com findet sich folgende Aussage zu den Heilungschancen: "You have virtually no chance of surviving the venomous string, unless treated immediately". Der Schmerz, der durch das Gift erzeugt wird ist so intensiv, dass in den meisten Fällen ein sofortiger Schockzustand einsetzt.
Aber nur keine Panik ... nur ein bisschen die Augen aufhalten
Es mag möglicherweise an den Erfahrungen liegen, die hier in Deutschland mit dem öffentlichen Personennahverkehr gemacht werden, aber eine Busfahrt in Sydney unterscheidet sich schon ausgiebig von einer in Hannover (nicht nur von der Aussicht her).
Von außen her betrachtet sehen die Busse aus, wie in jeder Großstadt der westlichen Welt. Das Prozedere ist auch das gleiche... man erwirbt beispielsweise eine Zehnerkarte und beim Eintritt wird diese entwertet. Soviel bis zu diesem Zeitpunkt. Das Abenteuer beginnt ab diesem Zeitpunkt. Falls man zu den glücklichen Personen gilt, die keinen Sitzplatz ergattert haben, sollte man auf die ansonsten schon sehr lässige Art mit Händen in den Taschen, bequem an eine Trennwand gelehnt verzichten, ansonsten würde man mit dem Vergnügen konfrontiert einen engen Kontakt mit den Beinen der Passagiere vorzunehmen, die in der letzten Reihe des Busses sitzen.
Daran läßt sich erkennen, dass die Busse in Sydney die Geschwindigkeitsbegrenzung voll ausfahren (wenn nicht sogar massgeblich überschreiten). Die Herstellerangaben der Busse für die Beschleunigung von null auf hundert werden hier noch ernst genommen. Und auch das Heranfahren an eine Bushaltestelle (man muss in Sydney im übrigen den Arm heben, wenn man einsteigen möchte) unterliegt diesem Optimierungsprinzip ... von hundert auf null in 5 Sekunden ... Vollbremsung..STOP.
Aber trotzdem ... die Busse in Sydney sind eine tolle Art sich in der Stadt fortzubewegen, viel zu sehen und viel zu koordinieren.
Ein langer Weg durch den hitzigen und schwülen Dschungel ... der Weg wird sich mühsam freigeschlagen ... man fühlt sich ausgelaugt ... träumt von den Annehmlichkeiten des kultivierten Lebens. Dann tut sich eine Lichtung auf und ein kleines Paradies kommt in das Blickfeld: Umgeben von Palmen und beschienen von der Sonne liegt eine kleine Lagune, das Wasser klar und frisch ...
Wer gerne zumindest den letzten Teil dieser Beschreibung erleben möchte, der sollte, wenn er sich auf dem Weg von Alice Springs nach Darwin befindet einen Halt in Mataranka machen. Hier im Elsey National Park gibt es den berühmten Thermal pool, der inmitten von Bäumen liegt und die angenehme Temperatur von 34 Grad celcius besitzt. Und auch beachtlich, die Scharen von Flughunden, die dort zu betrachten sind.
Einmal über den Tellerrand, bitte - Panoramafotographie
Und wieder eine neue Kategorie... nach der Begeisterung für die Panoramafotos lag die Sache eigentlich eindeutig auf der Hand. Was musste hier unbedingt noch hinzu...Webcams.
Und zum Start gibt es einen kleinen Metropolenumschlag:
Sind die Planungen gereift und alle Pläne gemacht stellt sich natürlich die Frage wie zig tausend Kilometer auf dem Kontinent zurücklegen. Mit dem Flugzeug... schnell und bequem, aber das Gefühl für die Landschaft?, Mit dem Zug .... nichts halbes und nichts ganzes.
Also das Auto soll es sein. Das Vehikel besitzt einige Vorteile, Unabhängigkeit, wahnsinniges Landschaftserlebnis und Vertiefung der automechanischen Kenntnisse. Eine komfortable Möglichkeit ist das Auto mieten. Hiermit geniesst man eine gewisse Betreuung, die Autos sind vorher gründlich gecheckt und auch nicht schon zu Zeiten von OMD, Supertramp, etc. zugelassen worden. Der Nachteil besteht in den meisten Fällen in dem begrenzten Rahmen. Die meisten Mietwagen sind nur für die Ostküste zu mieten ... wer also in das verlassene Innere und den reizvollen Westen aufbrechen möchte, kommt beinahe nicht um einen Autokauf herum.
Da sich die neuen Mercedesmodelle leider ausschliessen, sind Gebrauchtwagen die Wahl. Da sich mit diesem Vergnügen viele Backpacker auseinandersetzen wird man in den Hostels, an den schwarzen Brettern auch eine Vielzahl von Angeboten finden. Ansonsten auf nach Kings Cross, dort findet in einem Parkhaus ein Autoverkauf von Backpackern für Backpacker statt. Eine Möglichkeit stellt auch die Travellers Autobarn dar. Hier kann ein sogenannter BuyBack getätigt werden. D.h. Ihr kauft das Auto für einen Preis X und am Ende der Reise bekommt Ihr den halben Preis zurück, wenn Ihr das Auto zurückgebt.... zumindest theoretisch. Von einigen Leuten haben wir erfahren, dass die Autobarn gerne das Auto bei der Rückgabe, aufgrund irgendwelcher Mängel runterstuft. Bei uns war das nicht der Fall, wir haben genau die Hälfte bekommen (trotz Riß in der Windschutzscheibe und einigen anderen kleinen Schrammen). Warum das jetzt so geklappt hat? Vielleicht lag es daran, dass wir unsere restlichen Lebensmittel und Ausrüstungsgegenstände unter den Mechanikern verschenkt haben. Habt Ihr auch Erfahrungen mit der Autobarn gemacht würde mich ein Kommentar sehr interessieren..
Also, nur nicht von dem äußeren Erscheinungsbild der Autos verschrecken lassen... meistens sind sie sehr robust und das Reifenwechseln hat man schnell drauf.
Da es ein wirklich erquickendes Fundstück im letzten Broome-Eintrag war (zumindest für mich) soll sogleich an dieser Stelle eine neue Kategorie ins Leben gerufen werden: Panoramasicht. Für alle die die Sehnsucht packt einfach mal den Blick schweifen zu lassen... Teilweise wird Quicktime benötigt.
Falls Ihr in Western Australia unterwegs seid und vorhabt mehrere National Parks zu besuchen, was sich hier absolut lohnt. Dann informiert Euch am besten am ersten Nationalpark, welche Möglichkeiten es für Euch gibt einen Pass für alle Parks in WA zu bekommen. In den meisten Fällen lohnt sich die Anschaffung schon bei 2 geplanten Besuchen.