Wie man Gärten naturnah gestaltet, so dass sich Wildtiere und Insekten wohl fühlen, das haben wir Euch an anderer Stelle in diesem Blog schon mal geschildert. Diesmal möchten wir ganz besonders auf die Eidechsen eingehen. Diese nützlichen Tiere aus der Unterordnung der Echsen finden sich in sehr vielen Gärten. Die Tiere, die bei Gefahr (zum Beispiel, wenn sie festgehalten werden!) ihren Schwanz abwerfen können, erreichen eine Länge von bis zu 25 Zentimetern. Es gibt mehrere Arten der so genannten Echten Eidechsen, zum Beispiel die Zauneidechse, die bei uns relativ häufig vorkommt. Es gibt auch noch die Waldeidechse und die Mauereidechse.
Der Name Mauereidechse sagt eigentlich schon alles: Die Tiere - Weibchen haben übrigens meist einen längeren Rumpf als Männchen - fühlen sich besonders auf Mauern und in Mauerritzen besonders wohl, jedoch auch auf Steinen und sandigem Untergrund. Hier zeigen wir Euch ein Beispiel für ein Umfeld, das Eidechsen mit Sicherheit liebend gerne annehmen:
In den Wurzeln können sich die Echsen wunderbar verkriechen, der warme Sand lädt zu einem Sonnenbad ein.
Die Mauereidechse, die sich zum Schutz vor Kälte, aber auch vor hohen Temperaturen in Mauerritzen verkriecht und dort ihr Schläfchen hält, könnte sich in solch einem Steinbrunnen tierisch wohl fühlen:

Efeu und Laub laden außerdem zum Verkriechen ein. Besonders tierfreundliche Gartenbesitzer können übrigens sogar einen Eidechsenhügel anlegen! Die nützlichen Tiere - Mauereidechsen kommen vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vor - werden diesen mit Sicherheit sehr gerne annehmen.
So sieht ein Eidechsen-Hügel aus:
Auf den flachen Steinen können sich die Echsen schön sonnen, warme Plätzchen lieben die Tiere sehr. Auch den Sandboden schätzen Eidechsen.
Und so sieht eine Eidechse in ihrer natürlichen Umgebung aus, ganz geborgen zwischen den Steinen :
Mit dem Boom von exotischen Tieren - DEINE TIERWELT hatte hier bei den Blogs berichtet - steigt auch die Zahl der Schlangenliebhaber. Leider passen diese nicht immer so gut auf ihre exotischen Haustiere auf, wie ein Fall aus Goslar in Niedersachsen beweist.
Mit der stärksten Waffe, die sie haben, der Kommunikation, kamen Beamte der Polizei Goslar nämlich Anfang August bei einem Einsatz der besonderen Art nicht zum Ziel. Nach dem Auffinden einer schwarz-weiß-geringelten Kettennatter sorgte ein Fachmann der Schlangenfarm in Schalden dann aber letztendlich doch für einen sicheren Abtransport des Tieres.

Aber von vorne: Eine Anwohnerin hatte die Polizei informiert. In einem Hauseingang war sie auf ein seltenes und für eine Goslarer Wohngegend untypisches Tier gestoßen. Den Beamten erklärte sie, dass die von ihr gesichtete Schlange sich in ein Fallrohr an der Hauswand verkrochen hatte. Weder die freundliche Ansprache der Beamten noch die Neugier trieb das Tier wieder hervor. Da nicht bekannt war, ob die Schlange giftig oder gefährlich ist, holten die Beamten den Betreiber der Schlangenfarm aus Schladen zu Hilfe. Dieser erkannte sofort eine Kettennatter. Sie ist nicht giftig, stammt ursprünglich aus Amerika und darf nach Auskunft des Fachmannes ohne Genehmigung gehalten werden. Mit einem gekonnten Griff nahm er die Schlange auf und transportierte sie ab.
Dass eine Schlange mitten in Deutschland für Wirbel sorgt geschieht übrigens öfter als ihr euch denken könnt.
In ihrem Garten in Veitsaurach bei Windsbach hatte eine 40-Jährige kürzlich zum Beispiel eine rund 1,5 Meter lange Schlange festgestellt. Diese verhielt sich bei Annäherung äußerst aggressiv. Da die Giftigkeit des Reptils nicht sicher einzuschätzen war, wurde sie von den Beamten mit verschiedenen Gartengerätschaften, wie Schaufel und Besen, so lange in Schach gehalten, bis der Inhaber einer Ansbacher Zoohandlung eintraf und das Tier einfing. Dabei musste er einen schmerzhaften Biss einstecken.
Glücklicherweise erwies sich die ausgewachsene Schlange beim näheren Hinsehen als ungiftig. Es handelte sich um eine Königsnatter. Ende gut alles gut? Stimmt nicht ganz. Es gibt nämlich noch einen Bericht der Marburger Polizei von Ende Mai, der sich ebenfalls gewaschen hat und eine Schlange als "Hauptperson" beinhaltet.
Eine ausgebüchste Tigerpython beschäftigte nämlich Polizei und Feuerwehr in Marburg für einige Stunden. 
Experten gelang es später, die Schlange mit einer Kamera zu sichten und einzufangen. Ein besorgter Anwohner hatte die Polizei über eine kriechende Schlange auf einem Gehweg in der Straße informiert. Bei Eintreffen der Beamten hatte sich das Reptil in einem Regenablauf verkrochen. Durch ein Schlupfloch gelangte das Tier weiter in den Kanal und war nicht mehr zu sehen. Mit der Kamera eines Dienstleistungsunternehmens aus Marburg gelang es dann kurz vor Mitternacht endlich, das Reptil erneut zu sichten. Reptilexperten der freiwilligen Feuerwehr lockten das Tier ins Freie und fingen es letztendlich ein.
Durch Ermittlungen vor Ort wurde bekannt, dass das Tier einem 19-jährigen Anwohner gehören soll. Da der junge Mann nicht angetroffen werden konnte und es Hinweise auf weitere Schlangen gab, öffneten die Beamten die Wohnung. Hier fanden die eingesetzten Kräfte zwei weitere - ebenfalls nicht giftige - Python Würgeschlangen vor. Auch diese Schlangen fingen die Experten ein. Wie letztendlich einer Schlange die Flucht aus der Wohnung gelang, konnte abschließend noch nicht geklärt werden. Vermutlich gelangte sie durch ein gekipptes Fenster ins Freie.
Egal ob ihr stolzer Besitzer von Schildkröten, Schlangen, Echsen oder von Krokodilen seid. Es ist auf jeden Fall Vorsicht geboten aktuell. Denn die genannten Exoten aus dem Haustierbereich sind häufig mit Salmonellen infiziert. Diese Erkenntnis kommt nicht von irgendwo, sie stammt aus dem neuesten Zoonosen-Bericht 2008 des Bundesinstituts für Risikobewertung aus Berlin. Glaubt man dieser Studie, so wurden die Krankheitserreger bei über 25 % der untersuchten Tiere festgestellt.

Stark vergrößert: so sehen Salmonellen aus!
Die meisten Reptilien zeigen bei einer Salmonelleninfektion keine Krankheitssymptome, so die Experten. Somit erschwert dies die Erkrankung zusätzlich, weil der Tierbesitzer oft gar nichts davon mitbekommt.
Die Tiere hingegen scheiden die Bakterien unbemerkt aus und sind so eine Infektionsquelle für andere Tiere und nicht zuletzt auch für den Mensch, wie Tierärzte warnen.
Die Erregerübertragung erfolgt über den Kot oder kotverschmutzte Gerätschaften. Beim Mensch können die Salmonellen eine schwere Magen-Darmerkrankung verursachen, die durch wässrigen bis blutigen Durchfall, Erbrechen und Fieber gekennzeichnet ist. Aber auch lebensgefährliche Krankheitsverläufe kommen vor. Dabei gelangen die Erreger oder von diesen produzierte Gifte ins Blut und schädigen den gesamten Organismus.

Schildkröten oder Echsen eignen sich deshalb nicht für eine Haltung in Familien mit Kindern unter 5 Jahren oder Kindergärten. "Auch Reptilien in Streichelzoos können mit Salmonellen behaftet sein", heißt es von Seiten der Experten. Bei Symptomen einer Magen-Darm-Erkrankung nach Kontakt mit Reptilien sollte der Arzt über den Tierkontakt informiert werden.
Hier deshalb einigeTipps, wie ihr euch vor Salmonellen-Infektionen schützen könnt bzw. diese zumindest reduzieren könnt:
1) Käfige oder Gegenstände aus Terrarien nicht im Küchenspülbecken,
sondern in einem speziellen, nicht für Lebensmittel genutzten, Becken
reinigen und anschließend desinfizieren
2) Während des Umgangs mit Reptilien nicht essen, trinken oder rauchen,
da es dabei zu einer Keimübertragung kommen kann.
3) Nach Reptilienkontakt oder Reinigungsarbeiten im Terrarium Hände
gründlich mit Seife waschen und gegebenenfalls desinfizieren.
4) Freilauf für Reptilien in der Wohnung auf einen Bereich
begrenzen, der nach dem Freigang gut gereinigt und desinfiziert werden kann
In Baden Württemberg ist das Reptilien-Fieber ausgebrochen. Denn zur Zeit findet in Offenburg in der Eishalle die größte Reptilienausstellung der Welt statt. „Vivarium“ nennt sich die Veranstaltung, die in diesem Jahr erstmals in Offenburg zu sehen ist und noch bis zum 25. Mai dauert.
Ein Besuch lohnt sich, denn nicht jeden Tag sehen selbst alte Hasen aus dem Reptiliengeschäft so viele Echsen, Spinnen und Schlangen auf einmal, man beachte allein die Größe der Ausstellungshalle, die bei 2400 Quadratmetern liegt.

Der Veranstalter spricht von mehr als 400 Reptilien aus Nah und Fern. Auf einer Pressekonferenz sagte Veranstalter Michel Guillod, dass selbst für ihn ein solches Event ein Novum sei. Und das will schon etwas heißen. Schließlich ist Guillod schon seit fast 30 Jahren selbst stolzer Besitzer von Reptilien und organisiert Veranstaltungen rund um diese Tiere schon seit langem.
In Offenburgs Eishalle stehen also aktuell 200 Terrarien und große Gehege, darin befinden sich unter anderem 30 unterschiedliche Arten von Giftschlangen (man beachte die Boas, die mehrere Meter lang sind) und Krokodile zeigen sich den Besuchern ebenso wie die haarigen Vogelspinnen und extrem giftigen Skorpione.
Dazu versichert der Organisator, dass nicht nur jedes Tier für die Besucher gut zu sehen ist, sondern auch, dass es den Tieren gut geht.

Dafür soll die artgerechte Haltung sorgen, auf die man besonderes Augenmerk legt. Besonderes Highlight ist „Tom und Jerry“. Das sind nicht zwei Tiere, sondern ein Tier – eine lebendige Schlange mit zwei Köpfen. Auch eine Attraktion ist mit Sicherheit die Babystation, also die Aufzuchtstation für junge Reptilien. Dort werden sie nach ihrer Geburt betreut.
Wer jetzt Lust bekommen hat nach Offenberg zu düsen, sich mit anderen Reptilienbesitzern auszutauschen oder einfach die Vielfältigkeit von „Vivarium“ zu genießen, der kann das noch bis zum 25. Mai tun. Die Messe ist jeweils täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Nähere Informationen unter www.vivarium-offenburg.de
Genau wie wir werden auch Schildkröten einmal krank. Zwar sind die Tiere dafür bekannt, dass sie generell sehr robust und alles andere als empfindlich sind - auch an ihrem hohen Alter, das sie erreichen, zu erkennen - jedoch schützt auch das nicht vor der gelegentlichen Erkrankung.
Hier das Alphabeth der Krankheiten und Krankheitsursachen bei der Schildkröte:
A wie Atemnot: leidet die Schildkröte an einer Virusinfektion oder einer Entzündung am Maul, so öffnen sie das Maul ständig. Tipp: Abstand halten von Artgenossen und ab zum Tierarzt
B wie Blutung: Schildkröten können bei Unfällen oder Raufereien böse Wunden oder Blutungen erleiden. Mit einer sanften Wundsalbe könnt ihr kleine Wunden selbst behandeln, ansonsten ab zum Tierarzt
C wie Chemikalien: es soll schon vorgekommen sein, dass Tierbesitzer beim Säubern ihres Terrariums Flaschen mit Chemikalien und Co. im Inneren vergessen haben. Achtung: lieber zweimal hinsehen, wo alles entfernt wurde. Nicht dass eure Schildkröte eine Vergiftung bekommt

D wie Darm: es kommt zwar nicht oft vor, doch bei Schildkröten kann der Darm aus der Kloake hervortreten. Dann hilft nur noch eine Operation, bitte keine Eigeninitiative!
E wie Erweichung des Panzers: zu diesem Problem kommt es, wenn die Schildkröte einen Mangel an Kalk hat, auch eine fehlende Bestrahlung mit UV-Licht ist oft die Ursache. Dann muss das Tier mit einer speziellen HQI-Lampe, die auch für Aquarien verwendet wird, bestrahlt werden.
F wie Futterverweigern: Futtern ist normalerweise das Hobby der Schildkröte, verweigert sie ihr Futter sollte man das also nicht auf die leichte Schulter nehmen. Auch hier am besten nichts wie ab zum Tierarzt, da sich so gut wie jede Erkrankung dahinter verstecken kann. Auch eine zu kühle Haltung kann Ursache sein, dass die Schildkröte nicht mehr frisst
G wie Gedärme: siehe D wie Darm
H wie Hygienemangel: wer seine Schildkröte nicht sauber hält, der kann Krankheiten durch die Unreinheiten bewirken. Vor allem wenn das Tier eine Wunde hat, so ist diese stets zu säubern.
K wie Krallenprobleme: Krallen von Schildkröten müssen regelmäßig geschnitten werden, damit die Tiere wieder richtig laufen können. Profis können dies selbst erledigen, im Zweifelsfall sollte das aber ein Tierarzt erledigen, damit ihr kein Tier verletzt. Alternative: die Schildkröten wetzen sich die Krallen selbst ab durch eine kleine Steinlandschaft.
L wie Lethargie: Lethargie bedeutet Nahrungsverweigerung. Ursache kann eigentlich jede Erkrankung sein, lieber zum Tierarzt fahren und die Schildkröte untersuchen lassen

M wie Milben: diese kleinen Tierchen hat die Schildkröte dann, wenn ihr es mit der Hygiene nicht so genau nehmt, auch Vitaminmangel kann ein Grund sein
N wie Niesen: Auch Schildkröten niesen. Ursache sind eine zu kühle Haltung, übermäßige Feuchtigkeit oder Zugluft
O wie Oxyuren: das sind kleine Madenwürmer, die durch die Aufnahme von Nahrung Zugang zur Schildkröte haben. Hier hilft nur eine Entwurmung.
P wie Panzerbruch: der Panzer der Schildkröte ist wirklich hart, aber nicht unzerbrechlich. Unfälle oder ein unliebsames Zusammentreffen mit einem Hund können zum Panzerbruch führen. Sofort ab zum Tierarzt, sonst könnten innere Organe Schaden nehmen
R wie Rachitis: Mangelt es eurer Schildkröte an Vitamin D3, so leidet sie an Knochenerweichung oder auch bezeichnet als Rachitis. Mehr Vitamin D3 anbieten sowie mehr kalkhaltige Nahrung. Auch die Beleuchtung sollte verbessert werden
S wie stinkender Stuhlgang: die zwei S, die mit einer Darminfektion zu tun haben könnten. Aber auch eine zu kühle Haltung ist oft Ursache für unnormalen Stuhlgang
V wie Verstopfung: Grund für eine Verstopfung sind nicht selten Wurmbefall oder kleine, schwer verdauliche Stückchen im Futter. Stuhlprobe nehmen und ab zum Tierarzt

W wie Wunden: durch Unfälle oder Bisse kann es zu teils erheblichen Wunden kommen. Kleine Wunden könnt ihr selbst versorgen, um tiefere Verletzungen kümmert sich besser der Tierarzt
Z wie Zugluft: Zugluft ist gefährlich für Schildkröten. Lungenentzündung kann die Folge sein. Hier muss nicht nur eine geeignete Medizin her, sondern auch ein luftgeschützes Gehege.
In immer mehr Haushalten Deutschlands dürfen sie einziehen: die Echsen. Laut einer Internet-Umfrage unter Haustierbesitzern stehen Reptilien und eben besonders Echsen hoch im Kurs bei den Haustierfreunden. Eine der beliebtesten Echsen ist zum Beispiel die Molukkensegelechse, auch genannt Webers Segelechse. Sie gehört zur Familie der Agamen. Bis zu einen Meter dreißig lang kann diese Echse werden, ihr braucht also ein großes Terrarium, wenn ihr euch diese Art von Zeigenossen zulegen wollt. Zu sehen auf dem Bild: der auffällige Kamm aus tausenden von Stacheln in Höhe von etwa 1 bis 2 Zentimeter. Wobei der Kamm beim Männchen, das übrigens auch etwas dunkler gefärbt ist, deutlicher und besser ausgeprägt ist. Nicht vergessen werden darf das Hautsegel am Schwanz, das dem Tier schließlich auch seinen Namen gibt und erst ab dem zweiten Lebensjahr komplett ausgebildet ist.

Wer sich eine Segelechse zulegt sollte sie möglichst in Gesellschaft halten. Denn auch in natürlicher Umgebung sind es die Tierchen gewohnt zusammen zu leben. Meistens bilden sich Gruppen von einem Männchen und diversen Weibchen in der Natur.
Aber zurück zur Wohnungshaltung: wie gesagt muss euer Terrarium groß genug sein, außerdem solltet ihr mit speziellen Scheinwerfern starkes und warmes Licht erzeugen. Die Molukkensegelechse ist schließlich Wärme gewöhnt, sie stammt - wie der Name schon sagt - von den Molukken.

Das ist eine indonesische Inselgruppe. Auch fließend Wasser sollte vorhanden sein, denn auch in der Natur leben die Echsen direkt am kühlen Nass. Und kleine Hobby-Botaniker sind die Tiere auch, also bitte die Terrarium-Gewächse nicht vergessen und am besten so platzieren, dass die Tiere sich in der Nähe des Wassers im Grünen verkriechen können. Für den Frühsport oder einfach zum Ausruhen dient dann ein stabiler aber bequemer Ast.

Fehlen darf natürlich auch das Futter nicht: hier raten Experten vor allem zur Fütterung von Insekten, Fischen, Blättern aber auch Früchte dürfen gerne auf der Speisekarte stehen.
Wer den Echsen-Boom mitmachen möchte, der sollte sich vorher allerdings bestens informieren beim Zoofachhändler oder Tierarzt des Vertrauens bzw. über die entsprechende Fachliteratur. Schließlich sind Echsen zwar sympatische, aber auch anspruchsvolle Tiere. Aber: wer einmal eine Echse hat, der will sie nie wieder hergeben.
Wer Schlangen, Echsen und Co. daheim hat und gerne einmal aus Leicht oder Versehen vergisst, das Terrarium nach dem Füttern oder Saubermachen wieder zuzusperren, der kann sich über die neueste Errungenschaft in den Zoofachgeschäften freuen: das Magnetschloss fürs Terrarium.
Dank der ebenso praktischen wie einfach Technik könnt ihr in Zukunft auf den Schlüssel verzichten, also ist kein lästiges Suchen mehr nötig und entwischen kann euer Liebling nun auch nicht mehr so einfach.

Aber wie funktioniert das Magnetschloss genau? Ganz einfach: Ihr befestigt eines der Schließbleche an der Innenseite des Terrariums und wenn die Schiebetüre geschlossen wird, sorgt das Schloss automatisch für eine Blockade. Geöffnet werden kann die Türe nur durch spezielle Magnete, die ebenfalls dazu erhältlich sind, ansonsten bleibt das Terrarium verschlossen. So sind ungewollte Öffnungsversuche – etwa durch Kinder – vergebens. Erfinder dieser Schließvorrichtung ist der 30-jährige Niederbayer Franz Schierer, der in der Nähe von Deggendorf auch das Zoofachgeschäft „Gigazoo“ betreibt und die Lizenz für das Produkt an einen großen Hersteller verkauft hat.

Im Interview gegenüber DEINE TIERWELT sagte Schierer, dass er selbst Reptilienfan sei und oft vergessen habe, die Türe seines privaten Terrariums abzuschließen. Durch die Erfindung sei das nun kein Problem mehr.

Nicht nur Privatpersonen, sondern auch andere Zoofachhändler will Schierer mit diesem Produkt glücklich machen. Für sie plant er extragroße Magneten und Schließvorrichtungen. So sparen sich Händler Unmengen an verschiedenen Schlüsseln und es kann nicht mehr vorkommen, dass eine Terrariumtür aus Versehen nicht geschlossen wird.
Er heißt Bartagame, gehört zur Familie der Agamen, zur Unterordnung der Echsen, zur Ordnung der Schuppenkriechtiere und zur Klasse der Reptilien. Bartagamen sind bis zu 50 Zentimeter lang (am längsten ist der Schwanz des Tieres, der drei Viertel des ganzen Körpers ausmacht) und können ein Gewicht von höchstens 500 Gramm bekommen. Ihr Körper enthält zahlreiche Stacheln, die Farbe der Bartagamen ist grau bis braun. Somit können sich die Reptilien sehr gut tarnen.

Das ist nicht nur gegenüber Feinden besonders wichtig, sondern auch wenn sich die Tierchen in der Wildnis etwas zu Fressen fangen. Als Beute zählen Nager, kleine Vögel, andere Reptilien oder Insekten. Zu finden gibt es diese „Delikatessen“ vor allem in Australien, deshalb leben dort die Bartagamen hauptsächlich. Aber auch in immer mehr heimischen Wohnzimmern sind die kleinen Kerle zu finden. Gehalten werden sie in Terrarien mit speziellen Wärmelampen, die für eine Temperatur von bis zu 30 Grad und mehr sorgen. Wichtig für die Tiere ist es, dass sie genug Platz zum Herumlaufen und Bewegen sowie einen guten Aussichtspunkt zur Verfügung gestellt bekommen.

Am besten ihr wählt einen kleinen Baum oder eine Plattform als „Aussichtsturm“ für die Bartagamen. Füttern könnt ihr die Reptilien mit Obst, Gemüse, Insekten, Mäusen und Co. Nicht füttern, weil er für Bauchweh sorgen kann, solltet ihr Salat. Bei Obst und Gemüse am besten die Kerne vorher entfernen. Zu Trinken muss selbstverständlich genügend Wasser vorhanden sein. Nach dem Fressen gönnen sich die Bartagamen meist ein kleines Schläfchen, dazu ziehen sie sich an einen entlegenen Winkel des Terrariums zurück und wollen nicht gestört werden.

Oft dienen auch Äste als Zufluchtsort für die so wichtigen Schlafstunden. Übrigens: Winterschlaf gibt es beim Bartagamen auch. Mehrere Wochen benötigt das Reptil dann kein Futter, der Darm entleert sich völlig. Wichtig ist die Ruhepause im Winter zur Sammlung von Kräften und zur Verbesserung der Abwehrkräfte.
Übrigens: die Seite für Echsenfreunde bei Deine Tierwelt findet ihr hier
Man sollte es sich schon genau überlegen, wenn man den Schritt gehen möchte und sich eine Schildkröte zulegen will. Zwar ist hier nicht soviel Zeit nötig, wie beispielsweise mit einem Hund, trotzdem möchte es das Tier gemütlich haben und stellt viele Ansprüche.
Im Einzelnen heißt das für Sie: bevor Schildi gekauft wird, erst einmal gründlich informieren. Einerseits ist das mittels der inzwischen reichlich vorhandenen Fachliteratur möglich, aber auch Gespräche mit professionellen Schildkröten-Haltern bzw. ausgiebige Beratung im Zoofachhandel können Sie vor dem ein oder anderen Fehler bewahren, meistens gibts gratis sogar noch ein paar Tipps obendrauf.

Die Landschildkröte zum Beispiel, der Klassiker, braucht viel Platz - sowohl draußen als auch innen. Draußen bevorzugt der gepanzerte Freund ein großes Gehege im Garten, wo auch einmal die Sonne hinscheint. Innen natürlich ein ebenso großzügiges Schildkröten-Terrarium, in dem die Sonne durch entsprechende Beleuchtung simuliert wird und auch eingeheizt werden kann.
(natürlich reicht es aber nicht, die Schildkröte dort abzusetzen und ihr sonst keinen Auslauf zu gewähren, sie braucht - genau wie wir - auch ihre Bewegung.)
Und: es muss auch der Service stimmen in der Schildkrötenvilla: immer frisches, sauberes Wasser und - ganz wichtig - das richtige Futter. In der Regel ist das ein vegetarisches Menü aus Salat, Kräutern und/oder Heu.

Was es noch zu beachten gibt:
Sie kennen mit Sicherheit das Lied "In der Nacht ist der Mensch nicht gerne alleine" - auch Schildkröten geht es so. Allerdings Tag UND Nacht. Wenn Sie sich ein Exemplar zulegen, dann vergessen Sie die Spielgefährten nicht.
Sie suchen eine Schildkröte? Vielleicht darf's ja eine aus unseren Kleinanzeigen sein!?

