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Drachen im Wohnzimmer: Die Terraristik ist ein anspruchsvolles Hobby

Für viele bedeutet sie eine Begegnung mit unserer Erdgeschichte und faszinierende Naturbeobachtung zugleich: Die Terraristik. Beliebte Reptilien und Amphibien sind die urig aussehenden Schildkröten und drachenähnlichen Echsen, aber auch exotische Schlangen oder Frösche finden immer mehr Liebhaber. Ob sie als Heimtiere gehalten werden können, hängt von mehreren Voraussetzungen ab: "Tierfreunde dürfen nicht unterschätzen, wieviel Fachkunde sie für die artgerechte Pflege ihrer Terrarientiere benötigen. Außerdem haben gefährliche Tiere wie Giftschlangen und Krokodile oder auch viele Chamäleonarten, Riesenschildkröten und Wildfänge, die mit dem Leben im Terrarium nicht zurecht kommen, im Wohnzimmer nichts zu suchen", mahnt Klaus Oechsner, Terraristik-Händler und Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF).



Spontankäufe aus Sensationslust oder Prestigegründen führten meist dazu, daß die Tiere nicht artgerecht gehalten werden. Der ZZF empfiehlt zukünftigen Reptilienhaltern deshalb, sich vor dem Erwerb des Tieres über dessen Haltungsbedingungen, Lebenserwartung und ausgewachsene Größe zu informieren. Europäische Landschildkröten beispielsweise leben rund 50 Jahre, Schlangen je nach Art fünf bis 40 Jahre. Die Auswahl des richtigen Terrariums ist lebenswichtig für die Tiere: Zum Beispiel ist es Tierquälerei, Schwanz- und Froschlurche in Einweckgläsern oder Minibecken zu halten statt in einem Regenwaldterrarium. Um vor und nach der Anschaffung des Terrariums einen Ansprechpartner zu haben, wendet man sich für den Erwerb der Tiere und des passenden Zubehörs wie Thermometer, Hygrometer, Wärmestrahler, UV-Licht etc. am besten an den gut geführten Zoofachhandel mit Terraristikabteilung. Denn Zoofachhändler kennen sich auch mit den nationalen und internationalen Bestimmungen des Artenschutzes aus. Für vom Aussterben bedrohte und streng geschützte Reptilienarten erhalten Tierhalter vom Zoofachhändler einen Nachweis der legalen Herkunft. Selbst in Deutschland nachgezüchtete Tiere müssen bei der örtlichen Artenschutzbehörde gemeldet und oft mit einem Kennzeichen versehen sein.

Die im ZZF organisierten Zoofachhändler haben sich in ihren Heidelberger Beschlüssen verpflichtet, nur Tiere anzubieten, die für die private Heimtierhaltung geeignet sind. Von Reptilien, für deren Ansprüche an Futter-, Unterbringungs- oder Umweltbedingungen der Fachhandel nicht das benötigte Zubehör und Futter liefern kann oder die mittels tierschutzwidriger Fang- und Transportmethoden in den Handel gelangen, raten ZZF-Fachhändler dagegen ab.


Quelle: Bild und Text ZZF(redaktionelle Verwendung honorarfrei)

08:22-14 Januar 2009 - Dein Tierwelt-Team in Reptilien und Amphibien


Die Amphibien verlassen den Planeten. Dort, wo es früher quakte und platschte, ist es heute still. Experten sprechen bereits vom größten Massensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Die Folgen sind kaum absehbar. Das Magazin natur+kosmos berichtet in seiner Dezember-Ausgabe (Erscheinungstermin 17. November) über Hintergründe, Ursachen und weltweite Anstrengungen zur Rettung der Frösche und Salamander.

"Es ist ein Tragödie", sagt Sir David Attenborough, berühmter Tierfilmer und einer der führenden Köpfe im Amphibienschutz. Mittlerweile sind mindestens die Hälfte aller Arten bedroht. Viele Frösche sind noch nicht einmal entdeckt, geschweige denn erforscht - dennoch stehen sie bereits vor der Ausrottung. Das Trauerspiel hat bereits vor Jahrzehnten begonnen. Doch in den 1970er Jahren ist Experten aufgefallen, dass selbst in Gegenden, die nahezu unberührt waren, Amphibienpopulationen schrumpften oder gar komplett verschwanden. Es war völlig unklar, warum die Frösche plötzlich stumm blieben. Im Jahr 1998 wurde der Killer enttarnt. Der so genannte Chytrid-Pilz hatte viele dahin gerafft.

In Brunnen wie diese fühlen sich Frösche grundsätzlich sehr wohl:



Doch der Pilz ist nicht allein verantwortlich. Der Klimawandel scheint eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Krankheit zu haben. Zudem bedrängt der Mensch Amphibien auf dem ganzen Planeten, weil er Regenwälder abholzt, Sümpfe trockenlegt und ihre Wanderwege zubetoniert.

Dem globalen Problem versucht man mit weltweiten Lösungen Herr zu werden. Zoos wollen eine Amphibienarche schaffen, um die Tiere zu retten. Außerdem arbeiten Forscher fieberhaft an Mitteln gegen den Pilz. Ob die Amphibien dadurch wirklich gerettet werden können, ist allerdings eine Geschichte mit offenem Ende.

15:03-16 November 2008 - MelsBiene in Reptilien und Amphibien


Schildkröten sollten nicht frei in Wohnungen herumlaufen. Wie Schlangen und Leguane können die putzigen Reptilien Salmonellen übertragen, berichtet die "Apotheken Umschau".

Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) sah sich wegen einer Häufung von meldepflichtigen Salmonellen-Infekten, die auf Kontakte mit Schildkröten zurückgeführt werden konnten, zu einer entsprechenden Warnung veranlasst. Aber auch Reptillien sind im Terrarium besser aufgehoben, wissen die Experten:



Die Übertragung der Durchfall-Keime erfolgt durch direkten Kontakt mit einem Tier oder über verschmutzte Oberflächen. Reptilienhalter sollten sich deshalb immer gründlich die Hände waschen, wenn sie die Tiere berührt oder versorgt haben. Das RKI empfiehlt, in Haushalten mit unter Fünfjährigen oder immungeschwächten Personen keine Reptilien zu halten.

12:33- 4 November 2008 - MelsBiene in Reptilien und Amphibien


Wie man Gärten naturnah gestaltet, so dass sich Wildtiere und Insekten wohl fühlen, das haben wir Euch an anderer Stelle in diesem Blog schon mal geschildert. Diesmal möchten wir ganz besonders auf die Eidechsen eingehen. Diese nützlichen Tiere aus der Unterordnung der Echsen finden sich in sehr vielen Gärten. Die Tiere, die bei Gefahr (zum Beispiel, wenn sie festgehalten werden!) ihren Schwanz abwerfen können, erreichen eine Länge von bis zu 25 Zentimetern. Es gibt mehrere Arten der so genannten Echten Eidechsen, zum Beispiel die Zauneidechse, die bei uns relativ häufig vorkommt. Es gibt auch noch die Waldeidechse und die Mauereidechse.

Der Name Mauereidechse sagt eigentlich schon alles: Die Tiere - Weibchen haben übrigens meist einen längeren Rumpf als Männchen - fühlen sich besonders auf Mauern und in Mauerritzen besonders wohl, jedoch auch auf Steinen und sandigem Untergrund. Hier zeigen wir Euch ein Beispiel für ein Umfeld, das Eidechsen mit Sicherheit liebend gerne annehmen:


In den Wurzeln können sich die Echsen wunderbar verkriechen, der warme Sand lädt zu einem Sonnenbad ein.


Die Mauereidechse, die sich zum Schutz vor Kälte, aber auch vor hohen Temperaturen in Mauerritzen verkriecht und dort ihr Schläfchen hält, könnte sich in solch einem Steinbrunnen tierisch wohl fühlen:




Efeu und Laub laden außerdem zum Verkriechen ein. Besonders tierfreundliche Gartenbesitzer können übrigens sogar einen Eidechsenhügel anlegen! Die nützlichen Tiere - Mauereidechsen kommen vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vor - werden diesen mit Sicherheit sehr gerne annehmen.

So sieht ein Eidechsen-Hügel aus:



Auf den flachen Steinen können sich die Echsen schön sonnen, warme Plätzchen lieben die Tiere sehr. Auch den Sandboden schätzen Eidechsen.

Und so sieht eine Eidechse in ihrer natürlichen Umgebung aus, ganz geborgen zwischen den Steinen :



10:30-22 August 2008 - MelsBiene in Reptilien und Amphibien


Mit dem Boom von exotischen Tieren - DEINE TIERWELT hatte hier bei den Blogs berichtet - steigt auch die Zahl der Schlangenliebhaber. Leider passen diese nicht immer so gut auf ihre exotischen Haustiere auf, wie ein Fall aus Goslar in Niedersachsen beweist.
Mit der stärksten Waffe, die sie haben, der Kommunikation, kamen Beamte der Polizei Goslar nämlich Anfang August bei einem Einsatz der besonderen Art nicht zum Ziel. Nach dem Auffinden einer schwarz-weiß-geringelten Kettennatter sorgte ein Fachmann der Schlangenfarm in Schalden dann aber letztendlich doch für einen sicheren Abtransport des Tieres.



Aber von vorne: Eine Anwohnerin hatte die Polizei informiert. In einem Hauseingang war sie auf ein seltenes und für eine Goslarer Wohngegend untypisches Tier gestoßen. Den Beamten erklärte sie, dass die von ihr gesichtete Schlange sich in ein Fallrohr an der Hauswand verkrochen hatte. Weder die freundliche Ansprache der Beamten noch die Neugier trieb das Tier wieder hervor. Da nicht bekannt war, ob die Schlange giftig oder gefährlich ist, holten die Beamten den Betreiber der Schlangenfarm aus Schladen zu Hilfe. Dieser erkannte sofort eine Kettennatter. Sie ist nicht giftig, stammt ursprünglich aus Amerika und darf nach Auskunft des Fachmannes ohne Genehmigung gehalten werden. Mit einem gekonnten Griff nahm er die Schlange auf und transportierte sie ab.


Dass eine Schlange mitten in Deutschland für Wirbel sorgt geschieht übrigens öfter als ihr euch denken könnt.

In ihrem Garten in Veitsaurach bei Windsbach hatte eine 40-Jährige kürzlich zum Beispiel eine rund 1,5 Meter lange Schlange festgestellt. Diese verhielt sich bei Annäherung äußerst aggressiv. Da die Giftigkeit des Reptils nicht sicher einzuschätzen war, wurde sie von den Beamten mit verschiedenen Gartengerätschaften, wie Schaufel und Besen, so lange in Schach gehalten, bis der Inhaber einer Ansbacher Zoohandlung eintraf und das Tier einfing. Dabei musste er einen schmerzhaften Biss einstecken.

Glücklicherweise erwies sich die ausgewachsene Schlange beim näheren Hinsehen als ungiftig. Es handelte sich um eine Königsnatter. Ende gut alles gut? Stimmt nicht ganz. Es gibt nämlich noch einen Bericht der Marburger Polizei von Ende Mai, der sich ebenfalls gewaschen hat und eine Schlange als "Hauptperson" beinhaltet.
Eine ausgebüchste Tigerpython beschäftigte nämlich Polizei und Feuerwehr in Marburg für einige Stunden.



Experten gelang es später, die Schlange mit einer Kamera zu sichten und einzufangen. Ein besorgter Anwohner hatte die Polizei über eine kriechende Schlange auf einem Gehweg in der Straße informiert. Bei Eintreffen der Beamten hatte sich das Reptil in einem Regenablauf verkrochen. Durch ein Schlupfloch gelangte das Tier weiter in den Kanal und war nicht mehr zu sehen. Mit der Kamera eines Dienstleistungsunternehmens aus Marburg gelang es dann kurz vor Mitternacht endlich, das Reptil erneut zu sichten. Reptilexperten der freiwilligen Feuerwehr lockten das Tier ins Freie und fingen es letztendlich ein.


Durch Ermittlungen vor Ort wurde bekannt, dass das Tier einem 19-jährigen Anwohner gehören soll. Da der junge Mann nicht angetroffen werden konnte und es Hinweise auf weitere Schlangen gab, öffneten die Beamten die Wohnung. Hier fanden die eingesetzten Kräfte zwei weitere - ebenfalls nicht giftige - Python Würgeschlangen vor. Auch diese Schlangen fingen die Experten ein. Wie letztendlich einer Schlange die Flucht aus der Wohnung gelang, konnte abschließend noch nicht geklärt werden. Vermutlich gelangte sie durch ein gekipptes Fenster ins Freie.



21:50-16 August 2008 - johba in Reptilien und Amphibien