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Auf den tagtäglichen Freilauf freut sich das Meerschweinchen, und auch für das Chinchilla bedeutet er den täglichen Höhepunkt. Einfach toll, aus dem Käfig gelassen zu werden und die Bude auf eigene Faust erkunden zu können - das finden kleine Nager wirklich mega-spannend!

Und diese Zeit des Freilaufs sollten wir unseren kleinen Lieblingen auch unbedingt gönnen. Wichtig ist nur: Schau Dich vorher ganz, ganz gründlich in Deiner Wohnung um, damit sich auch wirklich nichts darin befindet, was Meerli oder Chinchilla anknabbern oder fressen könnte oder von wo aus es aus einer Höhe herunterstürzen könnte.




Zuerst einmal solltest Du ein Zimmer finden, das geeignet ist für den Freilauf. Es sollte nicht riesengroß, sondern überschaubar sein, und es sollte eine Türe haben, die Du fest verschließen kannst - sonst musst Du Dein Tierchen anschließend im ganzen Haus suchen smiley

In diesem Zimmer solltest Du alles weg räumen, was dem Chinchilla und dem Meerschweinchen gefährlich werden könnte. Wir zählen nachfolgend die wichtigsten Gefahrenquellen auf:

1. Kabelsalat und herumliegende Kabel von Elektrogeräten etc.




Vergiss nicht: Ein Nager wird überall versuchen, seine Zähne hineinzuschlagen, wo es nur geht. Und macht auch vor Kabeln nicht Halt. Dabei kann er leicht einen Stromschlag erleiden.

2. Zimmerpflanzen




Nicht nur Katzen nagen gern an Zimmerpflanzen - auch Nagetiere tun dies. Deshalb: Alles außer Reichweite schaffen, was giftig und ungenießbar ist. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob es sich um einen giftigen oder ungiftigen Blumenstock handelt: Lieber in ein anderes Zimmer stellen, sicher ist sicher!

3. Herdplatten und Öfen

Vorsicht, Chinchillas und Meerschweinchen können klettern. Sind Herdplatten oder Öfen heiß, besteht akute Verbrennungsgefahr!

4. Waschmaschinen, Geschirrspüler, Trockner

Die Kleinen verkriechen sich gerne und könnten in die Elektrogeräte schlüpfen. Was passiert, wenn dies unbeobachtet geschieht und man die Geräte in Gang bringt, daran wollen wir lieber nicht denken. Also: Alle Öffnungen zu!

5. Chemikalien, Putzmittel und Zigaretten

Diese Stoffe sind gift für die Tiere, aber auch sie sind vor den Nagezähnchen nicht geschützt, deshalb: Unbedingt alles wegräumen!

6. Offene Türen und Fenster

Nicht nur, dass sich die Nager leicht verdünnisieren können - sie könnten auch eingeklemmt werden. Also besser alles zumachen, aber vorher genau gucken, ob kein Tier dazwischen ist!


Wenn die Wohnung so auf alle möglichen Gefahrenquellen gecheckt ist und alles in bester Ordnung ist, dann kann der Freilauf-Spaß beginnen. Am besten führst Du ihn abends durch, dann hast Du gut Zeit und auch Dein Chinchilla ist wach:




Ein schreckhaftes Chinchilla solltest Du zunächst nicht überfordern und nicht zu lange laufen lassen. Lass ihm Zeit, den Raum in Ruhe zu erkunden, schalte den  Fernseher und die Stereoanlage ab, damit nichts Lautes es erschreckt, und gib ihm Zeit, sich zurecht zu finden.

Weder Chinchilla noch Meerschweinchen sollten sich beim Freilauf verausgaben. Deshalb: Weniger ist am Anfang mehr! Lieber die Auslaufdauer ganz langsam steigern!

In diesem Sinne: Viel Freude mit Deinem Nager!!!




14:39-15 Juli 2008 - MelsBiene in Kleintiere


"Manche mögen’s heiß“ ist nicht nur der Titel eines Streifens aus den 50er Jahren, sondern trifft auch auf die Lebensweise vieler unserer tierischen Freunde zu. Meerschweinchen gehören aber definitiv nicht dazu.


Sie lieben Temperaturen bis etwa 22 Grad, wenn das Quecksilber über diese Marke steigt, wie jetzt Ende Juni,  fühlen sich die Kleinen aber nicht mehr ganz so wohl. Ab 25 Grad warnen Experten vor gesundheitlichen Schäden, wie Kreislaufproblemen, und wer seinen Nager Temperaturen um 30 Grad oder mehr aussetzt, der riskiert sogar, dass das Tier einen Hitzschlag bekommt. Wie aber kann man seinem knopfäugigen Freund das Leben leichter machen, wenn draußen – oder sogar in der Wohnung – tropische Temperaturen vorherrschen?


 

 


Wichtig ist zunächst, dass ihr euch darum kümmert, dass der Liebling genug Schatten hat. Oft hilft es bereits das Zimmer etwas abzudunkeln, damit es darin wieder erträglicher wird. Schwieriger ist es dagegen bei Außengehegen: sie müssen ganztägig vor Sonnenstrahlen geschützt sein. Übrigens: die handelsüblichen Holzhäuschen reichen im Freigehege nicht zum Unterstellen aus.




Besser ist es, das Meerschweinchen-Gehege in der Nähe von Büschen  zu platzieren. In der Wohnung sorgt ein kleiner Sandhaufen im Gehege für Abhilfe. Er ist nicht nur ein neues Highlight und bereitet dem Meerschweinchen sichtlich Spaß beim Buddeln, sondern wird gerne zum Abkühlen verwendet.


Wer noch alte Fließen vom letzten Umbau übrig hat, kann damit dem Nager ebenfalls einen gewaltigen Gefallen tun; einfach ein  Stück saubere Fließe in den Käfig legen und schon hat das geliebte Wollknäuel eine kleine Terrasse, die es kühl hält und die das Tier auch sicherlich gleich ausprobieren wird.


Weniger angenehm sind allerdings Transporte, sie sollten nur in dringenden Fällen erfolgen, damit die Nager zur Zeit bei dieser Hitze nicht auch noch in Stress geraten. Ansonsten kann es zu gesundheitlichen Schäden, schlimmstenfalls sogar zu einem Hitzschlag kommen. Ach übrigens: Letzterer kann bei Meerschweinchen besonders schnell eintreten. Zum einen durch ihr dickes Fell, zum anderen weil sie nicht richtig schwitzen und somit kaum Wärme abgeben können.


 

                                                      

 


Im Fall der Fälle, wenn euer Meerschweinchen einen Hitzschlag bekommen sollte, ist schnelles Handeln angesagt.


Was tun? Meerschweinchen in feuchtes Tuch einwickeln, gekühlte Flüssigkeit zuführen und nichts wie ab zum Tierarzt. Der kann dem Tier unter anderem durch Infusionen wieder auf die kleinen Beinchen helfen. Auch in Sachen Futter solltet ihr den Kleinen bei der Hitze so gut es geht entgegenkommen – also: große Portionen Frischfutter sollten erst am Abend auf der Speisekarte stehen, während des Tages sind kleinere Mengen davon empfehlenswert. Gräser sind dagegen immer ein willkommener Imbiss, egal ob wir Bade- oder Regenwetter haben...



22:47-26 Juni 2008 - johba in Kleintiere



Endlich Ferien? Na dann nichts wie buchen und ab in den Süden.

Halt – so schnell geht das bei den Haustierbesitzern nicht. Zunächst müssen wir als Tiernarren uns überlegen was mit dem haarigen Freund, in diesem Fall mit dem Häschen, passiert.

Schließlich muss es gefüttert, gepflegt und natürlich auch gestreichelt werden während der Abwesenheit. Auch wo es bleiben kann gilt es abzuklären.


Zunächst einmal geht auf die Suche nach einer Person, die vertrauenswürdig ist. Vertrauenswürdig nicht im Sinne von „ehrlich“ oder ähnlichem, sondern im Sinn von „gewissenhaft“. Schließlich sollte die Vertretung so oft wie vereinbart vorbeischauen bei eurem Mümmelmann, ihn füttern und auch zuverlässig wieder alles verschließen, damit das Tier nicht abhanden kommt.


 

 


Am besten wäre natürlich, wenn es sich dabei um einen Nachbarn handelt, der somit nicht weit hat und öfter mal nach dem Rechten sehen kann. Von Vorteil ist auch, dass sich die Urlaubsvertretung mit Hasen auskennt: was fressen sie, was mögen sie, wie fasst man sie am besten an und so weiter. Auch ein paar Streicheleinheiten sollte der Tierfreund auf Vertretungsbasis da lassen, Futter nachfüllen alleine reicht nicht, schließlich will das Häschen ja auch gemocht werden wenn wir nicht da sind. Das gilt vor allem bei einem längeren Urlaub des Haustierbesitzers.


Übrigens: nicht schlecht ist es auch, dass ihr eurem Vertreter die Visitenkarte eures Tierarztes gebt. Nur für den Fall der Fälle, dass das Tier in der Zeit eurer Reise krank werden sollte. Man kann ja nie wissen.



 


 


Natürlich ist es nicht gerade einfach einen Vertreter zu finden, der alle die genannten Eigenschaften erfüllt. Umso besser ihr einen Freund oder Nachbarn aber kennt, umso größer sind die Chancen, dass er dieser Beschreibung zumindest nahe kommt.


Und dann kann auch der Urlaub endlich starten, denn ein schlechtes Gewissen am Strand weil der Mümmelmann tausende von Kilometern entfernt Hunger leiden könnte oder krank sein könnte ist nicht nur extrem bedrückend, es trägt auch nicht gerade zum Erholungsfaktor bei.




12:20-21 Mai 2008 - johba in Kleintiere


Bis zu 15 Jahre alt kann ein Chinchilla werden. Voraussetzung dafür ist eine gute Haltung, hochwertiges, Chinchilla-gerechtes Futter sowie ein regelmäßiger Gesundheits-Check. Jeder Halter sollte sein Tier gut im Auge behalten und regelmäßig Kötel und Käfig kontrollieren und in die Ohren und in die Augen schauen, um sicherzugehen, dass es dem Kleintier gut geht. Denn wenn ein Chinchilla krank ist, dann ist schnelles Handeln nötig, dann braucht das Tier möglichst rasch eine fachgerechte Behandlung. Dann ist nicht mehr die Zeit, erst im Internet zu surfen und sich Erfahrungen und Tipps aus Foren zu holen. Sondern dann ist der Tierarzt gefragt.
 
Am besten suchst Du Dir rechtzeitig einen Spezialisten, der sich mit Chinchillas auskennt, damit Du ihn im Ernstfall möglichst schnell kontaktieren können.

Sind die Augen klar und glänzend, die Ohren sauber, ist das Fell duftig und weich? Hat Dein Chinchilla ein sauberes After, sind außerdem Käfig und Kletterstangen sauber und nicht von Kot verschmiert? Und frisst und trinkt Dein Liebling normal? Dann stehen die Zeichen gut, dass Dein Chinchilla gesund ist. Ein schlechtes Zeichen wäre, wenn es schlecht frisst oder weniger Wasser zu sich nimmt, wenn es apathisch im Käfig sitzt oder unruhig auf und ab läuft, wenn der Po verschmutzt oder das Fell stumpf ist. Oder aber, wenn das Chinchilla aus Maul oder Ohren schlecht riecht, es Schwierigkeiten beim Fressen hat oder röchelnd atmet, wenn es sabbert, sich ständig die Schnauze putzt oder dauernd schmatzt.



Ein guter Gesundheitscheck ist es auch, den kleinen Nager regelmäßig zu wiegen. Denn eine deutliche Gewichtsabnahme ist ein Zeichen dafür, dass mit dem Tier etwas nicht stimmt. Wenn Dir irgend etwas auffällt, das Dir anders als sonst und nicht normal vorkommt, dann solltest Du nicht zögern, den Tierarzt zu kontaktieren. Viele Chinchillas werden immer noch zu spät dem Spezialisten vorgestellt, so dass eine Hilfe manchmal zu spät kommt.

Zu den häufigen Chinchilla-Krankheiten zählen Probleme mit der Verdauung. Dem Chinchilla frisches und sauberes Futter zu geben, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Relativ oft kommt dennoch bei Chinchillas Durchfall vor. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein. Stress oder Angst, zuviel Grünfutter, ein zu schneller Wechsel zu einem anderen Futter (dieser sollte langsam vollzogen werden und mindestens drei bis vier Wochen Zeit in Anspruch nehmen), zu viele Leckerlis, all das kann zu Durchfall führen. Jetzt ist Diät angesagt. Altes, trockenes Brötchen statt des üblichen Futters und keine Leckerli mehr können Erleichterung verschaffen. Die Verdauung sollte sich so schnell wieder regulieren. Wenn nicht, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Stress oder neue Pellets können genauso gut aber auch Verstopfung auslösen. Wenn Dir auffällt, dass plötzlich keine oder deutlich weniger Kötel im Käfig liegen, dann gebe Deinem Tier Futter mit viel Ballaststoffen und gönne ihm „Wohnungs-Auslauf“, denn Bewegung ist gut bei Verstopfung. Ist der Bauch stark aufgebläht und liegt das Chinchilla teilnahmslos im Käfig, dann solltest Du den Experten zu Rate ziehen. Wenn Krämpfe auftreten, könnte ein Mineralstoffmangel vorliegen. Diese beginnen mit einem starken Zittern und können sich über Stunden hinziehen. Die Therapie muss unbedingt vom Tierarzt durchgeführt werden.

Auch Lungenentzündungen können beim Chinchilla vorkommen. Anzeichen: Das Tier ist etwas kurzatmig. Auch hier ist der Spezialist gefragt. Außerdem können bei den putzigen kleinen Nagern wie bei allen Nagetieren Probleme mit den Zähnen auftreten. Und: Chinchillas können von Parasiten oder Pilzen befallen werden. Achten Sie hier auf ein gesund aussehendes Fell. Wenn Du Deinen kleinen Liebling immer gut im Auge behältst, dann sollte er ein langes, glückliches Chinchilla-Leben vor sich haben!




14:45- 1 Mai 2008 - MelsBiene in Kleintiere


Es ist ganz schnell passiert: Ein wenig zuviel Futter, ein bisschen zu wenig Bewegung, und schon hat Dein Meerli Übergewicht! Wenn Du ein kleines Dickerchen zu Hause hast, solltest Du unbedingt etwas tun, dass Dein Meerschweinchen wieder rank und schlank wird. Denn wie beim Menschen gilt: Übergewicht ist äußerst ungesund!



Zuerst einmal: Woher kommt Übergewicht bei Meerschweinchen? Nun, wie bereits angesprochen, kann eine Kombination aus mangelnder Bewegung und zuviel Futter dahinter stecken. Bei der Fütterung solltest Du Dich immer genau an die Angaben halten - wenn Du es zu gut mit Deinem Meerli meinst, hat es schnell zuviel Gewicht auf den Rippen. Das gilt besonders für die Leckerli, die es im Fachhandel zu kaufen gibt. Hier gilt die Devise: Weniger ist mehr! Natürlich ist gegen eine Belohnung hin und wieder nichts einzuwenden, aber übertreiben solltest Du es auf keinen Fall, sonst bekommst Du - und vor allem Dein Tierchen! - schnell die Quittung für die Überfütterung.

Aber nicht nur zuviel Futter kann zu Übergewicht führen. Manche Meerschweinchen sind sogar genetisch so veranlagt! Das heißt es allerdings erst herauszufinden, die Genetik sollte keinesfalls als faule Ausrede für ein zu dickes Tier dienen! Vielleicht hat Dein Meerli aber auch Kummerspeck angesetzt - auch das ist möglich. Überlege genau: Ist es irgendeinem Stress ausgesetzt? Hat es ständig mit Fremden zu tun? Wenn ja, reduziere unbedingt diese Stressfaktoren und sorge dafür, dass das Meerschweinchen-Leben wieder ins rechte Gleichgewicht kommt.

Ansonsten achte darauf, dass Du Deinem kleinen Nager wirklich nicht zuviele Leckerli und Knabberstangen verabreichst. Wie gesagt - hin und wieder ein Häppchen ist okay, aber täglich zwei Stänglis sind eindeutig zuviel!

Auf keinen Fall darfst Du, trotz des Übergewichts, Dein Meerschweinchen hungern lassen. Auch, wenn es zu dick ist: Zu fressen braucht es dennoch regelmäßig seine kleinen Portionen. Alles andere wäre gefährlich und gesundheitsschädlich!

Wenn Du möchtest, dass Dein Dickerchen abspeckt, dann setze lieber auf verstärkte Bewegung! Gönne Deinem Tier zusätzlichen Freilauf im Zimmer und baue ihm einen Meerschweinchen-Parcours. Vielleicht hat Dein Meerli Spaß daran, durch kleine Röhren zu flitzen! Wenn Du mit ihm spielst, hältst Du es fit und beweglich. Du kannst ihm zum Beispiel eine kleine Wippe bauen und es mit einem winzig kleinen (!) Leckerbissen darüber locken. Probier's doch mal mit Meerschweinchen-Agility - wetten, dass die Pfunde wie von selbst purzeln?



12:43-30 April 2008 - MelsBiene in Kleintiere


Ein Dorf voller Meerschweinchen, so etwas gibt es nicht? Denkste. Es handelt sich hierbei NICHT um einen Aprilscherz. Es gibt in Deutschland gleich eine ganze Reihe von Dörfern, die ausschließlich von den kleinen Nagern bewohnt werden. Eines der bekanntesten dieser putzigen Orte befindet sich im Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Neben einer kleinen Kirche, einem Bauernhaus, einem Taubenkobel und vielen weiteren Gebäuden befindet sich in dem Gehege auch ein kleiner Maschendrahtzaun und ein historisches Tor - alles nur den Meerschweinchen zu Liebe.



Die allerdings scheinen die für den Betrachter witzig und süß wirkenden Bauten gar nicht Ernst zu nehmen. Wichtig ist für sie nur das Eine: Zusammen sein. Denn Meerschweinchen sind Gruppentiere. Sie können alleine nicht existieren, da sie vereinsamen würden, sie brauchen stets etwas Leben um sich. Zuviel Trubel darf freilich nicht sein, aber mittlerweile sind es die Hamburger Meerschweinchen zumindest gewohnt, dass sich "was rührt", da täglich tausende Besucher an dem kleinen Nagerdorf vorbeimarschieren.




Und sollte der Lärm dann doch einmal zuviel werden, dann haben die kleinen Bewohner des Meerschweinchendorfs einen Plan B: nichts wie ab ins Haus.
Übrigens: wer daheim Meerschweinchen hat und sie jetzt im Frühling oder auch im Sommer nach draußen in ein Freigehege lässt, kann sich mit ein wenig handwerklichem Geschick sein eigenes kleines Meerschweinchendorf bauen. Alles was ihr mitbringen müsst dafür ist etwas Kreativität und eine kleine Portion handwerkliche Fähigkeiten. Na dann frohes Schaffen...


21:19- 1 April 2008 - johba in Kleintiere


Kaninchen und Meerschweinchen fühlen sich im Freiland am wohlsten. Mit den steigenden Temperaturen beginnt nun die richtige Zeit, um vorhandene Außengehege wieder herzurichten oder neue zu bauen. Im Handel erhältliche Käfige sind in der Regel viel zu klein und daher weder für die Freiland- noch für die Wohnungshaltung geeignet.

"Schon Wochen vor dem Umzug ins Freie sollten die Tiere täglich etwas frisches aber trockenes Gras bekommen. So werden sie langsam an die Futterumstellung gewöhnt", erklärt Martina Schnell, Referentin für Heimtiere bei Vier Pfoten.
Die Umsetzung ins Freiland sollte etwa Mitte Mai erfolgen, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Dabei gilt es zu bedenken, dass Meerschweinchen noch kälteempfindlicher sind als Kaninchen.
Kaninchen und Meerschweinchen reagieren besonders empfindlich auf Zugluft und Nässe. Deshalb brauchen die Tiere im Außengehege unbedingt einen wetterfesten Stall, ausgestattet mit doppeltem Boden. Er darf keinen direkten Kontakt zum Erdboden haben, denn nur so ist eine gute Luftzirkulation gewährleistet. Besonders wichtig ist der ständige Zugang zum Freigehege. Dabei gelten für zwei bis drei Kaninchen mindestens sechs bis zehn Quadratmeter und für zwei bis vier Meerschweinchen mindestens vier bis acht Quadratmeter. So können sich die Tiere ausreichend bewegen und warm halten. Der Bodengrund des Geheges sollte stets matschfrei sein. Rindenmulch leistet hier sehr gute Dienste.
Das Außengehege sollte sich in Sichtweise des Hauses befinden und ganztägig auch Schattenplätze bieten. Die Anlage muss ein- und ausbruchssicher sein, denn Kaninchen und Meerschweinchen haben zahlreiche natürliche Feinde wie Greifvögel, Marder, Katzen oder Füchse. Deshalb ist das Gehege von oben zu sichern und sollte auch mindestens 50 Zentimeter tief in den Boden eingelassen werden.
Für eine artgerechte Tierhaltung ist Abwechslung im Gehege sehr wichtig. Die Tiere brauchen Versteckmöglichkeiten, Plätze zum Graben sowie ausreichend Äste und Zweige zum Benagen. Gut geeignet sind ungespritzte Obstbäume, Haselnuß- oder Heidelbeerbüsche. Frisches, staubfreies Heu sollte als Einstreu und als Futtermittel den ganzen Tag zur Verfügung stehen. Kaninchen benötigen außerdem erhöhte Plätze, um Ausschau zu halten.


"Kaninchen, die draußen gehalten werden, müssen unbedingt gegen die tödliche Myxamatose und die gefährliche Chinaseuche (RDH) geimpft werden", betont Martina Schnell. Selbstverständlich sollten keine giftigen Pflanzen in erreichbarer Nähe wachsen.
Da Kleinsäuger nur innerhalb der eigenen Art kommunizieren können, ist ein artfremdes Tier kein Ersatz für einen Sozialpartner. Will man zwei Tierarten wie zum Beispiel Meerschweinchen und Kaninchen zusammen halten, muss jedes der beiden Tiere mindestens einen Artgenossen haben


18:52-24 März 2008 - MelsBiene in Kleintiere


Wie wir ja alle wissen, sollten Meerschweinchen nicht alleine, sondern nur zusammen gehalten werden, damit sie sich wohler fühlen und nicht so einsam sind. Zu beachten gilt jedoch: mehr Meerschweinchen brauchen natürlich auch mehr Raum. Diesen könnt ihr ihnen durch einen größeren Käfig bieten. Er sollte mindestens 50 cm breit und 80 cm lang sein. Denn nur so können die Tiere zusammen spielen und sich austoben, sich aber auch aus dem Weg gehen sollte es Zoff geben. Wichtig ist, dass die Gitterstäbe des Käfigs nicht zu weit auseinander sind. So verhindert ihr, dass Meerschweinchen flüchten oder sich beim Versuch, Gliedmaßen herauszustrecken, verletzen. Es sollte also ein waschechter Meerschweinchenkäfig sein – keine Notlösung oder etwas selbst Gebautes (schon gar nicht Kisten verwenden, sonst wird es euren Meerschweinchen langweilig, wenn sie nicht hinaussehen).


 

 


Nehmt lieber einen Käfig aus dem Zoofachhandel, er erfüllt sämtliche nötigen Standards: er ist in verschiedenen Größen erhältlich und hat auch eine so genannte integrierte Plastikwanne (hier im Foto das Blaue). Sie verhindert, dass Kot oder Urin aus dem Käfig auf den Boden fällt, was in der Wohnung in Null Komma nichts für ein ziemliches Chaos sorgen würde.


 

 

 


Vor allem dann, wenn eure Meerschweinchen in Spiellaune sind. Was auf keinen Fall im Gehege bzw. Käfig eurer Liebsten fehlen darf ist natürlich eine Trinkflasche, ein Fressnapf, am besten ein Haus damit sich eure Meerschweinchen auch einmal zurückziehen können und ein Behälter fürs Heu.


 

 

 


Wohl selbstverständlich ist, dass das richtige Einstreu für eure kleinen Schweinchen von Nöten ist. So rutschen sie nicht aus (der Boden der Plastikwanne wäre viel zu rutschig) und können auch besser spielen. Zudem ist es im Winter wärmer. Erhältlich ist das Einstreu in Form gepresster Späne ebenso wie das Nagerzubehör im gut sortierten Zoohandel eurer Wahl.




09:57-22 März 2008 - johba in Kleintiere



Hundehalter haben gegenüber Meerschweinchenbesitzern einen entscheidenden Vorteil. Wenn ihr Liebling nur widerwillig Gassi gehen möchte und stattdessen matt und faul wirkt, erkennen sie schnell, dass mit dem Wauwau etwas nicht stimmt.


Wie aber erkennt man das bei Nagern? Die ohnehin auch sonst ruhigen Tierchen verhalten sich egal ob in gesundem oder krankem Zustand meist ruhig und sind – zumindest für das ungeschulte Auge – nur sehr schwer als krank  zu identifizieren.


 

 



Solltet ihr dennoch Zweifel haben, ob es euren putzigen Zeitgenossen gut geht oder nicht, könnt ihr den Test machen. Es gibt diverse Anzeichen, die euch verraten, wie das wehrte Befinden von Fritzchen, Schnuffi und Co. ist:

 

a)      Das Gewicht: es sollte immer im gleichen Zustand sein, nimmt euer Meerschwein innerhalb von wenigen Tagen deutlich zu oder ab, nichts wie ab zum Tierarzt! Denn dann stimmt was nicht

 

b)      Die Zähne: Sie sollten gleichmäßig gewachsen und nicht schief sein. Ansonsten könnten sie den kleinen Fellknäuel weh tun; leichte Abnutzungen sind ganz normal

 

c)       Die Nase: im Gegensatz zur Katzennase, die immer feucht sein sollte, ist die Meerschweinchen-Nase in der Regel trocken und enthält keine Krusten oder Ähnliches

 

d)      Das Fell: es sollte nicht nur glatt sein, sondern auch glänzen. Wenn es Unregelmäßigkeiten wie Verklebungen oder Verfilzungen gibt, könnt ihr diese mit einer kleinen Schere notfalls beseitigen oder mit einem feuchten Lappen auswaschen; bei Haarausfall ab zum Tierarzt

 

e)      Die Ohren: Weil Oropax für Meerschweinchen noch nicht erfunden sind, solltet ihr regelmäßig kontrollieren, ob die Tierchen saubere Lauscher haben. Notfalls vorsichtig reinigen.

 


 

Wer mit seinem Meerschweinchen zum Tierarzt muss, der sollte schon im Vorfeld einige Informationen parat haben. So erleichtert ihr dem Onkel Doktor die Arbeit. Wichtig ist neben Gewicht und Größe des Meerschweinchens auch das Alter, was in den vergangenen Tagen gefüttert wurde und was es gegebenenfalls an Symptomen aufweist.

 


 


 




Symptome, also Gründe für den Besuch beim Tierarzt, sind unter anderem:

 

  1. Schrei- und Klagelaute der Tiere
  2. Blut im Urin
  3. Futterverweigerung
  4. Sichtbare Verletzungen/Entzündungen
  5. Haarausfall
  6. Durchfall
  7. Verstopfung
  8. Auffällige Veränderungen im Stuhlgang
  9. ständig tränende Augen
  10. ständige Blähungen   
Mitdiskutieren zu Meerschweinchen-Krankheiten hier im Forum!            
                     


22:54- 6 März 2008 - johba in Kleintiere


Er ist nicht jedermanns Freund. Ganz im Gegenteil, viele Landwirte stehen regelrecht auf Kriegsfuß mit dem kleinen Tierchen. Dabei bedarf er unseres Schutzes, ist er doch erst vor Jahrzehnten wieder bei uns heimisch geworden. Die Rede ist vom Biber.

Er wurde gejagt, sein Lebensraum wurde vernichtet, er wurde immer mehr zurück gedrängt. So kam es, dass es den Biber, der früher in Europa und Teilen Asiens lebte, in Deutschland fast gar nicht mehr gab. Nur noch im Raum Mecklenburg und in ein paar anderen Gebieten gab es noch wild lebende Biber. Im restlichen Deutschland wurde durch Auswilderung erreicht, dass das Tierchen wieder heimisch wurde.

Welchen Lebensraum braucht der Biber?  Auf alle Fälle lebt er Wert auf Wasser. Er siedelt sich immer an einem Gewässer an und baut dort seine Burg (siehe Bild). Und zwar aus abgenagten Ästen, Zweigen, Holz und Schlamm. So sieht sie aus:



Gut zu sehen ist auf dem Bild auch der Damm, den der Biber errichtet hat. Das macht er, um das Gewässer aufzustauen, damit um seine Burg herum immer ein genügend hoher Wasserstand herrscht. Dadurch sorgt er auch dafür, dass sich die Wasserpflanzen ansiedeln, die er für seine Zwecke benötigt.

Bei den Land- und Forstwirten ist der Biber nur mäßig beliebt. Bauern klagen darüber, dass er die Feldfrüchte annagt oder wegfrisst und sorgen sich außerdem um ihre Traktoren, die in den Gräben, die der Biber in Feldern anlegt, leicht kippen können.

Forstwirte hingegen beklagen Schäden an den Bäumen. Denn der Biber macht auch vor jungen Bäumen nicht Halt, er nagt die Rinden konsequent an. Auf dem Bild ist so ein Biber-geschädigter Baum zu sehen:



Übrigens: Mit seinem langen Schwanz (im Fachjargon: Kelle), das einem Ruder gleicht, kann ein Biber fast eineinhalt Meter lang werden. Seine Lebenserwartung beträgt rund 20 Jahre. Sein braunes Fell ist wie eine Regenhaut imprägniert und schützt ihn vor Feuchtigkeit, aber auch dem Austrocknen.

Mehr zum Thema Biber findet Ihr hier.

16:01-12 Januar 2008 - MelsBiene in Kleintiere



Wir befinden uns zwar laut chinesischem Horoskop erst seit wenigen Tagen im Jahr der Ratte, trotzdem haben die bayerischen Tierheime von diesen Tierchen jetzt schon wieder die Nase voll. Der Grund ist ganz einfach: Hatte es noch vor Weihnachten einen regelrechten Rattenboom gegeben (die kleinen Kerlchen dienten teilweise sogar als Geschenk), so merken jetzt immer mehr Familien, dass ihre Kinder mit der Verantwortung und Haltung von Ratten nicht klar kommen oder gar überfordert sind. Der bayerische Tierschutzbund berichtet bereits von einer Vielzahl von unerwünschten, lebendigen „Geschenken“, die jetzt ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben werden.

 

 



Wie Medien berichten wurden im Tierheim München bereits unmittelbar nach den Feiertagen weitaus mehr Tiere abgegeben als noch in den Vorjahren – das betreffe sowohl Hunde als auch Katzen und vor allem Ratten - auch jetzt dauert der Rückgabetrend noch an.

Ähnlich ist es auch in Augsburg: auch dort scheint die Ratten-Begeisterung langsam aber sicher wieder nachzulassen. Einer der Haupt-Rückgabegründe ist in zahlreichen Fällen der Geruch der Ratte. Vor allem bei den Männchen kann er zum Teil etwas „streng“ sein, was viele allerdings im Vornherein nicht wussten, so der Tierschutzbund.

 

 



Den Startschuss für den regelrechten Rattenboom und damit für die extreme Beliebtheit der Nager löste übrigens ein Film aus, nämlich der Disney-Streifen „Ratatouille“. Er kam Anfang Oktober letzten Jahres in die deutschen Kinos, schon während dieser Zeit sei die Nachfrage nach Ratten stark angestiegen, so ein Tierschützer. „Ratatouille“ ist ein Animationsfilm für Kinder mit einer Ratte als Hauptperson, die eine Vorliebe für Essen hat und einen berühmten Koch zum Vorbild hat.

 



20:36- 8 Januar 2008 - johba in Kleintiere


Die Mischung macht’s – das gilt für die Ernährung der süßen, haarigen Zeitgenossen allemal. Denn auch wenn Meerschweinchen klein sind und unkompliziert scheinen, so mögen sie in Wirklichkeit schon die ein oder andere Abwechslung, was die Speisekarte angeht. Und manches lieben die kleinen Tiere nicht nur, sie brauchen es sogar dringend. Am wichtigsten ist – ganz klar – das Wasser:

 

 

 


Meerschweinchen brauchen ständig Flüssigkeit und zwar ausschließlich Wasser. Hierfür müsst ihr allerdings kein besonderes Wasser kaufen, das spezielle Zusätze enthält, das normale Wasser aus der Leitung ist den Nager immer noch am Liebsten. Wichtig ist jedoch, dass das Wasser nie ausgeht, sondern immer rechtzeitig nachgefüllt wird und dass es frisch ist. Die beste Lösung als „Wasserspender“ ist entweder ein kleiner Napf oder aber eine spezielle Trinkflasche mit einer kleinen Metallkugel. Nur wenn das Tier die Metallkugel berührt, also trinken will, fließt das Wasser, ansonsten nicht. Hundert Milliliter und mehr trinkt ein Meerschwein etwa innerhalb von 24 Stunden.


Das wichtigste Futter für die Fellknäuel ist Heu. Auch diese Art von Verpflegung sollte regelmäßig und jederzeit erreichbar für die Kleinen bereit stehen. Heu ist deshalb notwendig, weil es die Verdauung des Tieres antreibt und im Magen wieder Platz macht. Nur durch Stopfen kann das Meerschweinchen den Verdauungszyklus weiterführen, von selbst wird das Futter nicht weitertransportiert.

Trockenfutter kann, aber muss man nicht füttern.




Trockenfutter ist nicht lebensnotwendig, schadet den Winzlingen aber auch nicht, so lange es in Maßen verabreicht wird und hochwertig ist.
Was ihr aber unbedingt verfüttern solltet, wenn ihr ein Meerschweinchen habt, sind Leckerlis. Aber Achtung: statt Drops, die vor allem aus Zucker, Eiern, Konservierungsstoffen und Co. bestehen und deshalb schwer verdaulich sind, solltet ihr lieber Löwenzahn, Gras (also Grünfutter) beziehungsweise Saftfutter wie Obst und Gemüse anbieten – das schmeckt mindestens genauso gut wie jeder Snack und enthält jede Menge Vitamine. Auch die Menge spielt hier keine so große Rolle. Fragt eure Süßen, ob’s ein bisschen mehr sein darf und sie werden an der Käfigtür Schlange stehen.



Mehr Schweinchen und Meerschweinchen gibt es unter Kleintiere hier bei Deine Tierwelt. Viel Spaß noch beim Surfen.



18:13- 5 Januar 2008 - johba in Kleintiere



Wenn sich ein Kind ein Haustier wünscht, dann reagieren viele Eltern sofort und holen in der nächsten Tierhandlung ein Meerschweinchen. Schließlich glauben sie, diese kleinen Tierchen sind ideal für das Kinderzimmer. Das ist allerdings völlig falsch! Denn während viele denken, dass ein Meerschweinchen kaum Ansprüche stellt, müssen diese kleinen Wedel besonders gepflegt und gehalten werden. Sie sind aber kein Kuscheltier, und kein Spielzeug für Kinder, deshalb sollten Kleinkinder möglichst wenig Kontakt mit den Nagern haben oder diese nur zusammen mit den Eltern betrachten. Im Grundschulalter ist eine gemeinsame Pflege der Meerschweine durch Kinder in Zusammenarbeit mit den Eltern denkbar und ab dem zehnten oder zwölften Lebensjahr können Kinder auch selbst schon einmal mehr Verantwortung für die Fellknäuel übernehmen.



Bei der Haltung von Meerschweinchen hat die Anzahl oberste Priorität. „Ein Meerschwein kommt selten allein“ sollte das Motto sein – denn die Tierchen solltet ihr nur zu zweit oder zu mehreren halten. So langweilen sie sich nicht und sind viel zufriedener. Zusammen halten könnt ihr entweder zwei Meerschweinchen gleichen Geschlechtes oder aber ein kastriertes Männchen mit mindestens einem Weibchen.

Wer sich ein Meerschweinchen zulegt, sollte sich vorher auch im Klaren sein ob er dadurch keine gesundheitliche Beeinträchtigung erleidet. Schließlich gibt es viele Menschen, die allergisch gegen Meerschweinchenhaare sind. Ein Allergietest kann Abhilfe schaffen und euch schon vor dem Kauf eines Nagers einiges an Ärger ersparen – schließlich gibt es nichts Schlimmeres als wenn ein Haustier allergiebedingt weggegeben werden muss und im Tierheim landet oder sogar ausgesetzt werden muss. Leider geschieht Letzteres aber besonders häufig, Grund sind sicherlich auch die niedrigen Anschaffungskosten. Ein Meerschweinchen ist schon für kleines Geld erhältlich, deshalb erfolgt der Kauf oft unüberlegt und überstürzt. Erst im Nachhinein stellen die Besitzer dann oft fest, dass ein Meerschweinchen wohl doch nicht das Wahre ist und der Nager wird weggegeben.



Wer sich ein Meerschweinchen zulegt sollte sich vorher genau in einem Ratgeber informieren und sich auch bewusst sein, dass es sich nicht um ein Kinderspielzeug handelt, sondern um ein Lebewesen, das noch dazu sehr anspruchsvoll und zart ist.



Das nötige Zubehör für die haarigen Burschen gibt es hier, bei unseren Kleinanzeigen. Benötigt wird ein Gehege bzw. ein Gitterkäfig, Futternäpfe und Nagertränke sowie natürlich Futter und Streu. Und wer nach einem Meerschweinchen sucht, der wird hier fündig! Viel Spaß beim Suchen.



01:50- 2 Januar 2008 - johba in Kleintiere



Genau wie Hunde und Katzen haben auch Meerschweinchen eine eigene Körpersprache.

Sie dient nicht nur zur Verständigung der kleinen haarigen Zeitgenossen untereinander, sondern auch zur Verständigung mit dem Menschen. Der muss die Gesten der Meerschweinchen nur richtig deuten können.


Wenn die kleinen Staubwedel zum Beispiel schnell und direkt hintereinander herlaufen, dann heißt das, dass sie verunsichert und ängstlich sind. Durch die unmittelbare Nähe fühlen sie sich sicher.

Auch wenn es um das Festlegen des Ranges geht verfolgt das dominante Tier das Unterlegene. Apropos dominant: wenn sich ein Meerschweinchen größer macht oder gar aufbäumt, versucht es, bei Rangstreitigkeiten die Oberhand zu behalten. Aber auch ein Imponierverhalten gegenüber Weibchen kann hinter dem Aufplustern stecken.

Wird ein Meerschweinchen-Bock allerdings zu aufdringlich, bekommt es das durch ein ganz deutliches Zeichen des Weibchens zu spüren: es besprüht sein Gegenüber dann nämlich zur Abwehr einfach mit Harn.

Richtig liebevoll gehen Meerschweinchen dagegen miteinander um, wenn sie sich gegenseitig hinter den Ohren lecken. Das heißt dann bei Pärchen soviel wie „Ich liebe dich“, aber auch Jungtiere werden von älteren Zeitgenossen oft hinter dem Ohr geleckt, wenn diese sich um den Nachwuchs kümmern.

Ausgiebiges Kuscheln steht bei Meerschweinchen dagegen eher selten auf der Tagesordnung, zumindest nicht wenn es sich um das Zeigen der Zuneigung handelt. Sie rücken stattdessen eher dichter zusammen, wenn Gefahr droht und sie ängstlich sind.


Auch wenn sie aus dem Käfig genommen und etwa auf die Hand gesetzt werden, sind sie keine wirklichen Kuschelfreunde
. Zwar wird das oft von uns Menschen so gedeutet, weil sich die Tiere besonders auf die Handfläche schmiegen und klein machen, in Wirklichkeit heißt das aber soviel wie: „Ich möchte möglichst wenig berührt werden, sei doch so lieb und setz mich wieder in mein Gehege.“

Wenn sie sich in letzterem übrigens besonders wohl fühlen, ist das daran zu erkennen, dass sie ständig darin herumspringen. Das wird als sogenanntes Popcorning oder Popcornen bezeichnet, weil das Tier wie der Mais bei der Popcornherstellung durch die Gegend hopst.  
Übrigens: alles was das Herz der Meerschweinchen-Fans begehrt gibt es hier.



20:39-26 August 2007 - johba in Kleintiere