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Die Amphibien verlassen den Planeten. Dort, wo es früher quakte und platschte, ist es heute still. Experten sprechen bereits vom größten Massensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Die Folgen sind kaum absehbar. Das Magazin natur+kosmos berichtet in seiner Dezember-Ausgabe (Erscheinungstermin 17. November) über Hintergründe, Ursachen und weltweite Anstrengungen zur Rettung der Frösche und Salamander.

"Es ist ein Tragödie", sagt Sir David Attenborough, berühmter Tierfilmer und einer der führenden Köpfe im Amphibienschutz. Mittlerweile sind mindestens die Hälfte aller Arten bedroht. Viele Frösche sind noch nicht einmal entdeckt, geschweige denn erforscht - dennoch stehen sie bereits vor der Ausrottung. Das Trauerspiel hat bereits vor Jahrzehnten begonnen. Doch in den 1970er Jahren ist Experten aufgefallen, dass selbst in Gegenden, die nahezu unberührt waren, Amphibienpopulationen schrumpften oder gar komplett verschwanden. Es war völlig unklar, warum die Frösche plötzlich stumm blieben. Im Jahr 1998 wurde der Killer enttarnt. Der so genannte Chytrid-Pilz hatte viele dahin gerafft.

In Brunnen wie diese fühlen sich Frösche grundsätzlich sehr wohl:



Doch der Pilz ist nicht allein verantwortlich. Der Klimawandel scheint eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Krankheit zu haben. Zudem bedrängt der Mensch Amphibien auf dem ganzen Planeten, weil er Regenwälder abholzt, Sümpfe trockenlegt und ihre Wanderwege zubetoniert.

Dem globalen Problem versucht man mit weltweiten Lösungen Herr zu werden. Zoos wollen eine Amphibienarche schaffen, um die Tiere zu retten. Außerdem arbeiten Forscher fieberhaft an Mitteln gegen den Pilz. Ob die Amphibien dadurch wirklich gerettet werden können, ist allerdings eine Geschichte mit offenem Ende.

15:03-16 November 2008 - MelsBiene in Reptilien und Amphibien


Schildkröten sollten nicht frei in Wohnungen herumlaufen. Wie Schlangen und Leguane können die putzigen Reptilien Salmonellen übertragen, berichtet die "Apotheken Umschau".

Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) sah sich wegen einer Häufung von meldepflichtigen Salmonellen-Infekten, die auf Kontakte mit Schildkröten zurückgeführt werden konnten, zu einer entsprechenden Warnung veranlasst. Aber auch Reptillien sind im Terrarium besser aufgehoben, wissen die Experten:



Die Übertragung der Durchfall-Keime erfolgt durch direkten Kontakt mit einem Tier oder über verschmutzte Oberflächen. Reptilienhalter sollten sich deshalb immer gründlich die Hände waschen, wenn sie die Tiere berührt oder versorgt haben. Das RKI empfiehlt, in Haushalten mit unter Fünfjährigen oder immungeschwächten Personen keine Reptilien zu halten.

12:33- 4 November 2008 - MelsBiene in Reptilien und Amphibien


Wie man Gärten naturnah gestaltet, so dass sich Wildtiere und Insekten wohl fühlen, das haben wir Euch an anderer Stelle in diesem Blog schon mal geschildert. Diesmal möchten wir ganz besonders auf die Eidechsen eingehen. Diese nützlichen Tiere aus der Unterordnung der Echsen finden sich in sehr vielen Gärten. Die Tiere, die bei Gefahr (zum Beispiel, wenn sie festgehalten werden!) ihren Schwanz abwerfen können, erreichen eine Länge von bis zu 25 Zentimetern. Es gibt mehrere Arten der so genannten Echten Eidechsen, zum Beispiel die Zauneidechse, die bei uns relativ häufig vorkommt. Es gibt auch noch die Waldeidechse und die Mauereidechse.

Der Name Mauereidechse sagt eigentlich schon alles: Die Tiere - Weibchen haben übrigens meist einen längeren Rumpf als Männchen - fühlen sich besonders auf Mauern und in Mauerritzen besonders wohl, jedoch auch auf Steinen und sandigem Untergrund. Hier zeigen wir Euch ein Beispiel für ein Umfeld, das Eidechsen mit Sicherheit liebend gerne annehmen:


In den Wurzeln können sich die Echsen wunderbar verkriechen, der warme Sand lädt zu einem Sonnenbad ein.


Die Mauereidechse, die sich zum Schutz vor Kälte, aber auch vor hohen Temperaturen in Mauerritzen verkriecht und dort ihr Schläfchen hält, könnte sich in solch einem Steinbrunnen tierisch wohl fühlen:




Efeu und Laub laden außerdem zum Verkriechen ein. Besonders tierfreundliche Gartenbesitzer können übrigens sogar einen Eidechsenhügel anlegen! Die nützlichen Tiere - Mauereidechsen kommen vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vor - werden diesen mit Sicherheit sehr gerne annehmen.

So sieht ein Eidechsen-Hügel aus:



Auf den flachen Steinen können sich die Echsen schön sonnen, warme Plätzchen lieben die Tiere sehr. Auch den Sandboden schätzen Eidechsen.

Und so sieht eine Eidechse in ihrer natürlichen Umgebung aus, ganz geborgen zwischen den Steinen :



10:30-22 August 2008 - MelsBiene in Reptilien und Amphibien


Mit dem Boom von exotischen Tieren - DEINE TIERWELT hatte hier bei den Blogs berichtet - steigt auch die Zahl der Schlangenliebhaber. Leider passen diese nicht immer so gut auf ihre exotischen Haustiere auf, wie ein Fall aus Goslar in Niedersachsen beweist.
Mit der stärksten Waffe, die sie haben, der Kommunikation, kamen Beamte der Polizei Goslar nämlich Anfang August bei einem Einsatz der besonderen Art nicht zum Ziel. Nach dem Auffinden einer schwarz-weiß-geringelten Kettennatter sorgte ein Fachmann der Schlangenfarm in Schalden dann aber letztendlich doch für einen sicheren Abtransport des Tieres.



Aber von vorne: Eine Anwohnerin hatte die Polizei informiert. In einem Hauseingang war sie auf ein seltenes und für eine Goslarer Wohngegend untypisches Tier gestoßen. Den Beamten erklärte sie, dass die von ihr gesichtete Schlange sich in ein Fallrohr an der Hauswand verkrochen hatte. Weder die freundliche Ansprache der Beamten noch die Neugier trieb das Tier wieder hervor. Da nicht bekannt war, ob die Schlange giftig oder gefährlich ist, holten die Beamten den Betreiber der Schlangenfarm aus Schladen zu Hilfe. Dieser erkannte sofort eine Kettennatter. Sie ist nicht giftig, stammt ursprünglich aus Amerika und darf nach Auskunft des Fachmannes ohne Genehmigung gehalten werden. Mit einem gekonnten Griff nahm er die Schlange auf und transportierte sie ab.


Dass eine Schlange mitten in Deutschland für Wirbel sorgt geschieht übrigens öfter als ihr euch denken könnt.

In ihrem Garten in Veitsaurach bei Windsbach hatte eine 40-Jährige kürzlich zum Beispiel eine rund 1,5 Meter lange Schlange festgestellt. Diese verhielt sich bei Annäherung äußerst aggressiv. Da die Giftigkeit des Reptils nicht sicher einzuschätzen war, wurde sie von den Beamten mit verschiedenen Gartengerätschaften, wie Schaufel und Besen, so lange in Schach gehalten, bis der Inhaber einer Ansbacher Zoohandlung eintraf und das Tier einfing. Dabei musste er einen schmerzhaften Biss einstecken.

Glücklicherweise erwies sich die ausgewachsene Schlange beim näheren Hinsehen als ungiftig. Es handelte sich um eine Königsnatter. Ende gut alles gut? Stimmt nicht ganz. Es gibt nämlich noch einen Bericht der Marburger Polizei von Ende Mai, der sich ebenfalls gewaschen hat und eine Schlange als "Hauptperson" beinhaltet.
Eine ausgebüchste Tigerpython beschäftigte nämlich Polizei und Feuerwehr in Marburg für einige Stunden.



Experten gelang es später, die Schlange mit einer Kamera zu sichten und einzufangen. Ein besorgter Anwohner hatte die Polizei über eine kriechende Schlange auf einem Gehweg in der Straße informiert. Bei Eintreffen der Beamten hatte sich das Reptil in einem Regenablauf verkrochen. Durch ein Schlupfloch gelangte das Tier weiter in den Kanal und war nicht mehr zu sehen. Mit der Kamera eines Dienstleistungsunternehmens aus Marburg gelang es dann kurz vor Mitternacht endlich, das Reptil erneut zu sichten. Reptilexperten der freiwilligen Feuerwehr lockten das Tier ins Freie und fingen es letztendlich ein.


Durch Ermittlungen vor Ort wurde bekannt, dass das Tier einem 19-jährigen Anwohner gehören soll. Da der junge Mann nicht angetroffen werden konnte und es Hinweise auf weitere Schlangen gab, öffneten die Beamten die Wohnung. Hier fanden die eingesetzten Kräfte zwei weitere - ebenfalls nicht giftige - Python Würgeschlangen vor. Auch diese Schlangen fingen die Experten ein. Wie letztendlich einer Schlange die Flucht aus der Wohnung gelang, konnte abschließend noch nicht geklärt werden. Vermutlich gelangte sie durch ein gekipptes Fenster ins Freie.



21:50-16 August 2008 - johba in Reptilien und Amphibien


Egal ob ihr stolzer Besitzer von Schildkröten, Schlangen, Echsen oder von Krokodilen seid. Es ist auf jeden Fall Vorsicht geboten aktuell. Denn die genannten Exoten aus dem Haustierbereich sind häufig mit Salmonellen infiziert. Diese Erkenntnis kommt nicht von irgendwo, sie stammt aus dem neuesten Zoonosen-Bericht 2008 des Bundesinstituts für Risikobewertung aus Berlin. Glaubt man dieser Studie, so wurden die Krankheitserreger bei über 25 % der untersuchten Tiere festgestellt.


                                             Stark vergrößert: so sehen Salmonellen aus!


Die meisten Reptilien zeigen bei einer Salmonelleninfektion keine Krankheitssymptome, so die Experten. Somit erschwert dies die Erkrankung zusätzlich, weil der Tierbesitzer oft gar nichts davon mitbekommt.  
Die Tiere hingegen scheiden die Bakterien unbemerkt aus und sind so eine Infektionsquelle für andere Tiere und nicht zuletzt auch für den Mensch, wie Tierärzte warnen.
Die Erregerübertragung erfolgt über den Kot oder kotverschmutzte Gerätschaften.
Beim Mensch können die Salmonellen eine schwere Magen-Darmerkrankung verursachen, die durch wässrigen bis blutigen Durchfall, Erbrechen und Fieber gekennzeichnet ist. Aber auch lebensgefährliche Krankheitsverläufe kommen vor. Dabei gelangen die Erreger oder von diesen produzierte Gifte ins Blut und schädigen den gesamten Organismus.
Bei Kleinkindern, Senioren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können durch die von euren Reptilien ausgehenden Salmonellosen einen besonders großen Schaden anrichten.



Schildkröten oder Echsen eignen sich deshalb nicht für eine Haltung in Familien mit Kindern unter 5 Jahren oder Kindergärten. "Auch Reptilien in Streichelzoos können mit Salmonellen behaftet sein", heißt es von Seiten der Experten. Bei Symptomen einer Magen-Darm-Erkrankung nach Kontakt mit Reptilien sollte der Arzt über den Tierkontakt informiert werden.
Eine Behandlung der Reptilien gegen Salmonellen ist nach Meinung von Forschern nur selten erfolgreich. Die einzige wirkungsvolle Möglichkeit, sich vor Ansteckung zu schützen, ist eine angemessene Hygiene beim Umgang mit Reptilien.

Hier deshalb einigeTipps, wie ihr euch vor Salmonellen-Infektionen schützen könnt bzw. diese zumindest reduzieren könnt:
1) Käfige oder Gegenstände aus Terrarien nicht im Küchenspülbecken,
sondern in einem speziellen, nicht für Lebensmittel genutzten, Becken
reinigen und anschließend desinfizieren




























2) Während des Umgangs mit Reptilien nicht essen, trinken oder rauchen,
da es dabei zu einer Keimübertragung kommen kann.

3) Nach Reptilienkontakt oder Reinigungsarbeiten im Terrarium Hände
gründlich mit Seife waschen und gegebenenfalls desinfizieren.
4) Freilauf für Reptilien in der Wohnung auf einen Bereich 
begrenzen, der nach dem Freigang gut gereinigt und desinfiziert werden kann






 






22:27- 4 August 2008 - johba in Reptilien und Amphibien