Denkt man an Papageien, so denkt man automatisch an den Ara - den König unter den bunten Vögeln. Doch was verbirgt sich hinter dem prächtigen Großvogel?
Die Gattung "Ara" umfasst verschiedene Arten. So gibt es zum Beispiel den hellroten Ara, den Gelbbrustara, den Spixara oder den Blauara. Auch weitere Ara-Arten sind bekannt. Der Gattungsname des Ara leitet sich, so wird vermutet, von indianischen Bezeichnungen ab, die den Ruf des stolzen Vogels imitieren. Der Artname "Ararrauna" leitet sich aus der Stammessparache der Karaiben ab. Bei allen Araformen ist der Schnabel eines der herausragendsten Merkmale. Dieses Mundwerkzeug ist sehr kräftig, von dunkler, fast schwarzer Farbe, hakenförmig und daher so geschickt beim Herauszwicken von Körnern. Nicht selten erreicht diese Papageienart ein Alter von 70 bis 80 Jahren.

Aras leben in leider immer kleiner werdender Zahl in Südamerika. Das liegt zum einen an der Zahl der Jäger, die diese Tiere zum Export in entfernte Länder fangen, zum anderen aber auch an der immer kleiner werdenden Fläche ihres Lebensraums. Sie leben nämlich vor allem in den Regenwäldern, Wäldern, aber auch in Sumpf- und Savannengebieten.
Aras sind sehr sozial lebende Gesellen. Sie werden häufig paarweise, aber auch in kleineren Familienverbänden zusammen beobachtet. Mehrere hunderte Tiere finden sich zum Beispiel bei der Nahrungsaufnahme, an Lehmbänken oder an den Schlafplätzen.
Die Aras gehen eine sehr enge Paarbindung ein. Hat sich erst einmal ein Paar gefunden, bleibt es sich meist ein Leben lang treu. Die Partnervögel gehen zusammen auf Futtersuche, sie schlafen nebeneinander. Sogar der Flug erfolgt Flügel an Flügel. Aras benutzen feste Schlafplätze, auf die sie nach ihrem Tagwerk wieder zurückkehren. Längere Strecken von gerne mal 25 Kilometern legen sie ohne Probleme zurück.
Die Ernährung der Aras besteht hauptsächlich aus einer Vielzahl von Früchten. Besonders begehrt sind Palmfrüchte. Aber auch Mangos, Nüsse und Samen stehen auf der Speisekarte dieser Papageien. Vor allem in der Brutzeit ernähren sie sich auch von Insekten und Larven. Die Aras sind bei der Nahrungsaufnahme stille Genießer und fallen nur durch herabfallende Essensreste auf.
Die Brutsaison geht je nach geografischer Lage von Februar bis Juni bzw. von August bis Dezember. Die Paare besetzen meist altbekannte und bewährte Bruthöhlen oder andere Nistgelegenheiten. Meist brüten diese Paare nicht jährlich, so dass es nicht zu einer übermäßigen Vermehrung kommt. Bei der Brut gibt es bei den Aras eine klare Rollenverteilung. Während das Weibchen die Eier bewacht und bebrütet, kümmert sich der Hahn um das leibliche Wohl seiner Familie. Das Gelege besteht bei Aras aus höchstens drei Eiern, die 26 bis 28 Tage bebrütet werden. Nach ungefähr einhundert Tagen verlassen die Nestlinge das Gelege, werden aber trotzdem noch weiter von ihren Eltern versorgt. Eine Geschlechtsbestimmung anhand äußerer Merkmale ist bei diesen Tieren nicht möglich.

Eine Besonderheit der Aras sind die Federlinien im Gesicht. Diese Linien sind bei jedem Vogel anders und gelten somit als "Fingerabdruck" des Papageis.
Der Ara ist einer der schönsten Vögel der Welt. Keine Frage. Daher gibt es auch nicht wenige Menschen, die ihm gerne ein Zuhasue geben würden. Aber welche Vorraussetzungen man erfüllen muß, um einem solchen Vogel gerecht zu werden, erfahrt ihr nächste Woche.
Weitere Tipps und natürlich viele Informationen erhaltet ihr im Forum. Spielzeug, Käfige und sonstiges Zubehör findet ihr auch günstig unter den Kleinanzeigen.
Endlich ist der Sommer nach Deutschland gekommen. Nach vielen Wochen des Regens zeigen sich nun die schönen Seiten dieser Jahreszeit. Gerne ist man nun draußen, sitzt auf der Terrasse und lässt es sich dabei gut gehen.
Und unsere gefiederten Freunde? Auch die munteren Australier sind gerne an der frischen Luft. Um ihnen dieses Vergnügen zu bereiten sind nur ein paar wenige Kleinigkeiten zu beachten, damit das für beide Seiten ein tolles Erlebnis ist.
Zu allererst ist natürlich darauf zu achten, dass der Käfig oder die Voliere ausbruchssicher ist. Jedes Türchen und jede Drahtaussparung zum Beispiel für Futternäpfe solltet ihr auf Fluchtmöglichkeit hin überprüfen. Will man auf Nummer sicher gehen, kann man die Türchen auch mit kleinen Schlössern, eventuell vom alten Tagebuch, zusätzlich sichern. So können auch schlaue Wildvögel den gefiederten Lieblingen nicht zum Ausbruch verhelfen.
Eine mögliche Ausbruchsquelle ist noch das angehängte Badehäuschen. Schnell ist es durch eine Windbö oder eine unbedachte Handhabung abgerissen und bietet dem Wellensittich eine gute Fluchtmöglichkeit.
Wie für jede Tier gibt es auch für den Vogel Fressfeinde, die ihn bedrohen. Bei einem Ausflug auf den Balkon oder die Terrasse sind das Katzen, Marder und Greifvögel. Die beste Abschreckungsmaßnahme gegen einen Angriff ist deine Anwesenheit. Die Hemmschwelle ist dann für viele Jäger größer, außerdem kannst du bei einem eventuellen Anfallen noch rechtzeitig eingreifen.
Auch wenn die Sonne noch so sehr vom Himmel lacht, solltest du deinen Vögeln einen Schattenplatz anbieten. In der prallen Sonne werden es schnell mal 40 Grad und das ist für den kleinen Organismus zu viel. Ein guter Platz für einen Ausflug ins Grüne ist zum Beispiel unter einem Sonnenschirm. Der schützt nicht nur vor der Hitze der Sonne, sondern auch vor Regen. 
Nach dem gelungenem Ausflug ist es wichtig, den Käfig auf Blätter, Blüten und Tiere zu untersuchen. Giftige Blüten oder Blätter solltest du natürlich so schnell wie möglich entfernen.
Auch wenn ein Bad in der Natur noch so schön ist, wichtiger ist noch das deine Tiere Freiflug bekommen. Vor oder nach dem Erlebnis solltest du ihnen also wieder die Möglichkeit geben, sich frei für mehrere Stunden zu bewegen.
Ich wünsche euch und euren Vögeln bei eurem nächsten Ausflug viel Vergnügen. Weitere Anregungen und Tipps findet ihr natürlich im Forum. Tolles Zubehör entdeckt ihr bestimmt unter den Kleinanzeigen.
Ist er nicht putzig? Er hüpft in Vorgärten herum, flattert durch die Innenstädte und ist meistens da, wo es etwas zu futtern gibt! Die Rede ist vom Haussperling. Haussperling?, werden sich jetzt viele denken. Auch als Spatz ist der kleine Kerl bekannt. Die NABU hat eine Studie durchgeführt und dabei herausgefunden: Als häufigster Vogel in Städten und Dörfern entpuppte sich mit rund 135.000 Sichtungen erneut der Haussperling. Durchschnittlich fünf Spatzen wurden pro Beobachtungsstunde gezählt. Den Großstadtrekord verzeichnete Berlin mit mehr als sieben pro Stunde. 
In den Ballungszentren von Nordrhein-Westfalen hingegen verwies die Amsel den Haussperling auf Platz zwei, ebenso in vielen anderen deutschen Großstädten wie Hamburg oder München. "An vielen Orten gehen den Spatzen durch Gebäudesanierungen geeignete Brutplätze verloren, obwohl sich leicht Ersatz schaffen ließe", sagte NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow. Um etwas gegen die Wohnungsnot bei Haussperlingen zu tun, empfiehlt der NABU seine speziellen Nistkästen, alternativ auch Fassadenbegrünungen, beispielsweise mit Wildem Wein oder Efeu.
Der Spatz gehört zur Familie der Sperlinge. Der kleine Piepmatz wiegt ungefähr 30 Gramm und hat einen eher gedrungenen Körperbau, was ihm sein etwas knuddeliges Aussehen verpasst. Seine Flügel haben eine Spannweite von etwa 23 Zentimeter, er selbst ist etwa 16 Zentimeter groß. Die Männchen sind etwas auffälliger gezeichnet als die Weibchen, deren Braun etwas matter ist. Übrigens singen auch nur die Spatzen-Männchen! Die Laute hören sich an wie „Tschilp“. Etwa 10.000 Jahre ist es her, dass sich der Haussperling dem Menschen angeschlossen hat. Verbreitet ist der putzige kleine Kerl übrigens fast auf der ganzen Welt.
Wie in der letzten Woche berichtet, gibt es eine große Auswahl an Spielzeugen und Zeitvertreibern für deine Vögel. Leider gibt es bei der Fülle der Spielzeugauswahl auch immer wieder Angebote, die deinem Vogel sogar gefährlich werden können. Aber auch artwidriges und unsinniges Spielzeug sollte nicht den Weg in den Käfig oder die Voliere finden. Zu diesem unsinnigen Zubehör zählen:
- Spiegel: Spiegel in allen Formen und Variationen gehören nicht zu einem artgerechten Zubehör. Leider findet man immer noch viel zu häufig einen Spiegel als Ersatz für einen wirklichen Wellensittichfreund in einem Käfig. Spiegel suggerieren dem gefiederten Mitbewohner einen Partner. Besonders kritisch wird es dann, wenn der Einzelvogel den vermeintlichen Partner füttern möchte, so wie es seine Natur vorsieht. Durch diese Handlungsweise, also das ständige Hoch- und wieder Herunterwürgen des Futters, wird eine bakterielle Entzündung des Kropfes fast unumgänglich. Nicht selten endet so eine Entzündung tödlich!

- Plastikwellensittiche: Auch diese Form des "Spielzeugs" dient dazu, seinem Einzelvogel einen Partner vorzutäuschen. Die Problematik ähnelt dem des Spiegels. Auch hier wird in Ermangelung artgerechter Ansprache das Plastik gefüttert und eine Kropfentzündung daher fast nicht zu vermeiden.

- Bast, ausgefranste Seile: Bei dieser Unterhaltung für den Vogel besteht die Gefahr, dass sich der Vogel an kleineren, losgelösten Fäden verheddert. Schlimmer noch, er könnte sich seine Gliedmaßen abschnüren oder sich sogar damit strangulieren. Wenn man seinen gefiederten Freunden Seile anbieten möchte, sollte man daher darauf achten und gegebenenfalls die losen Fäden mit der Schere kürzen.
- Salatkugel: Die Gitterabstände sind leider so konzipiert, dass der Vogel den Kopf zwischen die Gitterstäbe stecken kann. Oftmals hängt dann der kleine Vogel so unglücklich in diesem Zubehör, dass er sich bei einem Befreiungsversuch stranguliert.

- Außennäpfe: Besonders durchsichtige Außennäpfe werden von den kleinen Australiern als "Tür zur Freiheit" gesehen und sie versuchen, auf diesem Wege aus dem Käfig zu entkommen. Sind sie einem in dem Napf, können sie sich kaum mehr befreien. Am besten ist es, wenn man die Außennäpfe komplett entfernt. Die vorhandenen Löcher kann man mit separaten Türchen (gibt es im gut sortierten Fachgeschäft) oder Volierendraht sittichsicher verschließen
Weitere hilfreiche Tipps und Ideen zur richtigen Käfigeinrichtung gibt es natürlich auch im Forum. Viele artgerechte Spielzeuge findest du auch unter den Kleinanzeigen.
Damit sich ein Vogel bei Dir wohl fühlt, braucht er nicht nur frisches Wasser, Obst und ausreichend Körnerfutter. Nein, er braucht genau so dringend auch Beschäftigung.
Natürlich ist ein Partnervogel die wichtigste und beste Form der Unterhaltung, aber auch mit artgerechtem Spielzeug sollte man den Zeitvertreib der Australier unterstützen. Doch welche Form von Spielzeug sieht nicht nur bunt und gut aus, sondern ist auch wirklich auf die Bedürfnisse unserer gefiederten Freunde abgestimmt?
Wenn man sich im Tierfachhandel umschaut, kann man sich vor lauter Spiegeln, Glöckchen und anderen Angeboten kaum auf eine besonnene Auswahl konzentrieren. Hier also eine Auswahl an vogelfreundlichen Spielzeugen, die deinen Lieblingen garantiert die Langeweile vertreiben:
- Kunststoffspielringe: Ein Klassiker der Käfig- und Voliereneinrichtung. Wellensittiche lieben es, die Ringe zu zerren, drehen, schmeißen. Und das Glöckchen rundet dieses welligerechte Spielzeug auch noch ab.
- Holzspielzeug: Die mit Lebensmittelfarbe gefärbten Spielzeuge sind nicht die kostengünstigste Variante einer Voliereneinrichtung. Dafür bieten sie aber auch viel Spaß.

- Gitterbälle: Auch mit einfachen Gitterbällen ist es den Australiern möglich Unfug zu machen. Wellensittiche lieben es, die Plastikbälle entweder durch die Gegend zu tragen oder - meist noch lieber- die Bälle vom Käfig zu stoßen. Besonders beliebt ist das, wenn zwei unschuldige Knopfaugen zuschauen, wie die Vogelmama oder Papa das Spielzeug immer wieder aus der entferntesten Zimmerecke aufheben.

- Korkröhre: Ein Alleskönner. Besonders beliebt bei knabberwütigen Wellensittichen und anderen Vogelarten. Es kann auch als Grundlage für Spielplätze oder Sitzbrettchen genommen werden. Da Korkrinde nicht sterilisiert wird, sollte man es unbedingt vorher bei 100 Grad eine halbe Stunde im Backofen von Milben und anderen unerwünschten Kleinsttieren befreien.

- Glöckchen: Vögel aller Art lieben Glöckchen. Auf der einen Seite sind sie häufig glänzend silbern und auf der anderen Seite klingen sie auch noch. Viele Halter können bei ihren gefiederten Lieblingen beobachten, wie sie sich stundenlang darauf konzentrieren, das Glöckchen zum Schwingen und zum Klingen zu bringen.
- Seile animieren die Tiere zum Klettern. Das steigert deren Fitness. Außerdem lieben es die kleinen Australier, wenn sie das Seil benagen können. Bei jedem Seil muß man allerdings sehr genau aufpassen, dass sich die kleinen Racker nicht an einzelnen Fäden verheddern oder sich im schlimmsten Fall sogar erhängen können.
- Baumwollringe / Schaukeln Besonders beliebt sind Schaukeln aller Art bei Jungvögeln. Aber auch ältere Wellensittiche lieben es, auf den Schaukeln zu schlafen. Nicht selten gibt es abends kleinere Auseinandersetzungen, wer auf welcher Schaukel ruhen darf. Die wippenden Bewegungen trainieren bei den Vögeln den Gleichgewichtssinn und die Muskulatur.
Als Hühnervogel, den man nur selten zu Gesicht bekommt ist der Auerhahn wohl das Musterbeispiel. Der kleine Kerl lebt vorwiegend in den europäischen Bergen oder Bergregionen, wo er sich auch sichtlich wohl fühlt. Nicht nur im Tschechien Böhmerwald, sondern auch im Bayerischen Wald und im österreichischen Mühlviertel kann der Auerhahn noch ungestört in der Natur leben, viele andere Gebiete und Landschaften wurden ihm bereits genommen.
In den besagten Gebieten hingegen kann sich der Hühnervogel über viele waldreiche Fleckchen, wenig Menschen und viele verschiedene Pflanzen freuen, während er anderswo schon fast so gut wie ausgestorben ist. Deshalb legt der Bayerische Wald beispielsweise viel Wert darauf, dem Auerhahn einen Lebensraum zu bieten und so zum Artenschutz im Rahmen des Naturparks Bayerischer Wald beizutragen.

Der Naturparkverein hat sich die Sicherung und Erhaltung der Artenvielfalt zum obersten Ziel gesetzt, das betrifft neben dem Auerhahn übrigens auch den Luchs und viele andere gefährdete Tiere. Aber zurück zum Auerhahn selbst, den der Verein „Naturpark Bayerischer Wald“ sogar zum Wappentier erkoren hat. Längst musste das von der Größe her mit einer Gans vergleichbare Tier auf die rote Liste gesetzt werden was die Erhaltung betrifft. Schließlich wäre es schade den größten Waldvogel Europas, der übrigens auch richtig fliegen kann, zu verlieren.
Deshalb setzt man im Naturpark Bayerischer Wald in erster Linie auf Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung und macht sie mit dem Rückgang der Population vertraut. Auch spezielle naturbelassene Gebiete, die die Balz des Tieres fördern sollen, werden angelegt. Trotzdem kann man auch auf den Spuren des Auerhahns wandern – natürlich nur mit Fachpersonal, das in erster Linie Touristen über alles Wichtige rund um den Hühnervogel informiert und sogar Wald-Touren macht. Zwar ist der Auerhahn scheu, aber mit etwas Glück kann man ihn sicherlich irgendwo entdecken.

Der Auerhahn wird bis zu 5 Kg schwer, hat die Flügelspannweite einer Hausgans und ist schwarz, braun und grün. Vor allem bei der Balz kommen seine auffälligen Schwanzfedern gut zur Geltung, die er gekonnt aufstellen kann. Nicht zu nahe kommen möchte man seinem Schnabel, mit dem er ziemlich zupacken und auch hacken kann. Eher plump wirkt der Vogel dagegen beim Startvorgang zum Flug. Hier wird der Schwanz ganz klein zusammengefaltet und die rudernden Flugbewegungen starten.
Ist einmal die Entscheidung für die Unterbringung mehrerer Sittiche gefallen, so steht man schnell vor übervollen Regalen in der Zoohandlung. Was braucht man denn alles um Hansi und Co glücklich zu machen?
Wichtig ist vor allem ein guter, nicht zu kleiner Käfig. Denn auch wenn deine Tiere mehrere Stunden Freiflug bekommen, muß ihr Bewegungsdrang auch im Käfig gestillt werden können.
Zu einer empfehlenswerten Grundausstattung gehören immer auch Sitzstangen. Für Sittiche und Papageien eignen sich am besten Natursitzstangen, die man selbst im Wald suchen kann. Hierfür eigenen sich besonders Zweige von Erle, Pappel, Weide, Kirschbaum und Apfelbaum. Vor der Benutzung musst du die Zweige allerdings gründlich mit warmen Wasser abwaschen und gut trockenen lassen. Wer keinen Wald in der Nähe hat, für den bietet auch jeder Zoofachhandel mittlerweile käufliche Natursitzstangen an.

Auch Futter- und Wasserspender gehören zur Basisausstattung. Gut geeignet sind Edelstahlnäpfe. Sie sind leicht zu reinigen und daher hygienisch. Auch Keramik oder Hartplastik erfüllt diese Bedingungen.
Die meisten Vögel liebe das Wasser und baden sehr gerne. Daher sollte auch ein Bedahäuschen auf keinen Fall fehlen. Im Handle werden alle möglichen Farben und Formen der Häuschen angeboten. Hier kommt es auf den Geschmack des Halters an, welche er seinen gefiederten Freunden anbietet.
Ebenso wichtig ist ein Schnabelwetzstein. Auch da gibt es die verschiedensten Sorten im Fachhandel zu erwerben. Wetzsteine und Sepiaschalen erfüllen aber nicht nur den Zweck, den Schnabel zu kürzen, sie enthalten viele Mineralstoffe, die ein Vogel braucht, um gesund zu bleiben.

Um die Verdauung in Schwung zu halten, müssen Vögel den Zugriff auf Sand haben. Sittiche nehmen die im Sand enthaltenen kleinen Steinchen auf und zerkleinern mit ihrer Hilfe die Nahrung im Magen.
Aber das Leben eines Sittichs besteht ja nicht nur aus Wohnen, sondern hauptsächlich aus Spielen. Welches Spielzeug geeignet ist, um eure kleinen Lieblinge zu fördern, erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag.
Bis dahin könnt ihr natürlich im Forum weitere Tipps erfahren oder euch bei den Kleinanzeigen umsehen.
Rund um den Chiemsee kommen nicht nur Naturliebhaber auf ihre Kosten, auch die Tiere, die dort leben können besonders aufatmen. Denn am Ufer des Bayerischen Meeres leben sie ohne Krach und fernab von menschlichen Eingriffen in die Natur.
Denn hier gibt es zahlreiche Schutzgebiete, vor allem für Vögel wie den Kiebitz.

Er ist jedoch nur einer von vielen. Denn sage und schreibe 300 Vogelarten gibt es rund um den Chiemsee. Man muss nur genügend Geschicklichkeit und auch Zeit mitbringen, um diese Vögel zu beobachten – und natürlich ein Fernglas.
Schließlich kann man sich den Tieren nicht nähern. Wie Experten vor Ort bestätigten sind von den 300 Vogelarten knapp die Hälfte davon übrigens brütender Art. Neben dem besagten Kiebitz leben hier auch Stockente, Haubentaucher, Höckerschwan oder Blesshuhn um nur einige zu nennen.
Was können wir als Menschen tun, um es den Vögeln am Chiemsee besonders angenehm zu machen und sie nicht zu stören? Einen ersten Teil dazu haben bereits die Vogelschützer beigetragen, die sich für das geschützte Vogelbrutgebiet eingesetzt haben - und das mit großem Erfolg.

Zahlreiche Hinweisschilder – wie hier – verraten dem Urlauber, dass er sich zwar im Gebiet rund um den Chiemsee wie daheim fühlen kann und wandern, Radfahren oder mit dem Hund Gassigehen darf. Jedoch dürfen Wege nicht verlassen werden und Hunde sind an der Leine zu Halten. Auch wenn das bei dem ein oder anderen Touristen auf Empörung stößt (wie ich selbst vor Ort erfahren habe) stehen die Behörden hinter den Vogelarten am Chiemsee und schützen diese. Besonders im Bereich Prien wird der Vogelschutz sehr groß geschrieben.

Für Vogelfreunde also ein guter Ort zum Verweilen und Vögel beobachten. Hier werdet ihr garantiert fündig – mit etwas Geduld versteht sich.
Nun ist wieder die Zeit der Ernte aus dem Kräuter- und Gemüsegarten gekommen. Und was uns so gut schmeckt, mundet auch unseren gefiederten Freunden.
Auch für Sittiche und Papageien sollte eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung selbstverständlich sein. Obst, aber auch Kräuter und Wildblumen sind wichtig, da sie eine gute Quelle für Mineralstoffe und Vitaminen sind.
Um den Tagesbedarf an diesen wichtigen Stoffen zu decken, muß man aber nicht tief ins Portemonnaie greifen. Wenn man mit offenen Augen einen Spaziergang durch nahe gelegene Wiesen und Felder macht, kann man den Selbstbedienungsladen der Natur plündern.

Dabei sollte aber verschiedenes beachtet werden, um weder den eigenen Tieren noch der Natur zu schaden. Wildkräuter, Zweige und anderes Grünfutter sollte man nicht an viel befahrenen Strassen sammeln. Auch auf oder neben gespritzten Feldern sollte man keine Pflanzen für seine Haustiere sammeln. Die Schadstoffbelastung durch die Abgase und durch die Düngemittel ist deutlich zu hoch für die empfindlichen Flieger.
Auch sollte man sich sicher sein, welche Pflanze man geerntet hat. Viele Kräuter und Blumen sehen sich ähnlich, haben aber auf unsere gefiederten Freunde gänzlich unterschiedliche Auswirkungen. Auch tödliche Vergiftungen können Folge einer solchen Verwechslung sein.
Zum verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und ihrer Ressourcen sollte natürlich immer gehören, dass man nur so viel pflückt, wie man auch verfüttern möchte. Außerdem sollte man darauf achten, niemals die Wurzeln zu beschädigen, um ein erneutes Nachwachsen nicht zu verhindern.
Achtung: Das Pflücken von Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, ist verboten und wird, so fern man beobachtet wird, auch geahndet!
Hat man keine geeigneten Wiesen oder Wälder in der Nähe, kann man auch selbst einen kleinen Vogel-Kräuter-Garten anlegen. Dazu benötigt man nur eine kleine Schale oder einen Blumenuntersetzer, den man mit etwas ungedüngter Blumenerde auffüllt. Nun kann man zum Beispiel das Vogelfutter auf der Erde ausbreiten und das ganze feucht halten. Überdeckt man dieses Arrangement mit Vogelsand, kann man die Schimmelbildung verhindern. Schon nach wenigen Tagen sind erste Keimlinge zu sehen.
Pflanzen und Kräuter, die du ohne Bedenken verfüttern kannst, sind
- Basilikum
- Dill
- Fenchelgrün
- Möhrengrün
- Kresse
- Majoran
- Sauerampfer
- Klee
- Hirse
- Löwenzahn
- Salbei
- Gänseblümchen

Bei weiteren Fragen steht dir das Forum gerne zur Seite. Die richtigen Accessoires für jede Gelegenheit findest du in den Kleinanzeigen.
Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel, ein laues Lüftchen weht, und die Vögel zwitschern von den Bäumen. Es ist unverkennbar Frühsommer und damit auch die Zeit für die Brut flügge zu werden. So wie beim Menschen auch gibt es eher neugierige, vorwitzige Jungvögel und vorsichtige, ängstliche Artgenossen.
Neugierige kleine Vögel machen ihre ersten Flugversuche häufig zu früh und fallen aus dem Nest ohne wieder zurück zu können. So kann es also gut passieren, daß du auf einem Spaziergang einen kleinen Jungvogel entdeckst, der auf dem Boden sitzt. Aber was soll man tun, wenn man in eine solche Situation gerät?

Ist das kleine Lebewesen noch komplett nackt, handelt es sich um einen so genannten Nestling. Nestlinge sind auf den wärmenden Schutz des Nestes und die Fütterung der Eltern angewiesen. Daher sollten sie den kleinen Wildfang wieder ins Nest zurücksetzen. Keine Angst, die Eltern werden den Jungvogel weiterfüttern, auch wenn sie ihn mit bloßen Händen zurück in sein Nest tragen. Der Geruchssinn unserer heimischen Vogelwelt ist auch nicht so stark ausgeprägt, daß sie den menschlichen Geruch als Hinderungsgrund wahrnehmen könnten.
Ist der kleine Findling allerdings vollständig oder fast vollständig befiedert, so handelt es sich um einen Ästling, der deine Hilfe wahrscheinlich nicht braucht. Ästlinge, die das Nest verlassen haben, rufen laut nach ihren Eltern. Angelockt durch dieses Rufen werden die Eltern das Jungtier auch weiter füttern.
Erst, wenn die sicher bist, dass die Eltern den Schützling mehrere Stunden lang nicht gefüttert haben, solltest du weitere Schritte einleiten. Ebenfalls brauchen alle Arten von Seglern, also zum Beispiel Mauersegler, die auf dem Boden gefunden werden, menschliche Hilfe.
Auch auf den Menschen angewiesen sind Jungtiere, egal ob befiedert oder unbefiedert, die an einem gefährlichen Ort Schutz suchen. Gefährliche Orte können beispielsweise die Straße oder andere Wege sein, auf denen viel Verkehr herrscht. Ist das der Falle, sollten sie den kleinen Schützling vorsichtig an einen für ihn sicheren Ort bringen, entweder in ein umliegendes Gebüsch, oder in sein Nest. Man sollte die kleinen Ästlinge nur in einem Radius von maximal 20 Metern um den Fundort herum in Sicherheit bringen, damit die Elterntiere ihren Nachwuchs auch wiederfinden und ihn weiter umsorgen können.

Viele Menschen nehmen kleine Nestlinge aus Fürsorge und möchten ihn gerne päppeln und pflegen. Die Aufzucht von Wildvögeln ist allerdings eine schwierige Angelegenheit und sollte nur von Fachleuten auf diesem Gebiet durchgeführt werden.
Hast Du einen vermeintlich in Not geratenen Ästling mitgenommen, hast du innerhalb der ersten 24 Stunden Zeit, ihn wieder an den Fundort zurückzubringen. Elterntiere suchen ihren verlorenen Nachwuchs nämlich noch einen Tag und nehmen auch dann die Fütterung wieder auf.
Viel Spaß bei deinem nächsten Waldspaziergang.
Für weitere Fragen steht dir das Forum mit rat und Tat zur Seite. Die richtigen Assessoires für deinen Spaziergang entdeckst du bestimmt unter den Kleinanzeigen.
In der Fabelwelt und Literatur ist er bekannt als Adebar. Im Volksglauben bringt er die Babys: Der Storch. Um ihn ranken sich viele Geschichten und Legenden, er ist ein ganz besonderer Vogel. Wir stellen Euch den Storch einmal näher vor.
Jedes Jahr im Herbst zieht der Storch nach Afrika, um im Frühjahr wiederzukommen und sein Nest für den Nachwuchs zu bauen. Bei uns handelt es sich dabei zumeist um Weißstörche. Dieser majestätische Vogel hat eine Flügelspannweite von über zwei Meter. Er ist, wie alle übrigen Storcharten, ein Fleischfresser. 
Seine Stimme ist sehr schwach, daher versteht er sich bestens auf eine andere Art der Verständigung: Er macht sich durch Klappern bemerkbar. Das ist der charakteristische Laut für den Storch, das laute Klappern mit dem langen Schnabel. Sogar bei der Balz klappert er laut um sein Weibchen.
Der Weißstorch legt jedes Jahr im Herbst eine sehr weite Strecke zurück: Es zieht ihn nach Afrika, und zwar in die Region südlich der Sahara. Dabei nutzt er die Thermik, er ist ein so genannter Segelflieger. Aus diesem Grunde muss er allerdings auch das Mittelmeer umfliegen: Denn über dem Wasser entsteht keine Thermik. Wir sprechen hier übrigens von Strecken und Entfernungen von mehr als 10.000 Kilometern!
Im Frühjahr kommen die Störche wieder, um ihre Nester zu beziehen - sie nutzen dabei oft bereits bestehende Nester - und zu brüten. Gelegt werden meistens drei bis fünf Eier. Störche brüten oft in Kolonien, darunter auch der Weißstorch, der in einer so genannten losen Kolonie brütet. Das bedeutet, dass es in der unmittelbaren Nachbarschaft eines brütenden Storches oft noch weitere Storchenpärchen gibt, die Nachwuchs erwarten.
Gebrütet werden mindestens 25, höchstens 38 Tage. Danach schlüfen die Jungen und sind mit spätestens 100 Tagen flügge. Sowohl Storchenmutter als auch Storchenvater kümmern sich um die Verpflegung des Nachwuchses.
Der Weißstorch ist ein Fleischfresser. Auf seiner Speisekarte stehen Kleintiere, zum Beispiel Fische, Mäuse und Regenwürmer. Auf Wiesen und in Sümpfen kann man ihn oft umher staksen sehen. Dann ist er auf der Jagd nach Beute: Er schreitet umher und senkt dann blitzschnell den Kopf, um das Fressbare mit dem langen Schnabel zu erbeuten.
Fast war der Weißstorch in Deutschland schon einmal in Gefahr, es gab in den 80er Jahren einmal nur noch unter 3.000 Brutpaare in der Bundesrepublik. Inzwischen ist der Zugvogel, um den sich so viele Fabeln und Legenden ranken, wieder stärker im Kommen. Vor allem aber in Osteuropa gibt es noch sehr viele Störche - und einige wandern auch nach Deutschland herüber.
Herzlich willkommen, Adebar!!!
Sie gelten als Symbol der Liebenden und finden sich als Figürchen auf zahlreichen Hochzeitstorten wieder: Die Schwäne. Dies mag vielleicht daran liegen, dass sich Schwäne ein Leben lang treu bleiben. Hat sich einmal ein Schwanenpaar gebildet, dann trennt es nur der Tod eines der Partner. Die herrlich weißen oder schwarzen Vögel gehören übrigens zur Familie der Entenfamilie und zur Unterfamilie der Gänse. Ihr Lebensraum ist das Wasser: Sie leben in Seen, langsam fließenden Flüssen, aber auch in Sumpfgebieten. Viele von ihnen findet man in der Tundra, aber auch bei uns in Deutschland sind die eleganten Wasservögel oft zu beobachten.
Zum Beispiel dieses schöne Exemplar hier, das gerade sein prächtiges Gefieder putzt:
Ein elegantes Wesen, nicht wahr? Schwäne haben übrigens noch länger Hälse als ihre Artverwandten, die Gänse. Warum? Damit sie noch besser gründeln können und aus dem Wasser Pflanzen fischen können, von denen sie sich ernähren. Aber auch an Land findet sich das ein oder andere Pflänzchen, das ein Schwan lecker findet. Auch Insekten oder kleine Fische verschmähen die Wasservögel nicht.
Vom hässlichen Entchen zum schönen Schwan - bestimmt habt Ihr von dem Märchen schon einmal gehört! In der Natur ist das aber nicht nur ein Märchen, sondern Tatsache: Die grauen Schwanenkinder entwickeln sich im Laufe ihres ersten Lebensjahr zum traumhaft schönen Schwan. Der Höckerschwan ist dabei weiß, Trauerschwan und Schwarzhalsschwan sind dunkel. Hier seht Ihr einen typischen Vertreter der Höckerschwäne mit seinem charakteristischen Schnabel:
Dieser Höckerschwan, den Ihr hier seht, ist ein absoluter Einzelgänger und verteidigt vehement sein Revier gegen andere "Kollegen". Nur zur Paarungszeit trifft er sich mit seinem Weibchen. Gemeinsam baut das Paar dann ein Nest aus Wasserpflanzen. Dieses wird im Laufe der Jahre immer wieder ausgebaut. Denn genauso wie seinem Partner, bleibt der Schwan auch seinem Nest ein Leben lang treu!
Wer Farben mag, wird Rosellasittiche lieben. Sie sind die meist nicht nur heimlichen Stars in Volieren. Die bunten Sittiche ziehen aufgrund ihres charakteristischen Aussehens häufig alle Blicke auf sich. Doch so schön sie auch sind, sie sind keine wirklichen Anfängervögel und brauchen einen erfahrenen Halter, der ihre Bedürfnisse erkennt und auch umsetzen kann.
Der Rosella gehört zu den Plattschweifsittichen. Er stammt ursprünglich aus Südost-Australien und Tasmanien, wo man ihn auch heute noch finden kann. Der bevorzugter Lebensraum sind dort offene Savannen oder Wälder. Außerhalb der Brutzeit findet man nicht selten Schwärme mit bis zu hundert Mitgliedern. Während der Paarungszeit im Frühjahr trennt sich jedoch die Gruppe und die Paare lassen sich an unterschiedlichen Brutplätzen nieder. Der Rosella wird ungefähr dreißig Zentimeter lang und hat ein Gewicht von ungefähr 90 g (Henne) bis 120 g (Hahn).

Der biologische Name lautet: Platycercus eximius. Es existieren aber neben dieser Unterart noch zwei weitere. Nämlich: Platycercus diemenensis und Platycercus elecica, der auch Prachtrosella genannt wird. Doch sowohl in der freien Natur als auch bei heimischen Züchtern findet eine Durchmischung dieser Unterarten statt, so dass kaum noch reine Prachtrosella zu finden sind.
Doch auch der „normale“ Rosella beeindruckt mit seinem prächtigen Federkleid. Der Kopf, der Hals und auch die Brust sind in einem kräftigen Rot gefärbt. Die Wangenflecken leuchten einem weiß entgegen. Der Bauch strahlt in einem Gelb, das zur Unterseite von einem satten Grün abgelöst wird. Rücken und Flügelfedern sind schwarz mit gelben Säumen, so dass ein Schuppenmuster entsteht. Die unteren Flügelfedern und die Deckfedern sind blau. Der platte und breite Schwanz, der dieser Gattung ihren Namen verleiht, ist meist blasser gefärbt.
Die Unterscheidung von weiblichen und männlichen Tieren ist nicht einfach, da auch die Weibchen nur ein um Nuancen blasseres Federkleid besitzen. In manchen Fällen ist der Kopf und auch der Schnabel kleiner als bei seinen männlichen Verwandten. Die Lebenserwartung liegt bei circa zwanzig Jahren, aber auch schon dreißig-jährige Vögel konnte man in der freien Wildbahn beobachten.
Für die Käfighaltung sind diese wunderschönen Tiere nicht geeignet. Diese Sittiche lieben das Fliegen und das sollte man ihnen als Halter auch mindestens in einer Voliere oder in einem Vogelzimmer ermöglichen. Da der Rosella ein Schwarmvogel ist sollte auch die Haltung nur mindestens paarweise erfolgen. Je größer die Anzahl der Schwarmmitglieder, desto schöner für die Vögel. Zwei weibliche Rosellas lassen sich eigentlich problemlos halten, auch eine echte Paarsituation ist gut möglich. Vermeiden sollte man allerdings die Unterbringung von zwei männlichen Vertretern dieser Art, da es hier häufig zu Streitereien kommt.
Eine gemischte Haltung mit anderen Sitticharten ist grundsätzlich schon möglich. Aber man sollte bedenken, dass jede Art für sich genügend Rückzugsmöglichkeiten braucht, um ein reibungsloses Zusammenleben zu gewährleisten. Besonders wenn Rosellasittiche in Brutstimmung sind, neigen sie zu aggressivem Verhalten.

Während einer Brut legt die Henne vier bis neun Eier im Abstand von zwei Tagen. Zu Beginn kümmert sich die Henne alleine um die Bebrütung des Geleges, wird aber von ihrem Hahn versorgt. Nach circa zwanzig Tagen schlüpfen die Küken. Auch die ersten zwei Wochen der Aufzucht werden von der Henne alleine bewältigt. Erst danach greift auch der Hahn in die Aufzucht mit ein. Nach circa fünf Wochen sind die Küken flügge. Der Rosella ist der einzige Plattschweifsittich, der direkt nach seiner ersten Brut ein neues Gelege beginnt.
Die Hauptnahrung der bunten Australier besteht aus Samen, Gräser, Früchten und Beeren. Aber auch Nüsse, Blüten und Nektar stehen auf seinem Speiseplan, den man, wenn man diese Vögel bei sich hält, möglichst gut kopieren sollte. Auch frische Zweige zum Knabbern sind ein absolutes Muss für diese wirklich erstaunlich intelligenten Tiere.
Kaum sind die ersten Sonnenstrahlen hinter dunklen grauen Wolken zu erkennen, geht es im Tierreich hoch her. Frühlingsgefühle wohin man schaut. Auch bei den Wellensittichen ist es nicht anders.
Doch während bei Kaninchen, Hamstern oder anderen Haustieren die Gefühle einfach mit den Tieren durchgehen dürfen, muss der Wellensittichhalter darauf achten, dass nicht unverhofft Nachwuchs bei den Australiern entsteht. Denn in Deutschland darf man Wellensittiche und auch andere Papageienarten nicht so ohne weiteres züchten.

Wer seine Lieblinge brüten lassen möchte, muss die Volljährigkeit erreicht haben und außerdem eine Zuchtgenehmigung besitzen. Die Zuchtgenehmigung ist eine amtliche Urkunde, die man bekommt, wenn man eine Zuchtprüfung erfolgreich abgelegt hat und auch sonstige Anforderungen erfüllt hat.
Dazu zählt, dass man in den meisten Bundesländern ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen muss. Denn wer schon einmal als Tierquäler aufgefallen ist, ist mit einem Sperrvermerk versehen und wird nicht zur Zuchtprüfung zugelassen. Auch bauliche Maßnahmen sind für eine Zuchtgenehmigung zu erfüllen. Dazu gehört das Vorhandensein eines Quarantäneraums. Dieser Raum muss entweder gekachelt oder aus Beton sein, damit man ihn gegebenenfalls leicht desinfizieren kann. Auf diesen Raum wird besonderer Wert gelegt, um damit einen ausreichenden Schutz vor der Weiterverbreitung insbesondere der Papageienkrankheit (Psittakose) zu gewährleisten. Auch die Gesundheit und die Haltungsbedingungen des Schwarms werden bei einer Ortsbegehung durch den Amtstierarzt überprüft.
Sind alle übrigen Maßnahmen erfüllt, gilt es nun, sich auf die Zuchtprüfung gut vorzubereiten. Dazu empfiehlt es sich, sich mit Hilfe eines guten Lehrbuchs fit für die Prüfung zu machen. Ob die Prüfung ein schriftlicher Test ist oder eine mündliche Prüfung, hängt von den örtlichen Bestimmungen ab – beides ist also möglich. Die Prüfung umfasst im allgemeinen Fragen zum Thema artgerechte Haltung und Pflege der Sittiche, Hygieneregeln, Aufzucht von Jungtieren und Fragen zum Thema „Erkrankungen bei Papageienvögeln“. Hierbei wird insbesondere darauf Wert gelegt, die Papageienkrankheit frühzeitig zu erkennen und dies dann gemäß den Bestimmungen handhaben zu können. Genauere Informationen über den Ablauf der Prüfung erfährst du bei dem Kreisveterinäramt deiner Stadt.

Ist die Zuchtprüfung mit Erfolg abgelegt worden und sind auch alle baulichen und sonstige Auflagen zur Zufriedenheit des Amtstierarztes erfüllt, stellt er die Zuchtgenehmigung aus. Sobald man dann ein Zuchtbuch in den Händen hält, in der man alle Bruten gewissenhaft eintragen muss und auch die entsprechenden Fußringe parat hat, kann es mit den Frühlingsgefühlen bei den Wellensittichen richtig losgehen.
Deinen Wellensittichen wünsche ich viel Spaß beim Frühlingserwachen und dir viel Erfolg bei deiner Zuchtprüfung.
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Auch unsere gefiederten Mitbewohner haben einen Ausweis, den sie immer bei sich tragen – ihren Fußring. Jedes Jungtier, das in Deutschland gezüchtet wurde, bekommt einen solchen Ring als Nachweis einer legalen Zucht. Dies soll vor allem verhindern, dass so genannte Wildfänge in den Handel gelangen. Gerade die beliebten Ziervogelarten werden nämlich immer noch in ihrem Heimatland gefangen und dann illegal nach Europa eingeschmuggelt, um hier für teures Geld verkauft zu werden. In Deutschland dürfen nur beringte Vögel weitergegeben oder verkauft werden. Außerdem ist die Beringung auch ein wichtiges Mittel zur Verhinderung der Ausbreitung von bestimmten Erkrankungen, beispielhaft sei hier die Psittakose erwähnt, da man die Herkunft des Vogels und damit auch alle seine Kontaktpersonen zurückverfolgen kann.
Doch nicht jeder kann solche Fußringe für seine Vögel bekommen. Bevor man nämlich seine Lieblinge brüten lassen kann, muß man eine Zuchtgenehmigung erteilt bekommen. Erst mit dieser offiziellen Berechtigung ist es einem möglich, Fußringe zu erstehen. Es gibt dabei mehrere Arten von Fußringen.
- Offene Ringe
Die meisten der Wellensittiche, die mit uns zusammen leben, tragen so genannte offene Ringe. Diese silbernen Ringe tragen eine Buchstaben- und Zahlenkombination. Neben einem Kürzel für das Bundesland (beispielsweise „NW“ für Nordrhein-Westfalen) findet sich auch eine Zahlenkombination. Anhand dieser Nummer kann der Amttierarzt den Züchter ausfindig machen. Für den Vogelhalter selbst gibt es keine Möglichkeit, den Züchter selbst herauszufinden, er bleibt also anonym.
Da diese Ringe mit einer Zange um den Vogelfuß gebogen werden, ist es möglich diesen Ring sowohl Jungtieren als auch Altvögeln umzulegen. Es ist wichtig, dass ein Spalt zwischen beiden Enden des Ringes erhalten bleibt, um mögliche schwerwiegende Verletzungen durch Quetschung des Beines zu verhindern.

- Geschlossene Ringe
Geschlossene Ringe können nur bei wenigen Tagen alten Jungtieren über den Fuß gezogen werden. Bei Altvögeln ist das nicht mehr möglich. Diese Ringe werden von der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ) e. V. herausgegeben. Diese Ringe kann man nur erwerben, wenn man sowohl eine Zuchtgenehmigung besitzt als auch Mitglied dieses Vereins ist.
Diese besondere Kennzeichnung soll dazu dienen, dass man seine eigene Nachzucht auch als solche kenntlich macht ohne die Möglichkeit zu haben, fremde Zuchterfolge als seine auszugeben. Auch diese Ringe haben eine bestimmte buchstaben- und Zahlenabfolge. Dabei findet man sowohl das Geburtsjahr des Tieres, als auch die Zahl, als wievieltes Küken des Züchters der kleine Vogel das Licht der Welt in diesem Zuchtjahr erblickt hat. Vervollständigt wird diese Zahlenfolge noch mit der Mitgliedsnummer des Züchters bei der Vereinigung.
Diese geschlossenen Ringe sind jedes Jahr unterschiedlich gefärbt, wobei sich Farben natürlich auch durchaus wiederholen.

Egal ob bei der offenen Variante oder bei der geschlossenen, es bleibt dem Geschmack des Züchters überlassen, ob er den Ring lieber an den linken oder den rechten Fuß anbringt.
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Winterzeit ist Erkältungszeit – auch für Vögel gilt dies in den meisten Fällen. Doch während bei uns Menschen die Nase läuft und man das Fieber schon aus weiter Entfernung sieht, ist es bei Wellensittichen nicht einfach zu erkennen, wenn sie sich nicht wohl fühlen oder sogar richtig krank sind.
Es ist unerlässlich seine Tiere jeden Tag genau zu beobachten. Wellensittiche sind die geborenen Schauspieler und versuchen jede Schwäche, jede Erkrankung möglichst gut zu verbergen. Diese „Taktik“ ist den Vögel angeboren und gehört zu den Instinkten, die in Australien, ihr Überleben sichert. In der freien Natur werden nämlich die geschwächten Vögel schnell zur leichten Beute für ihre Fressfeinde.

Auch unsere Heimvögel enthalten noch diese Überlebensgene und versuchen deshalb, uns jede körperliche Einschränkung zu „verschweigen“. Daher geschieht es oft, dass man eine Erkrankung erst sehr spät entdeckt und es häufig „höchste Eisenbahn“ für einen Tierarzt-Besuch ist.
Doch woran kann man jetzt einen kränkelnden Wellensittich erkennen?
- Ein leicht zu erkennendes Merkmal kann das Aufplustern des Gefieders sein. Sitzt ein Wellensittich träge, matt und extrem aufgeplustert in seinem Käfig, sollte man mehr als nur mit einem Auge wachsam sein. Besonders, wenn das Tier nicht zwitschert oder auch nicht mehr am Schwarmleben teilnimmt, sollte man keine Zeit mehr verlieren.
- Wer krank ist, ist in der Regel auch sehr müde. Genauso verhält es sich auch bei den kleinen Australiern. Schläft ein Vogel mehr als sonst üblich, ist zu überlegen, ob die Schlafgelegenheit so ruhig ist, wie es ein Sittich braucht oder ob eine beginnende Erkrankung dahinter stecken kann.
- Auch die vermehrte Wasseraufnahme kann ein Warnsignal sein. Ebenfalls ist darauf zu achten, ob ein Tier sein Gewicht halten kann. Frisst der Wellensittich mehr als üblich, verliert aber dennoch an Gewicht, sollte der Weg zum Tierarzt schnellstens gegangen werden.
- Der kranke Mensch bekommt Fieber, Wellensittiche leiden bei Krankheit eher an Untertemperatur. Der gesunde Wellensittich hat eine Körpertemperatur von 41 Grad Celsius. Kranke Tiere können diese Temperatur nicht mehr aufrechterhalten und kühlen langsam aus. Sie fangen an zu zittern, was man leicht am Federkleid erkennen kann. Auch die Temperatur der Füße kann dem Halter Aufschluss über die Körpertemperatur geben.
- Bei einigen Erkrankungen bekomme n die Vögel sehr schlecht Luft. Zu erkennen ist diese erschwerte Atmung leicht an den wippenden Schwanzfedern, die sich bei jedem Atemzug mitbewegen.

Erfüllt dein Vogel einen dieser Punkte oder verhält sich sonst auffällig, solltest du mit deinem Tier schnellstens zu einem vogelkundigen Tierarzt gehen. Je schneller eine Erkrankung entdeckt wird, desto besser sind auch die Chancen auf Heilung.
Ich wünsche allen Vogelhaltern ein wachsames Auge auf ihre Schützlinge und allen kranken Tieren „Gute Besserung“. Für alle Fragen rund um deine Vögel gibt es ein Forum und auch in den Kleinanzeigen gibt es immer tolle Angebote.
Wenn man sich entschlossen hat Wellensittichen ein neues Zuhause geben zu wollen oder wenn man plant, seinen schon bestehenden Schwarm zu vergrößern, steht man vor der schwierigen Entscheidung, den richtigen Käfig zu finden. Das ist nicht immer leicht, denn der Überblick geht einem bei den vielen Angeboten und Käfigvarianten häufig verloren. Doch wenn du auf ein paar wenige Merkmale achtest, wirst du schnell den perfekten Käfig für deine australischen Lieblinge finden.
Ein Käfig kann niemals zu klein sein. Je größer er ist, desto besser für deine Vögel. Auch wenn man glaubt, ein kleiner Käfig reiche völlig aus, da man seinen Vögeln ganztägigen Freiflug ermöglicht, kann es doch immer mal vorkommen, dass man die Tiere gezwungenermaßen unter „Stubenarrest“ stellen muss. Ein Beispiel für diese Maßnahme ist eine Erkrankung oder eine kurzfristige Reise.
Optimal ist es, wenn der Käfig länger ist als hoch. Wellensittiche schauen dem Treiben am liebsten von dem höchsten Platz aus zu und würden somit den größten Raum einer vertikalen Voliere überhaupt nicht nutzen. Auch Flugübungen sind in so einem Käfig unmöglich.
Der Gitterabstand sollte in etwa einen Zentimeter betragen. Ist der Abstand zwischen zwei Gitterstangen größer, können sie zur tödlichen Fallen für den Ausbrecher-Wellensittich werden.
Für nicht behinderte Wellensittiche ist sowohl die vertikale Verstrebung, als auch die horizontale Vergitterung gut geeignet. Erst, wenn der Schwarm auch behinderten Vögeln ein Zuhause gibt, sollte man auf eine querverlaufende Vergitterung achten, damit auch diese besonderen Tiere alle Möglichkeiten haben, sich im Käfig zurecht zu finden.

Dieser Käfig wäre für zwei bis vier Vögel eine gute Wahl. Auch die Türchen sind so angebracht, dass man alle Stellen im Käfig gut erreichen kann.
Ein gänzlich ungeeignetes Modell kannst du auf diesem Foto sehen.

Dieser Käfig ist wesentlich zu klein und auch die mitgelieferte Innenausstattung ist nicht annähernd artengerecht. Auch muss man sehr darauf achten, dass sich die Beschichtungen der Stangen nicht lösen lassen. Wellensittiche lieben es alles anzuknabbern und zu probieren. Leider können verschluckte Beschichtungen den Vergiftungstod der Vögel zur Folge haben.
Auch Rundkäfige gibt es hin und wieder in Fachgeschäften zu sehen. Diese Käfige werden von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) als tierschutzwidrig eingestuft. Denn neben den fehlenden Bewegungsmöglichkeiten bietet ein runder Käfig auch keinerlei Orientierungspunkt für die quirligen Flieger. Auch so genannte Schmuckkäfige, die zum Beispiel ein Einfamilienhaus nachahmen, sollten nur als Dekoration, nicht jedoch als Zuhause für Wellensittiche betrachtet werden.
Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Finden des für dich und für deine Wellensittiche perfekten Käfigs. Viele Käfige findest du auch unter den Kleinanzeigen. Weitere Informationen bekommst du auch im Forum.
Das ein Wellensittich sich wohl fühlt, kann man sehr einfach erkennen: Sein Gefieder ist leicht aufgestellt und eventuell zieht er sogar ein Beinchen an seinen Körper. Doch das auffälligste Wohlfühl-Merkmal ist wohl sein Gesang. Für viele Vogelliebhaber klingt dieser Behaglichkeitsgesang nicht besonders melodisch an, aber er signalisiert dem Wellensittichschwarm „Keine Angst, alles ist in bester Ordnung“.
Doch Wellensittiche stimmen ihr Lied nicht nur an, wenn es ihnen gut geht. Er hat eine weitaus tiefere Bedeutung.

In ihrer ursprünglichen Heimat, dem Inneren Australiens, wird der Gesang häufig auch als Warnsignal von den Mitgliedern des Schwarms genutzt. Wellensittiche sind dort nämlich häufig von Fressfeinden bedroht und brauchen dieses probate Mittel, um sich vor ihnen zu schützen. Sobald ein Mitglied des Schwarms eine Gefahr ausmacht, stößt er einen gellenden Alarmschrei aus. Alle Sittiche, die auf dem Boden nach geeigneter Nahrung gesucht haben, fliegen dann schnellstens auf einen Baum in der Nähe und verharren still in dieser Position. Ihre Angst lässt sich auch sehr gut anhand ihrer Körperhaltung erkennen. Das Gefieder legt eng am Körper an, ihre gesamte Körperhaltung wirkt geduckt und die Augen sind maximal geweitet. Wie ihr Gesang hat auch die Stille eine Aussage: Gefahr in unmittelbarer Nähe! Die Stille hält an, bis sich der erste mutige Wellensittich wieder vollkommen sicher fühlt.
Oftmals ist es dann so, dass einer mit seinem Gesang anstimmt und viele andere Wellensittiche miteinstimmen. So entsteht schnell ein großartiger Chor. Für die meisten, die es einmal live erleben durften, bleibt es ein unvergesslicher Augenblick.

In den Abendstunden kann man häufig auch bei seinem eigenem Wellensittich-Schwarm ein besonderes Phänomen entdecken. Der Gesang dient nämlich auch als Wiegenlied für unsere kleinen Mitbewohner. So wie wir auch bei entspannender Musik einschlafen können, zwitschern sich unsere gefiederten Freunde selbst in den Schlaf.
Eine wahre Arie hört man von seinen Wellensittichen immer dann, wenn die Balz angezeigt ist. Die Liebesdarbietung des Männchens wird nur für die Fütterung der Angebeteten kurzzeitig unterbrochen, ehe eine erneute lautstarke Darbietung des Könnens dargeboten wird.
Der Gesang kann ganz verschiedene Melodien bieten, die immer eine andere Bedeutung zu haben scheinen. Je erfahrener man als Vogelhalter ist, desto feinere Unterschiede kann man in den Gesängen seiner Lieblinge hören.
Schon bald wirst du auch du hören können, ob dein Vogel seinen Wohlfühl-Song angestimmt hat oder sein Wiegenlied. In der Zwischenzeit findest du bestimmt tolle Angebote in den Kleinanzeigen und viele interessante Tipps im Forum.
Wer als Halter von Wellensittichen kennt ihn nicht, den Teppich aus verlorenen Federn, wenn man mal einen Tag lang nicht gesaugt hat? Doch noch schlimmer ist es dann, wenn der Australier mausert und seine alten Federn gegen neue ersetzt. Bei einer Mauser verliert der Wellensittich sowohl sein Groß- wie auch sein Kleingefieder. Normal läuft die Mauser dann ab, wenn der Vogel permanent flugfähig bleibt. Auch sollten sich keine kahlen Stellen finden lassen. Innerhalb weniger Tage wächst an der Stelle der ausgefallenen Feder, eine neue. Die ist jedoch erst noch versteckt in einer meist weißen Hülle. Erst wenn diese Hülle aufplatzt, gibt sie das neue Federkleid frei. Viele Wellensittiche unterstützen das Aufplatzen der Hülle, indem sie viel Zeit in die Körperpflege investieren, sie putzen sich also häufig. Auch das Reiben des Kopfes an Gitterstäben oder an der Sepiaschale ist den Vögeln eine große Hilfe dabei.

In der Zeit der Mauser sind fast alle Vögel weniger aktiv, als ihre Halter es gewöhnt sind. Die Schlafphasen sind deutlich verlängert und auch die Flugbereitschaft nimmt deutlich ab. Das ist aber kein Grund zur Sorge. Die Mauser ist für unsere gefiederten Freunde eine nicht unerhebliche Strapaze, die einfach eine vermehrte Erholung erfordert. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass während einer Mauser einem Vogel zu viele Schwungfedern ausfallen, er vorübergehend also nicht mehr oder nicht mehr gut fliegen kann. Gerade Jungvögel, die noch keine geübten Flieger sind und daher ihre fehlende Flugkraft nicht ausgleichen können, sollten während ihrer bestehenden Flugunfähigkeit „Stubenarrest“ bekommen. Das geschieht nur zu ihrer eigenen Sicherheit, denn Sturzverletzungen oder Kollisionen haben nicht selten schwerwiegende bis tödliche Verletzungen zur Folge. Doch wie kannst du deinem Wellensittich helfen, wenn er mitten in der Mauser steckt? Du solltest ihm in dieser Zeit möglichst viel Ruhe gönnen, denn der Federwechsel ist sehr anstrengend. Desweiteren spielt eine ausgewogene, nähr- und vitaminreiche Ernährung eine wichtige Rolle. Als wirklicher Gewinn für den Vogel hat sich die Salatgurke herausgestellt. Das in der Gurke enthaltene Kalium und weitere Mineralsalze unterstützen die Federbildung sehr. Auch Getreide, in denen viel Kieselsäure enthalten ist, zum Beispiel Weizen oder Hafer, zeigt eine positive Wirkung auf die geplagten Wellensittiche. Auch Vitaminzusätze, die ins Wasser gegeben werden, können dazu beitragen, dass der kleine Australier sich wohler fühlt.

Der letzte Abend des Jahres! Es wird getanzt, gefeiert und natürlich wird auch lecker gegessen. Sylvester ist das Fest der Raclettes und Fondues. Doch diese schöne Tradition hat auch ihre unsichtbaren Tücken für unsere gefiederten Freunde. Noch viel zu häufig hört man von Wellensittichen, die während des Festschmauses tot von der Stange fallen. Schuld daran sind die für Vögel sehr gefährlichen Dämpfe der Antihaftbeschichtungen sowie die Dämpfe des verbrennenden Fettes.

Die Antihaftbeschichtung besteht aus einem Kunststoff der mit dem Kürzel PTFE abgekürzt wird. PTFE steht für das Wort: Polytetrafluorethylen. Unter großer Wärmeeinwirkung, wie beispielsweise beim Braten, zersetzt sich das PTFE in seine Bestandteile. Diese zersetzten Elemente finden sich dann in kleiner Konzentration auch in den Dämpfen. Für Menschen sind diese Konzentrationen unbedenklich, aber für die kleinen Australier sind sie unter Umständen lebensbedrohlich oder im schlimmsten Fall tödlich.
Wellensittiche atmen circa sieben Mal häufiger als der Mensch und verfügen außerdem über eine große Fläche von Schleimhäuten, die die giftigen Dämpfe schnell in den Körper leiten. Erste Anzeichen einer Vergiftung durch die Dämpfe der Antihaftbeschichtung sind taumelnde Bewegung und Muskelkrämpfe. Eine Therapie ist kaum möglich; einzig frische Luft scheint dem Wellensittich eine minimale Überlebenschance einzuräumen.
Weil eine Vergiftung des gefiederten Mitbewohners fast immer den Tod des Tieres nach sich zieht, wird der Vorbeugung der größte Stellenwert zugeschrieben. Deine Tiere solltest du bei einem Raclette-Sylvesteressen auf jeden Fall in einem anderen Raum unterbringen und die Tür fest schließen. Sobald das Essen vorbei ist, ist es wichtig, den Raum gründlich und lange zu lüften. Bei diesen Maßnahmen werden deine Vögel den Jahreswechsel gut und gesund überstehen. Die Antihaftbeschichtungen finden sich übrigens nicht nur in Raclette-Pfännchen, sondern auch in Bratpfannen, Waffeleisen und anderen Backhelfern. Ich wünsche dir und deinen Vögeln ein frohes und gesundes Jahr 2008. Auch im neuen Jahr lohnt sich der Blick in die
