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Der Deutsche Tierschutzbund ruft jedes Jahr zum Welttierschutztag ein Leitmotto aus. Im Superwahljahr 2009 lautet es dieses mal: „Stimme für die Tiere". „Wir mischen uns ein, parteipolitisch neutral, aber tierschutzpolitisch konsequent", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, das Leitmotto des Welttierschutztages, der am 4. Oktober, damit also mitten in beginnenden Koalitionsverhandlungen, stattfindet. Mit den Welttierschutzwochen im Vorfeld des 4. Oktober erheben die über 700 Mitgliedsvereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen ebenso mitten in der heißen Phase des Wahlkampfes die Stimme für die Tiere.
 
Der Verband betont, dass von der Bundestagswahl 2009 neue Impulse für eine tierversuchfreie Forschung, einen besseren Heimtierschutz und die Stärkung des ehrenamtlichen Tierschutzes ausgehen müssen. Eine der zentralen Forderungen der Tierschützer ist darüber hinaus das Verbandsklagerecht für den seriösen Tierschutz. „Wir machen keine Parteipolitik, aber wir wollen eine konsequente Tierschutzpolitik. Die Welttierschutzwochen mit dem Welttierschutztag als Höhepunkt werden wir dieses Jahr nutzen, um auch die Tierschutzthemen in das Zentrum der politischen Diskussionen zu rücken. Uns ist wichtig, dass die Wähler bei ihrer Entscheidung auch den Tierschutz berücksichtigen", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
 
Die zu schließende Lücke zwischen Gesetzgebung, Kontroll- und Zugriffsrechten auf der einen Seite und Vollzug auf der anderen Seite ist immer noch groß. Das Staatsziel Tierschutz lässt sich nur schwer in der Praxis durchsetzen. Insbesondere das Tierschutzgesetz, das den Missbrauch von Tieren teilweise nur regelt, statt ihn zu verhindern, wurde noch nicht an den Verfassungsauftrag zum Tierschutz angepasst. Dies belegt auch die Dokumentation als Schwarzbuch "Tierschutz: Anspruch und Wirklichkeit" des Deutschen Tierschutzbundes, in der Momentaufnahmen aus dem bundesdeutschen „Tierschutz-Alltag" zusammengestellt sind.
 
Der 4. Oktober -  Todestag des Heiligen Franz von Assisi - wird international von Tierschützern als „Welttierschutztag" zur aktiven Verbreitung von Tierschutzanliegen genutzt. In den Wochen vor dem 4. Oktober machen die über 700 Tierschutzvereine, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, mit Infoständen und anderen Aktionen auf die zentralen Anliegen aufmerksam. Traditionell ruft der Deutsche Tierschutzbund jährlich ein Leitmotto aus.

(Quelle: Pressemeldung Deutscher Tierschutzbund e.V.)



08:29-15 September 2009 - Dein Tierwelt-Team in Tierschutz


Preis ist mit 5.000 Euro dotiert – Gefördert werden Initiativen im In- und Ausland
 

Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. verleiht zum zweiten Mal die „GOLDENE PFOTE“ für herausragende Projekte im Bereich Tierschutz. Um den mit 5000 Euro dotierten Preis können sich sowohl Privatpersonen als auch Tierschutzvereine, Tierheime, Zoos, Tierärzte und -heilpraktiker sowie andere Tierschützer bewerben. In den Kategorien „Auslandstierschutz“ und „Tierschutz in Deutschland“ werden Initiativen bewertet, die Tieren in Not helfen, Tierleid vermeiden oder präventiv zu einer verbesserten Lebenssituation von Tieren beitragen. Bedingung für die Preisvergabe ist die unmittelbare Verwendung der Prämie für das eingereichte Projekt.

Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale in Hattersheim: „Wir stellen immer wieder fest, dass ambitionierte Tierschutzprojekte an der nötigen finanziellen Unterstützung scheitern. Mit der ‚GOLDENEN PFOTE‘ wollen wir nicht nur das Engagement belohnen, sondern auch einen Teil zur wirtschaftlichen Realisierung beitragen.“

Die Teilnahmeunterlagen können ab sofort unter der E-Mail-Adresse award@tasso.net oder über die Homepage www.tasso.net angefordert werden. Dort finden sich auch Informationen über Projekte und Preisträger aus dem vergangenen Jahr. Einsendeschluss für die Projektvorschläge ist der 31. Oktober 2009. Die Verleihung der „GOLDENEN PFOTE“ findet im Rahmen einer Feierstunde Ende des Jahres statt.
 



14:37-10 August 2009 - Dein Tierwelt-Team in Tierschutz


Am bedeutendsten Eiablagestrand der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) in der Türkei fehlen dringend benötigte Schutzmaßnahmen. Kurz vor Beginn der Schlupfzeit von zehntausenden kleinen Schildkrötenbabies verhindern die Provinzbehörden den Einsatz freiwilliger Helfer und die Umsetzung eines effektiven Schutzkonzeptes. Doch ohne Schutz werden nur wenige Schildkrötenbabies überleben.

Für den Schutz des etwa 12 Kilometer langen Strandes ist in diesem Jahr nur ein Angestellter der örtlichen Parkverwaltung eingeteilt, um täglich am Strand zu patrouillieren, neue Eigelege zu kartieren und mit einem Schutzkäfig zu versehen. Im vergangenen Jahr konnten die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V. zusammen mit dem türkischen Naturschutz- und Tourismusverein Anamur (AÇED) und der Hilfe von mehr als 40 freiwilligen Helfern aus dem In- und Ausland den Schutz von über 800 Nester und der geschlüpften Jungtiere gewährleisten. Doch in diesem Jahr wurde die Genehmigung für die Umsetzung eines Schutzkonzeptes am Strand von Anamur an unerfüllbare Bedingungen geknüpft und diese dadurch den Naturschutzorganisationen de facto verweigert.

Nach Angaben der Artenschützer sind die bisherigen Aktivitäten der Provinzbehörde und der staatlichen Umweltbehörde völlig unzureichend und der Strand ist in einem katastrophalen Zustand. Schwemmgut und Wellengang haben Schilf, PET-Flaschen und weiteren Unrat zu unüberwindbaren Hindernissen für die Schildkrötenbabies aufgetürmt. „Dies ist ein Desaster für die frisch geschlüpften Meeresschildkröten“ bedauert Birgit Braun von der AGA. „Ohne Hilfe werden hier tausende junge Meeresschildkröten in den Müllbergen am Strand verenden.“

Aus diesem Grund haben freiwillige Helfer von AÇED, AGA, der Parkverwaltung und der Gemeinde auf eigene Faust bereits zwei Strandreinigungsaktionen durchgeführt. „Ohne die offiziellen Genehmigungen sind unsere Möglichkeiten leider sehr beschränkt, aber wir können doch nicht tatenlos zusehen, wie sich hier eine Schildkrötentragödie anbahnt“ erklärt Walter Helbling von AÇED. An großen Bereichen türmen sich aber immer noch oder auch bereits wieder die Müllberge auf.

Besonders empört sind die Artenschützer angesichts der neuesten Entwicklungen, denn nun wurden Genehmigungen an Privatleute ausgegeben, Sonnenliegen und -schirme am Strand fest aufzustellen. Bereits bei der Eiablage hat dies viele Meeresschildkröten daran gehindert, ein Nest zu graben. Das Aufstellen weiterer Schirme gefährdet nun die ungeschützten Nester. Außerdem nimmt die künstliche Beleuchtung am Strand weiter zu und wird die jungen Schildkröten, die sich am Licht orientieren, in die falsche Richtung, weitab vom Meer, lenken.

Als wäre das alles noch nicht genug, hat nun ein neu ins Spiel gekommener Verein nicht nur eine Genehmigung für den Einsatz zum Schutz des Niststrande, sondern dazu auch Fördergelder erhalten. Bisher wurden aber noch keine effektiven Schutzmaßnahmen umgesetzt. „Interessant ist aber, dass der Landrat von Anamur und der Landwirtschaftsdirektor mit dem Verein verknüpft sind“, kommentiert Helbling das Schmierentheater der Behörden. „Eigentlich sollten wir uns aus Protest zurückziehen, aber wir haben ja auch eine Verantwortung für die vielen kleinen Schildkrötenbabies.“ Aus diesem Grund werden sich die AGA und AÇED auch weiterhin nach ihren begrenzten Möglichkeiten zum Schutz der Meeresschildkröten in Anamur einsetzen.


(Quelle: prcenter.de



07:53-10 August 2009 - Dein Tierwelt-Team in Tierschutz


Auch die Haustiere bleiben von der Wirtschaftskrise nicht verschont. Weil sich viele Tierhalter ihre Vier- oder Zweibeiner nicht mehr leisten können, landen zahllose Hunde, Katzen und Vögel in Tierheimen. Deren Betreiber haben nicht nur mit Überfüllung zu kämpfen, sondern auch mit stark nachlassender Spendenbereitschaft. Der Webhosting Provider Suleitec will deshalb mit einer besonderen Aktion ein Zeichen setzen und bietet Tierschutzvereinen die kostenlose Einrichtung und Betreuung Ihrer Webseiten an.

„Ich habe in den letzten Wochen zahlreiche Tierheime besucht und erschütternde Bilder von abgeschobenen und ausgesetzten Tieren mitgenommen“, sagt Suleitec-Inhaberin Ulrike Wintergalen, „deshalb habe ich mich entschlossen, mein Hobby Tierschutz mit meinem Beruf zu verbinden.“ Und das funktioniert so: Bis zum 31. August 2009 bietet das in Ostholstein beheimatete Unternehmen eingetragenen Tierschutzvereinen dauerhaft ein kostenloses Webhosting – inklusive Speicherplatz und eigener Domain – an.

Interessierte Vereine haben die Wahl zwischen dem „Master A“-Paket mit Domain, E-Mail-Adressen, 1 GB Speicherplatz, MySQL-Datenbank und einem kompletten Web-Service-Paket im Wert von 530 Euro. In diesem Fall wäre Suleitec bei der Installation, Anpassung der Webseite und der Pflege der Seite dauerhaft behilflich. Als kleine Gegenleistung erwartet Suleitec lediglich einen Verweis auf das Unternehmen. Weitere Informationen auf Nachfrage.

Zum Unternehmen: Suleitec ist seit neun Jahren als Webhoster tätig und hat noch nie ein Sponsorenpaket gekündigt. Kontakt: Internet: www.suleitec.de

(Quelle: prcenter.de)



08:18- 7 August 2009 - Dein Tierwelt-Team in Tierschutz


Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert die aktuellen Äußerungen von Helmut Born, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), wonach europaweit eineinhalb Millionen Milchkühe geschlachtet werden sollten. Dies solle zum Ziel haben, kurzfristig eine Verknappung des Milchangebotes herbeizuführen, um eine Trendwende beim Milchpreis zu erzielen. „Der Bauernverband fordert eine „Abwrackprämie" für Milchkühe, das ist aberwitzig. Auf dem Rücken der Tiere soll nun eine seit Jahrzehnten anhaltende verfehlte Zucht-, Haltungs- und Milchpolitik gelöst werden. Diese Marktregulation ist inakzeptabel", so der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel.
 
Der Deutsche Tierschutzbund hat schon früh darauf hingewiesen, dass die Milchmarktentwicklung auch ein Tierschutzproblem ist. Die Milchpreise sind viel zu niedrig, die Bauern haben existentielle Ängste.  „Die Überproduktion durch „Turbokühe" mit immer mehr Leistung ist ein Grund für diese Fehlentwicklungen. Die Landwirtschaft muss die Zeichen der Zeit erkennen, von der zum Teil für die Tiere qualvollen intensiven Landwirtschaft Abschied nehmen und mehr auf den Einsatz von Robustrassen oder Zweitnutzungsrassen setzen", so Apel. Zwar geben diese Rassen nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes weniger Milch, aber dafür leben sie länger und sind gesünder. Eine Umstellung der Produktion in diese Richtung würde die Überproduktion stoppen und neben dem Tierschutz auch dem Klima und der Landschaft zu Gute kommen, so der Verband in Bonn.
 
Die Schlachtung von Milchkühen, wie es der DBV fordert, könnte außerdem zu einem Überangebot an Rindfleisch führen, was einen Preisverfall auf diesem Sektor nach sich ziehen würde. Die Logik des Bauernverbandes weiter gedacht würde bedeuten, dass demnächst auch die Rinder für die Fleischproduktion entsorgt werden müssten. Nicht nur der Deutsche Tierschutzbund, sondern auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter und EU-Kommissarin Fischer Boel haben sich gegen eine derartige Schlachtaktion ausgesprochen.
 
Bei der Produktion von Milch werden bisher Hochleistungskühe  intensiv gehalten. Die hohe Milchleistung der Kühe von bis zu 50 Litern Milch täglich bleibt nicht ohne Konsequenzen für die Tiere, so die Tierschützer. Euterentzündungen, Entgleisungen des Stoffwechsels und Störungen der Fruchtbarkeit sind Gründe, weshalb die Kühe bereits mit einem durchschnittlichen Alter von 4,7 Jahren geschlachtet werden. Auch die Haltung der Milchkühe ist darauf ausgerichtet, möglichst viel Milch zu gewinnen. Immer seltener werden die Kühe auf der Weide gehalten. Stattdessen bleiben sie das ganze Jahr über im Stall, damit sie größere Mengen an Silage und Kraftfutter fressen und die für die Milchbildung erforderliche Energie aufnehmen.

(Quelle: Pressemitteilung Deutscher Tierschutzbund e.V.)

07:40- 7 August 2009 - Dein Tierwelt-Team in Tierschutz