Artgerechte Katzenernährung
Mit diesem Artikel, möchte Ich euch die Ernährung der Katzen und deren Grundlegenden Fakten erläutern und näher bringen.
Katzenfutter ist leider nicht gleich Katzenfutter. Die Werbung suggeriert den Haltern, dass Whiskas, Kitekat und co das einzig wahre ist. Doch leider entspricht die Zusammensetzung der Futtermarken, nicht dem was ein Fleischfresser wirklich braucht. Und genau das möchte ich euch mit dem Beitrag erklären.
Fangen mit der einfachsten Frage an
Was ist besser: Nassfutter oder Trockenfutter??
Trockenfutter, selbst in bester Qualität, enthält meist einen sehr hohen Anteil an Getreide. Dies ist für Katzen nicht sonderlich gesund, denn Katzen sind Carnivoren – reine Fleischfresser! Zudem fehlt dem Trockenfutter ein lebenswichtiger Inhaltstoff: Das Wasser! TroFu enthält etwa 8-10% Wasser, die natürliche Nahrung einer Katze aber etwa 70% - die Katze müsste diesen enormen Wassermangel durch vermehrtes Trinken ausgleichen, was kaum eine Katze auf Dauer schafft. Bekommt eine Katze z.B. 100g Trockenfutter am Tag, so müsste sie ca. 400ml zusätzliches Wasser trinken, was kaum zu bewältigen ist. „Aber Brekkis sind doch gut für die Zähne!“ hört man oft. Inzwischen haben Studien bewiesen, dass dem nicht so ist. Wer seine Katze einmal beim TroFu-knabbern beobachtet, wird erkennen, dass selbst größere Pellets meist nur einmal durchgeknackt werden, eher werden sie von den Zahnspitzen durchgebrochen, der Zahnhals, der von Belägen gereinigt werden sollte, kommt mit dem Futter kaum in Berührung.
Für den Menschen ist Trockenfutter eine erleichternde Erfindung, muss man einfach so sagen. Es riecht nicht, ist lange lagerfähig, verdirbt im Napf nicht schnell und wird von vielen Katzen gerne gefressen (denn das Dehydrieren intensiviert den Geschmack!). Dennoch sollte man die Gesundheit der Katze im Auge behalten und nicht zu viel Trockenfutter geben. Als Zugabe ist es sicherlich zu vertreten, aber das Hauptfutter sollte meiner Meinung nach Nassfutter sein.
Was ist an Supermarktfutter wie Whiskas, Brekkis usw. so schlecht?
Fangen wir mit dem Trockenfutter an:
Handelsübliches Supermarkttrockenfutter besteht meist zum größten Teil aus Getreide. Getreide – wissen wir jetzt – ist nicht so gut für Katzen, die meisten Getreide können von Katzen überhaupt nicht verwertet werden. Nun wird bei SuMaFu noch nicht mal halbwegs sinnvolles Getreide (wie Reis) verwendet, sondern was eben billig da ist, oft sogar „Getreidenebenprodukte“ oder „pflanzliche Nebenprodukte“ -> Reste, die man sonst für nichts braucht – billiger Füllstoff . Der enorme Getreideanteil im Futter schadet den Zähnen, kann den PH-Wert des Urins ungünstig beeinflussen und Blasensteine verursachen, im schlimmsten, aber sehr häufigem Fall auch die Nieren irreparabel schädigen. Irgendwo findet man dann die Bezeichnung „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ – dazu mehr bei Nassfutter. Davon bleibt nach dem Trocknen kaum was übrig - die katze wird quasi so gut wie vegan ernährt - für den Fleischfresser eine Katastrophe. Ein hochwertiges Trockenfutter besteht im Gegensatz dazu zumindest zum großen Teil aus getrocknetem Fleisch, die besten Sorten bestehen zumindest gut zur Hälfte aus Fleisch. Trockenfutter ist nie eine völlig unbedenkliche Sache, aber SuMaTroFu enthält wirklich fast nichts mehr an Inhaltstoffen, die die Katze braucht. Wenn ein Trockenfutter gegeben werden soll, plädiere ich für das Beste was man auftreiben kann. Dazu später mehr!
Nassfutter:
Sehen wir uns mal an was im Supermarknassfutter so drin ist: Ganz weit vorne stehen idR Fleisch und tierische Nebenprodukte. Was kann man sich darunter vorstellen? Zu den tierischen Nebenprodukten kann alles zählen, was von einem geschlachteten Tier nicht für den menschlichen Verzehr benötigt wird. Im besten Falle sind das Dinge wie einige sinnvolle Innereien, aber auch Federn, Haare, Krallen, Hufe, Blase und Darm (nein, die müssen nicht vorher geleert werden!), auch aus welchem Grund auch immer – unabhängig von der Schlachtung gestorbene Tierkörper fallen unter die tierischen Nebenerzeugnisse .
Nun gibt die Bezeichnung oben leider nicht preis welche Nebenerzeugnisse verwendet werden und wie viel davon. Bei dem Preis mancher Futtersorten und der hohen Fütterungsempfehlung kann man nur vermuten, dass der größte Teil (wenn nicht der ganze Inhalt) in solch einer Dose Katzenfutter Müll ist. In den meisten Supermarktfuttern taucht auch Zucker auf, der wie beim Menschen so auch bei der Katze die Zähne angreift, dick, und im schlechtesten Falle auch krank macht. Ein Blick auf die Fütterungsempfehlung: „Eine durchschnittlich große Katze von 3-4 Kilo braucht ca eine Dose (400g) pro Tag.“ Das ist eine ganz normale Fütterungsempfehlung, sie sagt aus, dass die Katze ca. 400g dieses Futters benötigt, um ihren Tagesbedarf an allen Nährstoffen und Vitaminen zu decken. Das sind über 10% ihres Körpergewichtes, sie sie da fressen muss, ganz schön viel. Wer würde 10% seines Körpergewichtes essen können? Welche Katze würde jeden Tag 400g Mäuse fangen (eine Maus wiegt ca. 20g). Vergleichen wir einfach mal ein hochwertiges Dosenfutter: Aha, hier braucht die gleiche 3-4-Kilo-Durchschnittskatze plötzlich nur noch 150g/ Tag, nicht mal die Hälfte.
Aber gutes Futter ist ja viel teuer!
Jein. VIEL teurer ist es gar nicht, denn wie gesagt muss eine Katze auf Dauer von einem wirklich guten Futter nicht mal die Hälfte fressen. Etwas mehr Geld muss man idR aber schon ausgeben, dafür bezahlt man für hochwertige, gesunde Katzennahrung und nicht für Müll, der lediglich der Katze den Bauch füllt, und die Taschen der Herstellerfirmen.
Woran erkenne ich gutes Futter??
Das ist gar nicht so einfach, denn jeder Katzenhalter hat andere Ansprüche an ein gutes Futter. Der Eine besteht auf Bio-Fleisch, der Nächste akzeptiert kein Gemüse, etc. Ich liste mal einige grundlegenden Punkte auf, an denen man ein gutes Futter erkennt.
Trockenfutter:
• hoher Gehalt an Trockenfleisch oder Fleischmehl, welches an erster Stelle in der Zutatenliste stehen sollte, denn die Zutaten sind nach Gewicht absteigend aufgelistet! Vom ersten Posten ist am meisten enthalten, vom letzten am wenigsten. Die genauen Prozentangaben der ersten Posten lassen sich bei einigen Anbietern per Email oder telefonisch erfragen. Meiner Meinung nach hat niemand, der ein gutes Futter herstellt, diese Zahlen zu verbergen und nennt sie dem interessierten Käufer. • Mit Fleischmehl/ Trockenfleisch ist das Fleisch im bereits getrocknetem Zustand gemeint, wird einfach „Fleisch“ angegeben so ist damit das frische Fleisch gemeint, welches nach der Herstellung und dem Dehydrieren ca 70-80% Gewicht verliert und dann in der Zutatenliste weit nach hinten abrutscht. (Wenn man jetzt nochmal zurück denkt an Supermarkt-TroFu, bei dem zunächst Getreide und Gemüse und dann erst frisches Fleisch angegeben ist, bekommt man eine Ahnung davon, wie wenig Fleisch da tatsächlich drin ist Ob es ganze 5% sind?) • Möglichst wenig Getreide, (brauner) Reis sind zu bevorzugen. Vorsicht, die Hersteller sind tricky: Oft wird z.B. das Getreide in drei oder vier Posten auseinander genommen um weiter nach hinten zu rutschen, zusammen überholt es in der Zusammensetzung dann jedoch das Fleisch
Nassfutter:
• hoher Fleischanteil (bei Nassfutter mindestens 70%) • Gutes Nassfutter enthält natürlich keinen Zucker und keinen Karamell • Wenn tierische Nebenerzeugnisse verwendet werden, sollte der Hersteller offen angeben, welche das sind, wer ein Geheimnis daraus macht, hat vermutlich auch allen Grund dazu. Nebenerzeugnisse in Lebensmittelqualität sind okay. • Kalzium und Phosphor sollten mengenmäßig im Verhältnis 1:1 bis 1,5:1 stehen – es gibt Nassfutter, die vollständig aus hochwertigem Fleisch bestehen, sich aber dennoch nur als Leckerchen eignen, weil z.B. dieses Ca/Ph - Verhältnis eine Katastrophe ist • Die Fütterungsempfehlung zeigt sehr einfach an, wie hochwertig das verarbeitete Fleisch ist: Empfehlungen von bis zu 200g/Tag/3-4 Kilo Katze sprechen für ein gut verwertbares Futter und damit für gute Qualität!
Soll ich eine Marke geben oder abwechseln?
Abwechslung ist immer gut! Kaum ein Futter ist wirklich *perfekt* zusammengestellt, Abwechslung gleicht da ein wenig aus und verhindert, dass die Katzen mäklig werden. Weiterhin ist es ein großes Problem von einer Futtermarke abhängig zu sein, falls diese mal nicht zu bekommen ist oder die Zusammensetzung geändert wird. Bei der Abwechslung sollte man aber ungefähr auf einem Qualitätslevel bleiben, ständige Wechsel der Futterqualität können den Verdauungstrakt irritieren.
Kann man auch Rohes Fleisch füttern?
Ja kann man. Das nennt man dann Barfen oder Teilbarfen. Barfen bedeutet etwa soviel wie:
Biologische Artgerechte Roh Fütterung
*Damit es hier nicht allzu voll wird, da das Thema Barfen doch recht komplex ist, würde ich euch bitten, bei Fragen, mich einfach anzuschreiben!!!*
Zum Thema Ernährung für Katzen scheiden sich bekanntlich die Geister. Es gibt allerdings verschiedene Kriterien, worauf man bei der gesunden Katzenernährung achten sollte.
Nun komme ich zu meinen persönlich zu empfehlen Nass - und Trockenfutter Marken:
Empfohlenes Katzenfutter Nass:
Vet-Concept Mac´s Porta 21 Leonardo Grau Petnatur Cat&Clean Miamor Feine Filets Schmusy Fisch Schesir Animonda Carny
Empfohlenes Trockenfutter:
Orijen Timberwolf Serengeti Grau Porta 21 Arden Grange Leonardo Eagle Pack
Wo bekomme ich das Futter:
www.zooplus.de www.taschungas.de www.isabello.de www.prontop.de/. www.cats-country.de http://www.zoobi.de/ http://www.sandras-tieroase.de/
Nun versorge Ich euch noch mit ein paar Infoseiten:
http://www.savannahcat.de/katzenernaehrung.html https://dubarfst.eu/index.php http://www.hauspuma.de/Gesundheit/Ernaehrung/trockenfutter.htm http://www.kretakatzen.de/KK-Ernaehrung.htm
So ich hoffe, es war nicht so anstrengend zu lesen und Ihr seit nun etwas schlauer... ^^ Falls noch Fragen bestehen sollten, könnt Ihr mich per E-mail oder PN erreichen.
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