"O'zapft is!", erschallt es in wenigen Tagen in München, wenn Oberbürgermeister Ude das erste Fass Wies'nbier erfolgreich angeschlagen ist. Bis zum Oktoberfest dauert es gar nicht mehr lange. Natürlich ist "die Wies'n", wie wir Bayern die Partymeile nennen, nichts für Vierbeiner. In dem Gewurl und Getümmel gehen kleine Fellnasen womöglich noch verloren, werden auf die Pfoten getreten, fressen irgendeinen herumliegenden Unrat - und außerdem ist es natürlich viel zu laut für Hundeohren!
Aber, damit auch unsere Haustiere etwas von der Volksfestzeit haben, gibt es so gigantische Sachen wie... haltet Euch fest!-... Hundebier!!! Schaut aus wie "richtiges" Bier, ist in Flaschen abgefüllt und mit Kronkorken sauber verschlossen, und vom Etikett guckt ein erwartungsvoller Schäferhund.
Da meine Biene und ich keinen Spaß auslassen, haben wir beschlossen, dieses Gebräu mal gemeinsam zu testen und haben uns eine "Probeflasche" angeschafft. Diese stellten wir in die Küche, und fast hätte sich noch Herrchen daran vergriffen
Wir konnten ihn aber grade noch daran hindern, und so kam schon bald der große Moment: Das Öffnen des Hundebieres!
Biene war schon völlig aufgeregt, meine kleine Große weiß immer ganz genau, wann es etwas Besonderes gibt. So holten wir gemeinsam ihren Napf, und sie tanzte aufgeregt um mich rum. Netterweise durfte ich selbst die Flasche öffnen, aber dann hielt es Biene schon kaum mehr aus - sie drängte mich förmlich, den Trinknapf auf den Boden zu stellen.
Dann schnupperte sie an der bräunlichen Flüssigkeit, setzte sich hin - und blickte mich ratlos an. Hatte ich mich zu früh gefreut? Mochte meine Maus etwa kein Hundebier? Ich nickte ihr noch einmal aufmuntern zu, und daraufhin versuchte sie es noch einmal und trank. Und trank und trank und trank und trank... den ganzen Napf leer!

Fein war das, signalisierten mir Bienes funkelnde Augen und meine Kleine bat mich, doch noch einmal "anzuzapfen"! Aber da man es mit dem Bierkonsum nicht übertreiben soll, war es das erstmal für diesen Abend, Fortsetzung folgt vielleicht...
Ach übrigens, Hundebier enthält natürlich KEINEN Alkohol, keinen Tropfen. Sondern so schmackhafte Ingredienzen wie Rinderbrühe und so weiter...
Na dann Prost!!!
"Ist der aber schön braun geworden!" Das ist einer der ersten Sätze, die ich ständig nach meinem Urlaub in Ungarn hören durfte. Für Mischling Mogli trift dieser Satz dagegen nicht zu. Auch er war zwar mein ständiger Begleiter ob beim Baden, Sonnen oder Grillen, doch seine braune Farbe hatte er ja schon zuvor. Das einzige was sich bei ihm geändert hat scheint die Position der Ohren zu sein ![]()

Was sich durch den Urlaub für ihn aber wirklich verändert hat, ist das Verhältnis zu seiner Freundin Chayenne - es ist noch besser geworden als jemals zuvor. Die Husky-Hündin ist zwar schon ein paar Jährchen älter als er, trotzdem liebt er sie über alles und so war es für ihn wie eine Art "Flitterwochen" und wie Weihnachten und Ostern zusammen, dass Chayenne und ihre menschlieche Familie auch mit dabei waren in Ungarn.
Auch daheim geht Mogli immer wieder mit der Husky-Hündin spazieren oder die beiden tollen durch den Garten (und tollen ist bei den beiden Wirbelwinden echt noch untertrieben). Durch den Urlaub sind die beiden aber noch enger zusammengeschweißt worden, weil sie im Ferienhaus Tag und Nacht beieinander waren. 
Dass die Hunde abends hundemüde waren ist da kein Wunder. Tagsüber ging es schließlich fast ununterbrochen rund. Ob Spiele im Garten oder Fangen bzw. Verstecken im riesigen Ferienhaus - die Phantasie und das Einfallsreichtum beider schienen unendlich :)
Unendlich war auch der Hunger von beiden - deshalb wurden sie in punkto Futtern lieber für 10 min getrennt gehalten. Nicht weil sie sich nicht verstehen würden und um das Fressen kämpfen würden (dann würde Mogli ohnehin den Kürzeren ziehen), sondern weil sich beide sonst nicht auf das Futter, sondern aufeinander konzentrieren würden und der Futtersack zwar im Laufe des Urlaubs leer geworden wäre, aber keiner der Bäuche beider Hunde wäre voll geworden. 
Apropos voll - beide Hunde waren voll brav, deshalb möchte ich mich heute bei Chayenne und Mogli bedanken und ihnen weiterhin viel Glück auf ihrem gemeinsamen Lebensweg wünschen. Schließlich fühlen sich die beiden wenn sie zusammen sind immer pudelwohl ![]()
Also manchmal fühlt man sich doch wirklich, als wäre man der böseste, gemeinste, hartherzigste, fiesteste (...) (Reihe beliebig fortsetzbar!) Mensch der Welt. Dann nämlich, wenn man in treue, traurige, rehbraune Hundeaugen blickt, die nur eins zu sagen scheinen "Oh bitte, bitte, gib mir doch auch was ab!"

Vorzugsweise ernten Hundebesitzer diesen Blick, wenn sie gerade Kuchen, ein Wurstbrot, ein Stück Käse, ein Eis, einen Schweinsbraten (...) (Reihe beliebig fortsetzbar!) zu sich nehmen. Oder sollte man besser sagen, wenn sie sich erlauben, auch einmal selbst zu speisen, nachdem natürlich zuerst der Hund sein wohlverdientes Fresschen bekommen hat.
Dieser voll gefüllte Napf ist in Nullkommanichts vergessen, wenn WIR dann einmal an der Reihe sind. Denn dann sitzt unser Liebling vor uns und suggeriert uns mit todtrauriger Miene, wie schlecht es ihm doch geht. Oh ja, man sieht schon förmlich die Rippen unterm Fell durchscheinen, und eigentlich ist unser Hund schon ganz schwach auf der Brust, weil er nie, ich betone NIE, etwas zu Futtern bekommt! Unterstrichen wird diese tiefe Hunde-Armut oft durch eine ausgefahrene rosa Zunge, die uns nur eines sagt: "Hunger!!!"

Umrahmt wird dieses Gesichtchen tiefen Elends von traurig herabhängenden Schlappohren, unterstrichen wird das Ganze meistens durch ein demütiges "Sitz" oder "Platz" ("Schau, Frauchen, ich tu ja alles, was du willst, wenn du mir nur was abgibst!").
Oh ja, mir geht es stets so, wann immer ich etwas auf meinem Teller habe. Dann plötzlich wird meine eben noch fröhlich spielende Biene plötzlich zum ärmsten Hund der Welt. Sie scheint sich so schwach zu fühlen, dass sie ihre schwarze Schnauze schwer auf mein Knie stützen muss und schaut mich an mit diesem Blick, der einem wahrlich durch und durch geht:

Mal ehrlich, wer könnte da Nein sagen und seine Käsespätzle selbst in sich hinein schaufeln, während Biene traurig zuguckt?
Tja, so sind die Zeiten, in denen ich mein Leberwurstbrot ganz für mich allein gehabt habe, längst vorbei. Ein Bissen, zumeist der letzte (um einen Funken guter Erziehung zu wahren!) gehört immer Mausi, wir teilen schwesterlich alles, was wir haben (will sagen, ICH teile - Mausi würde mir zwar auch ein Stück Pansen abgeben, dessen bin ich mir sicher, darauf habe ich bis jetzt aber immer großherzig verzichtet!). Aber eines muss ich Biene zugute halten: Sie holt sich nichts selber, sondern wartet immer brav, bis ich ihr ihre Belohnung zuteil werden lasse.
Da habe ich noch ganz andere Kandidaten in meinem Haushalt! *räusper* Inzwischen traue ich mir nicht mal mehr, meine Müslischale ins Wohnzimmer zu tragen, bevor ich rausgehe, um die Zeitung zu holen - irgendwie fehlten daraus immer beträchtliche Schlucke Vollmilch! Und Kuchen kann ich ohnehin nicht mehr essen, ohne dass zumindest eine getigerte Pfote prüfend Richtung Esstisch wandert und versucht, sich langsam über den Tellerrand zu hangeln.
Ja, solche Bazis gibt es auch! Da lobe ich mir meine Biene. Die macht zumindest immer ein paar Kunststückchen, bevor ich meine Mahlzeiten mit ihr teilen muss bzw. darf. Seit Mausi winken kann, tut sie das schon mal prophylaktisch - könnte ja sein, dass es was bringt! Und wenn alle Stricke reißen, hilft zumindest meistens noch der Hundeblick, um ein Stück vom Kuchen zu bekommen!
Wenn Junghund Mogli mal wieder seinen treuesten und erbärmlichsten Blick aus der Trickkiste auspackt, um Frauchen und Herrchen damit einzuwickeln ist klar: der Kerl will was Leckeres. Ob Ochsenziemer oder Schweineohr - ganz egal. Hauptsache es sorgt für etwas Beschäftigung (Mogli braucht immerhin bis zu 2,5 Minuten bis das Zeug weg ist) und es schmeckt.

Letzteres ist besonders wichtig. Zu erkennen ob etwas schmeckt ist bei Mogli ganz einfach. Man muss nur die Ohren des Hundes genau unter die Lupe nehmen. Je größer sie werden und je weiter Mogli seine Lauscher aufstellt, desto besser scheint das Leckerli zu sein. Gekauft werden die Hundeleckerlis übrigens immer beim Laden um die Ecke - da schmecken sie Mogli besonders gut.

Sogar so gut, dass der Junghund natürlich immer von der Partie sein muss, wenn Nachschub gekauft wird. Und wenn die Kassiererin mal nicht hinschaut, kann es schon passieren, dass der 11 Monate alte Zeitgenosse schon vor dem Kauf ein wenig probiert und testet, ob es auch gute Ware ist, die sich Frauchen und Herrchen da aufschwatzen lassen. Wenn die Stiftung Mogli-Test dann endlich abgeschlossen ist und die Hunde-Leckerlis bezahlt gehts ab nach Hause. Wobei der Hund am liebsten selbst die Einkaufstüte tragen würde. Wäre zwar für uns Menschen bequemer, allerdings müssten wir wohl dann bei halber Strecke schon wieder umkehren und für Nachschub sorgen. Daheim angekommen kann Mogli dann endlich probieren. Damit es ein Leckerli gibt muss er aber erst wieder von vorne beginnen und wieder seinen treuesten und erbärmlichsten Blick verwenden.

Nächste Woche geht's los auf große Fahrt - "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin"!
Klar, dass auch unsere Biene mitfahren darf - sie ist schließlich ein richtiger Rennbahnhund! Das bedeutet, dass sie sich nicht nur tierisch wohl auf sämtlichen Bahnen dieser Erde fühlt, sondern, dass sie auch jeder kennt und liebt - zumindest in Bayern. Es gibt sogar (hundelose) Leute, die nehmen extra ein Leckerli mit, um unserer Biene eine Freude zu machen!
Apropos Leckerli. Vor so einer Fahrt ist natürlich noch eine große Besorgungstour angesagt. Schließlich haben nicht nur Mann und Frau von Welt Gepäck, sondern auch die Hundedame von Welt! Was im Klartext bedeutet: Die Utensilien, die unser Mix-Mädel braucht, nehmen ungefähr zwei Drittel unseres Kombi-Kofferraums ein, und wir quetschen unsere kleine Mini-Reisetasche dann in die gerade noch vorhandene Lücke.
Denn so eine Hundereise verlangt eine Menge Proviant. So sind wir heute Bienes Lieblingsbeschäftigung nachgegangen: SHOPPING!! Und zwar im Tierfachgeschäft um die Ecke! Dort dürfen brave Hunde an der Leine mit, und mein Mausi schnüffelt sich dort begeistert von Regal zu Regal, immer wieder im Blickkontakt mit mir ("Frauchen, kaufen wir das??"), um dann spätestens an der Kasse den immer gut gefüllten Napf am Eingang zu plündern (Maus kriegt ja daheim nix). Bis es soweit war, hat es aber ganz schön gedauert, gut geplant ist schließlich halb gewonnen. Was braucht man alles für so eine Städtetour mit Hund? Nun, in ein mega-schickes Schweizer Halsband mit passender Leine haben wir ja schon vor ein paar Wochen investiert (siehe gesonderter "Chaoten auf 4 Pfoten"-Blog!), so dass es sich eigentlich nur noch um die kulinarischen Köstlichkeiten drehen sollte. Denn während Frauchen und Herrchen lecker Berliner Weiße mit Schuss sowie ein hoffentlich köstliches Buffet auf der Rennbahn genießen, soll auch unsere Biene nicht wie ein Hund leben.
Also ab zu den Leckerlis, wo Biene schon mal probeschnüffelte. Da Frauchen gesundheitsbewusst ist (naja, zumindest was den Hund betrifft!), landeten schon mal die konservierungsstoff- und zuckerfreien Natur-Guttis mit Entengeschmack (hmmmm!) im Körbchen, dazu noch zwei Tüten mit bunt gemixten Leckerlis, die man vorher abwiegen muss (welch ein Spaß!). Dazu brauchten wir natürlich noch Futter. Neben unserem herkömmlichen Trockenfutter brauchten wir noch feine Schälchen mit Nassfutter als Gaumenkitzler (sonst rutscht das Trockenfutter nicht) und luden unseren Korb voll.
Aaaaaaaaber, das sollte noch nicht alles gewesen sein! Es gibt ja auch noch die Daheimgebliebenen: Unsere Buben, wie wir unsere beiden Katerlis Timmi und Vinzenz liebevoll rufen. Die werden gut versorgt von Nachbarn und meinen Eltern und bekommen, aus praktischen Gründen, die meiste Zeit Trockenfutter - das mögen die Herren der Schöpfung gerne, und es wird selbst bei Hitze nicht schlecht. Aber damit das Daheimbleiben ein wenig leichter fällt und auch der Besuch, der hin und wieder zum Streicheln und Liebhaben vorbei kommt, besonders freudig willkommen geheißen wird, mussten wir natürlich auch noch diese kleinen, feinen, exquisiten, schon fast unbezahlbaren Aluschälchen mit Katzenfutter, das aussieht, als habe es der Fünf-Sterne-Koch gerade aus der Kasserole gezaubert, sein. Seht selbst, wie dieses Futter, das es nur dann und wann bei uns gibt, bei unseren Mäusen ankommt:

Da schauen sie immerhin noch fotogen in die Kamera, aber es geht auch anders, so nach dem Motto: Wer bringt den Kopf tiefer in den Napf? Seht selbst:

Ja, so eine Einkaufstour bringt eigentlich immer nur überglückliche Fellnasen mit sich! Auch Biene, die zu Hause gleich einige für Berlin gekaufte Leckerli probenaschen durfte (man muss schließlich vorher ausprobieren, ob sie die überhaupt frisst - wer fährt schon ungeliebte Beute 600 Kilometer einfach umsonst hin und her?), war total begeistert. Noch dazu, weil Mausi, das eigentlich gar nicht sooo gern spielt (außer Ball auf der Wiese!) ein absolut herrliches Spielzeug bekam, dem Frauchen einfach nicht widerstehen konnte: Einen knallbunten, leicht (aber nicht penetrant!) quietschenden Seestern, den unser Püppi supergut ins Maul nehmen kann, was sie im Wohnzimmer auf der Stelle tat. Sie war hin und weg von unserer neuesten Errungenschaft, ich glaub, das Teil kommt mit nach Berlin (nehm ich eben nur ein Paar Schuhe mit

Soviel steht fest: Dieser Berlinfahrtvorbereitungseinkauf hat uns allen eine Menge Freude gemacht. Die Vierbeiner waren begeistert, und die Zweibeinerin ist's auch, wenn sich ihre Pelzis freuen! Und unsere Vorräte haben wir gründlich wieder aufgefüllt, ich glaub, das wird ein paar Tage reichen:

Ach übrigens: Bienes überdimensionaler Reisekorb (mit Leinen, Leckerli und Co.) ist schon gepackt. Mein Koffer leider noch nicht. Naja, irgendwann werden sich schon noch fünf Minütchen finden, um meine Siebensachen zu verstauen - viel passen ohnehin nicht mehr ins Auto, bei all dem Zeug, was unsere Biene in Berlin brauchen wird!
Also meine Miezen können echt kein Wässerchen trüben. Den ganzen Tag sind sie ruhig, still und brav. Sie verlangen nur zweimal am Tag Streicheleinheiten und Futter, und ansonsten machen sie es sich bequem und schlafen. Ja soooooowas braves!

Dabei kuscheln sie sich eng aneinander und schmusen, die Äuglein halb geöffnet und in bequemer Lage. Dass sie sich jemals gekloppt und geschlagen haben, das muss in einem anderen Leben gewesen sein! Und auch die Fellwolken, die manchmal durchs Wohnzimmer wabern, können unmöglich daher kommen, dass sie dann und wann wild aufeinander los gehen. Nein, nein, dafür muss es einen anderen Grund geben! Denn meine Miezen schlafen nur. Die sind ja soooooo braaaaaav!

Ja, und wenn ich mit meiner Mixhündin Biene spazieren gehe, dann müssen, während wir weg sind, manchmal kleine Trolle und Kobolde in meinem Wohnzimmer unterwegs sein. Diese bösen kleinen Geister öffnen dann den Leckerli-Schrank, fischen die Tüte mit den (Hunde-)Würstchen heraus, werfen sie auf den Boden, zerren daraus 28 kleine Würstchen hervor, knabbern ein jedes halb an und verteilen diese dekorativ auf den Parkettboden.
Anders lässt sich das gar nicht erklären. Denn meine Katerlis Timmi und Vinzenz können das jedenfalls nicht gewesen sein. Denn wenn wir gehen, liegen sie eng aneinander geschmiegt auf dem Sofa. Und wenn wir wieder kommen, dann schlafen sie noch genauso dort:

Kein Zweifel: Das müssen die bösen kleinen Trolle und Kobolde gewesen sein, die die ganze Unordnung angerichtet haben. Hin und wieder kratzen die sogar am Sofa, so dass an einigen Stellen schon der Schaumstoff herausschaut. Meine Miezen waren es jedenfalls nicht. Die schlafen nur und sind ja soooooooo braaaaaav!
Ist Schlafen aus der Mode gekommen? Diese Frage stelle ich mir immer wieder gerne, wenn ich in das ebenso freundliche wie freche Gesicht meines mittlerweile 11 Monate alten Mischlingshundes Mogli schaue. Denn da sieht man kein Anzeichen von Müdigkeit, nicht einmal ein Mini-Augenzwinkern. Gar nichts! Natürlich versteht es sich von selbst, dass Hunde in diesem Alter fit sind, natürlich sind sie unterhaltsam, neugierig und Zappelphilippe zugleich. Aber irgendwann wurde bislang jeder Wauwau einmal müde - bis auf Mogli. Der scheint die Wachsamkeit gleich im Doppelpack geordert zu haben - oder er hat ein Abo an Wachsamkeitspillen, das hab ich bislang noch nicht herausgefunden. 
Aber auf alle Fälle ist der kleine Kerl überall wo sich was rührt - egal ob in der Wohnung wenn gekocht, gegessen, gearbeitet, geputzt oder gebügelt wird. Und auch draußen: Mogli ist dort, wo es rund geht und sorgt dafür, dass es noch mehr rund geht. Gut und schön werdet ihr sagen, das muss man eben akzeptieren, wenn ein Hund nicht soviel schläft, sondern lieber Gaudi macht. Glaubt mir, von mir aus kann der Süße nachts wenn ich Bäume umsäge im Schlaf derweil den gesamten Laminat-Fußboden mit seiner glitschigen Zunge ablecken und den Küchenboden mit seinen Ohren bonern - nur: irgendwann ist es zuviel des Guten.
Es gibt allerdings ein Mittel das Mogli ruhig stellt: nein, es ist nicht der gute alte Fernseher (Tom und Jerry halten meiner Erfahrung nach bisher nur Katzen auf Trab), sondern es ist unser Garten. Nur wenn Mogli diesen Ort besucht hat und mit mir darin herumgetollt ist, dann ist der Tag beendet und er legt sich endlich schlafen. Wir können 27 mal spazieren gehen, aber ohne einen finalen Besuch im Garten darf ein Hund einfach nicht zur Ruhe kommen - soweit die Philosophie von Mogli. 
Und so watschelt Herrchen auch nach mehrmaligem Gassigehen mit Mogli in den Garten, um zu toben und freut sich schon auf die Nacht. Denn nach einem Gartenbesuch werden sogar hyperaktive Hunde zumindest für ein paar Stunden ruhig - bis am nächsten Tag alles wieder von vorne angeht...
Das Wetter könnte gar nicht besser sein - da stellt sich doch die Qual der Wahl, ob man sich lieber in den Biergarten schwingt, um unser schattigen Kastanien eine kühle Mass zu genießen, oder daheim den Grill anschmeißt. Da unser Hund letzteres absolut liebt, haben wir uns an diesem Wochenende für das heimische Grillvergnügen entschlossen. Naja, nicht nur wegen Biene natürlich - auch wir lieben Würstchen und saftig eingelegte Steaks vom Grill. Aber es ist schon immer wieder ein Highlight, wenn unsere schwarze Hundedame Herrchen beim Grillen hilft!

Man muss schon sagen, sie ist wirklich brav dabei. Weder klaut sie die Würstel vom Rost, wie so mancher vierbeinige "Kollege" aus der Hundeschule, noch versucht sie, das Fleisch aus der Folie zu stibitzen. Nein, sie sitzt einfach nur da und schaut zu, "hilft" quasi stumm beim Grillvergnügen. Ein tierischer Spaß für unsere Biene!
Und wenn die ersten Bratwürstchen auf unserem Teller gelandet sind, dann pendeln ihre Blicke hin und her zwischen "Wurst am Teller" und "Wurst am Grill", um nur ja nichts zu versäumen. Und an ihrem langen Bart entlang rinnt so manches Mal ein wenig Spucke, die ihr angesichts der Köstlichkeiten deftig im Maul zusammen läuft.

Um es kurz zu machen: Man ist ja kein Unmensch. Und wir sind nicht immer total konsequent - hin und wieder fällt schon ein Bissen ab für Mausi vom Tisch, den letzten Brocken kriegt meistens sie, weil sie es sich dennoch nicht angewöhnt, aufdringlich zu betteln, sondern stets einfach nur guckt. Und so gibt es auch beim Grillvergnügen für Biene immer ein Stückchen Bratwurst. Der Geschmack dieser Delikatesse dürfte dabei aber keine Chance haben, sich entfalten zu können - mit einem Happs ist das Teil verschluckt! Egal - Hauptsache, es schmeckt!!
Manchmal ist es wie verhext in der Hundeschule, und es klappt einfach gar nichts. Kein Sitz, kein Platz, schon gar kein Bleib. Viel lieber schnüffelt der Hund am Boden rum, ob jemand von den anderen "Aspiranten" ein Leckerli verloren hat. Kennt Ihr Tage wie diesen auch?
Heute war so ein Tag. Und das ist schon komisch. Denn eigentlich ist meine Biene eine Hundeschul-Streberin und setzt kurz vor dem Tor ihr Matrosenkäppi auf. Auf dem Platz macht sie dann alles, um Frauchen zu gefallen (und natürlich auch ein Frolic-Fitzelchen abzustauben, das ich ihr für Übungszwecke immer klein brösele). Die schwierigsten Übungen sind kein Problem für mein Mausi, bereitwillig macht sie alles mit, vom Beinslalom bis zum Agility bis zur Obedience-Übung - alles kein Thema.
Hier seht Ihr Biene im Platz-Bleib:

Aber heute muss sich meine schwarze Hundedame gedacht haben, "es ist so heiß - ihr könnt mich mal!" Freudig wackelte sie mir stest hinterher, wenn sie im Platz-Bleib verweilen sollte und ich ein paar Schritte von ihr weg ging - so nach dem Motto "Uiii, Frauchen geht, da komm ich doch glatt mit!" Statt bei Fuß zu gehen, wandelte sie auf Abwegen, um nach verlorenen Leckerlis zu schnüffeln. Und auch im Sitz hüpfte sie voller Temperament immer wieder auf, anstatt ein wenig in der Position zu verweilen.
Zum Glück hatte Hundetrainerin Sylvia eine Engelsgeduld mit uns, und zum Glück waren auch andere Hundekollegen heute ganz ähnlich drauf. Auch Bienes Kumpeline hatte keine Lust, im Platz zu bleiben, und brachte ihr Herrchen schier zur Verzweiflung. Dabei sind wir, wohlgemerkt, bei der Fortgeschrittenengruppe!
Und ebenfalls zum Glück hatte Sylvia heute ein Einsehen und ordnete nach einem halben Stündchen eine kleine Pause an. In der durfte Biene nach Herzenslust herumschnüffeln - und da war's meiner Hundedame auf einmal nicht mehr zu heiß!
Aber bei der anschließenden Trickgruppe zeigte meine kleine Schwarze mal wieder ihr ganzes Können und absolvierte schwierige Übungen wie Achten gehen und Drehungen mit Bravour. Macht eben auch viiiiiiel mehr Spaß als Gehorsamsübungen!

Naja, ich nahm unseren Pannen-Tag mit Humor. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen - oder??
Puuuuhh, ganz schön heiß zur Zeit, oder? Sogar bei uns im Haus, zwischen den sonst so kühlen Wänden, staut sich die Hitze, obwohl wir schon am Morgen die Rollos runterlassen, um die schwüle Luft nicht in die Räume zu lassen.
Während wir uns mit kurzen Hosen, Träger-Tops und Eis Kühlung verschaffen können, stehen unser Haustiere mit ihrem dicken Fell auf verlorenem Posten da und können sich nun mal leider nicht ausziehn.
Aber unsere Vierbeiner sind nicht doof. Sie wissen ganz genau, wie sie sich Kühlung verschaffen können. Meine Biene zum Beispiel, die haut sich gestreckter Länge nach aufs Sofa und verschläft ganz einfach die Hitze des Tages, um dann abends ein erfrischendes Bad im Allachbach zu nehmen und erst dann noch ein wenig durch die Felder zu sausen, wenn es abgekühlt hat. Hier die Hitzetaktik meiner Hundedame:

Andere Variante: Die kühlen Fliesen in unserem Gang. Auch hier streckt sich Biene supergern nieder - guckt nur hin und wieder vorbei, was wir im Wohnzimmer so treiben, um sich dann grummelnd wieder draußen niederzulassen. So eine Affenhitze!
Überraschend ist jedoch, wo sich meine Miezen so aufhalten, wenn's so richtig heiß ist. Ich hätte ja darauf getippt, dass sie sich auf dem kühlen Parkett niederlassen würden. Weit gefehlt. Unser Tiger Timmi verkriecht sich an Hundstagen regelrecht. Wohin? In seine Kratzbaum-Höhle! Stunde um Stunde liegt er dann in dem Kabuff, das mit mir als Außenstehende irgendwie stickig vorkommt. Manchmal sind nur noch die Pfoten zu sehen. Schaut doch lustig aus, oder?

Wenn ich beim Telefonieren, so wie's meine Gewohnheit ist, auf und ab tigere, dann schlägt der "Tiger im Tank" völlig überraschender Weise zu: Wenn ich an ihm vorbei gehe, dann haut er mir urplötzlich seine Krallen in die Waden - aua!!!!! Ist DAS etwa eine Art, zu sagen: "Frauchen, ich bin auch noch da?" Na, vielen Dank auch!
Naja, was soll's, Hauptsache, gemütlich ist es in der warmen Höhle, die unser Kater den ganzen Winter über nicht aufsucht, sondern nur, wenn's richtig heiß ist. Dann knuddelt er sich zusammen und verschläft darin den ganzen Nachmittag und freut sich, dass er's so gemütlich hat:

Ganz nach dem Motto: "Es ist heiß Baby - na und???"
Katzen fressen so einiges, Erdbeeren gehören normalerweise aber nicht dazu. Trotzdem interessiert sich meine Mieze Lissy sehr für die frechen Früchtchen. Allerdings ist sie nicht darauf aus die roten Kugeln zu vernaschen, sie möchte lediglich damit spielen. Es gibt doch nichts Schöneres als so eine große, saftige Erdbeere am Stiel zu packen und ins Katzenmaul zu nehmen.

Anschließend schüttle und rüttle man sie möglichst schnell - so in etwa mit 6 km - nach links und nach rechts und hoffe, dass Frauchen oder Herrchen dies nicht gesehen haben. Vólà - fertig ist die Erdbeerpampe! Aber Lissy hat sich nicht nur diesen Trick einfallen lassen, Kunststücke stehen zur Zeit scheinbar auf ihrer Beschäftigungsliste ganz oben. Egal ob es darum geht den zwei Meter hohen Kratzbaum möglichst in 4,5 Sekunden zu erklimmen oder ob Lissys Hobby darin besteht, den 10 Monate alten Hund Mogli zu foppen, Hauptsache es macht Spaß und ist verboten. Verboten - da wären wir wieder bei den Erdbeeren. Denn schon seit der Bibel sind die süßen Früchte verboten und gelten als besonders verführerisch. Zwar hat unsere Lissy dieses Buch noch niemals gelesen, trotzdem lässt sie sich immer wieder gerne verführen, wenn Erdbeeren auf Frauchens oder Herrchens Speiseplan stehen.

Die haben sich inzwischen aber schon ein Gegenmittel einfallen lassen - extra leckere Leckerlis. Und wenn die erst mal ins Spiel gebracht werden, dann lässt Lissy Erdbeeren Erdbeeren sein und haut lieber in Sachen Leckerlis kräftig rein. Aber eins weiß ich schon jetzt: sollte ich je Geld brauchen und auf ein Erdbeerfeld geschickt werden, so würde ich Lissy auf jeden Fall auch mitnehmen. Mal angenommen: pro Kiste Erdbeeren gibt es einen Euro - dann würde ich pro Tag 10 Euro verdienen und Lissy wohl bis zu 1.500 Euro bei ihrem Erdbeerfanatismus. Gut zu wissen - die Rente ist gesichert...
Zehn Jahre Abi - mein Gott, so lang ist das schon wieder her! Ein paar erste graue Strähnen erinnern mich daran, dass meine Schulzeit auch schon wieder ein paar Jährchen zurück liegt. Und darüber hinaus noch eine Einladung zum Klassentreffen zum zehnjährigen Abi-Jubiläum!
An einem Samstagabend soll das Spektakel stattfinden, das große Wiedersehen und Erinnerungen-Tauschen. Spannend, die ehemaligen Klassenkameraden wiederzusehen, viele davon nach einem ganzen Jahrzehnt das erste Mal wieder.
Manche sind schon verheiratet und haben Kinder. Ob sie die mitbringen, frage ich mich im Vorfeld? Für mich steht jedenfalls fest: Ich gehe nicht ohne meinen Liebling hin, wenn auch meinen vierbeinigen! Meine Biene ist beim Klassentreffen auf alle Fälle mit dabei. Schließlich muss ich mein Mausi den anderen doch vorstellen, und außerdem: Mich gibt's nur mit Hund, ich hab Biene immer an meiner Seite.

Also, in schöne Klamotten geschlüpft, Bienes Sonntagshalsband umgelegt, und ab geht's zum großen Wiedersehen! Den großen Auftritt hatten wir beide auf jeden Fall. Die meisten waren schon da, als wir das Gasthaus stürmten - und wir ernteten riesengroße Kulleraugen, denn mit einem Hund hatten die meisten nicht gerechnet. Bis auf meine engen Freunde, mit denen ich noch regelmäßig Kontakt habe - die wissen schon, dass ich ohne mein Hundemädchen fast keinen Schritt tue!
Allerdings hatte überhaupt keiner etwas gegen den haarigen Gast auf dem Klassentreffen. Meine Freundin Astrid hatte mit extra einen schönen Eck-Platz aufgehoben, damit Biene genügend Raum hatte, um sich niederzustrecken. Sie setzte sich auch sofort brav hin, um mit großen braunen Hundeaugen das Geschehen um sie herum zu beobachten. Schon bald erntete ich Kommentare von meinen Tischgenossen wie "Ach Gott, ist die aber brav!", und erste zarte Annäherungen mit meiner kleinen schwarzen Dame erfolgten ("Ja, Du bist ja eine Süße!").
Biene hatte sichtlich Spaß an dem ganzen Trubel. Ihre Blicke schweiften zwischen Bedienung (die mit den vielen Salattellern!), Schweinefilet und Küche hin und her, in der Hoffnung, es möge etwas von dem leckeren Wiedersehensessen für sie abfallen. Und tatsächlich, Vegetarierin Silke sei Dank: Wenig später wanderte eine Serviette voller appetitlicher Putenstreifen in Richtung kleine Hundedame, die sich mit großem Vergnügen darüber her machte - sehr zur Belustigung der ganzen Gesellschaft.
Der Abend war gerettet, die Putenstreifen schmeckten so gut, dass Biene sogar ihre geliebte Rinderkopfhaut verschmähte, um auf weitere gute Gaben zu lauern, selbst, als die leeren Teller schon lange in der Spülmaschine des Gasthauses standen, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Stattdessen gab's viele, viele Streicheleinheiten, die Biene sichtlich genoss, und Frauchen war mal wieder megastolz auf ihren braven Liebling, für den es so viele Komplimente gab.
Nach so viel Trubel rollte sich meine Kleine schließlich müde unterm Tisch zusammen... ich weiß nicht, ob sie unsere gesammelten Erinnerungen zum Gähnen fand oder einfach das Stimmengemurmel so einschläfernd war?! Fest steht: Klassentreffen ist nicht nur für Zweibeiner eine tolle Sache, sondern auch für Vierbeiner! Und meine Klassenkameraden verabschiedeten sich alle innig von unserem kleinen "Special Guest"!
Er heißt Mogli, ist mittlerweile 10 Monate alt und ist nicht nur mein Hund, sondern auch neuerdings noch Hobby-Urlauber. Denn in diesen Tagen durfte der kleine Wauwau zum ersten Mal die Koffer packen und mit Frauchen und Herrchen verreisen. Schon beim Packen stellten wir Menschen fest, dass wir zusammen nur einen Koffer hatten, Mogli dagegen wäre mit seinem Korb fast gar nicht ausgekommen.
Schließlich braucht man ja als Hund auch deutlich mehr als der menschliche Tourist. Das fängt bei A wie "Alles Fressbare was reinpasst" an und hört bei Z wie "Zusätzlich noch ein paar Leckerlis" auf. Während der Autofahrt übte Mogli dann seine Lieblingsbeschäftigung aus: schlummern. Und als wir uns endlich dem Ziel näherten blühte der Hund plötzlich auf.

Um nicht zu sagen, er wurde zum Formel1-Pilot: von null auf 100 in nur einer Sekunde. Denn kaum waren wir an unserer Residenz am See angekommen begutachtete er nicht nur in Windeseile das Zimmer (siehe Bild 1), testete die Sonnenqualität auf dem Balkon (siehe Bild 2) und machte sich über seinen Proviant her.

Er durfte natürlich auch an den See und vor allem in den See - für ihn das wichtigste überhaupt. Denn Mogli traut sich langsam aber sicher endlich in das kühle Nass. Damit der kleine Kerl aber nicht immer schwimmen musste, haben wir ihn kurzerhand auf ein Schiff gepackt. Nein - keine Angst - das Schiff sollte ihn nicht wegbringen, wir wollen unseren Hund schon noch ein ganzes Weilchen behalten. Wir waren natürlich auch dabei und gaben Mogli ein bisschen Starthilfe. Aber schon bald fühlte er sich ohnehin stolz wie Oskar und seetüchtig wie Käptn Iglo - nur eben ohne Fischstäbchen.

Dafür gabs für das mutige Hundekind, das die Schifffahrt ohne größere Blessuren überlebte (Bild 3) nachher eine leckere Wurst.
Apropos Wurst: Mogli ist es wurst wohin der nächste Urlaub geht, er wünscht sich nur eines: bald wieder, viiiiel länger und mit viel Proviant an Bord muss dieser sein.
Ihr habt geglaubt, dass Fußball eine reine Männersache ist? Falsch gedacht. Auch die Frauen hat das EM-Fieber bereits gepackt, sie sichern sich jetzt schon ihren Platz für das erste Spiel am Nachmittag. Bestes Beispiel: Mieze Lissy. Während ihr Bruder Momo schon mal das Catering für die 31 Spiele vorbereitet, macht sich die dreifarbige Katze inzwischen schon mal einen schöne Mulde in den Sessel. Schließlich hat das vom Fußballfieber gepackte Haustier nicht vor, diesen so schnell wieder zu verlassen. Für Frauchen und Herrchen heißt das dann eben umdenken. Sie können in Zukunft leider nicht mehr hier sitzen, auch das Futter sollte bitteschön hierher serviert werden und wenn möglich auch noch eine Deutschlandfahne als kleine Dekoration für den Fußballaussichtsturm für Katzen. Die Fernbedienung hat Lissy bereits unter Beschlag genommen, Frauchen und Herrchen können also nicht mehr umschalten.

Denn wer sich der Fußball-Katze nähert, der merkt schnell, wie aus ihr eine wilde Bestie wird, die die Fernbedienung mit ihrem Leben verteidigt. Das einzige was Lissy jetzt jetzt noch fehlen würde wäre eine andere Färbung. Schließlich ist grau, weiß und rot nicht gerade das, was unser Team kennzeichnet, eher schwarz und weiß. Frauchen und Herrchen hätten bei ihrem letzen Frisörbesuch ruhig etwas Haarfärbemittel mitbringen können, aber diese Menschen denken eben auch nur immer an sich selbst...

Naja, egal. Hauptsache es geht endlich los mit der EM. Und wenn alle Miezen genauso die Daumen, äh... die Krallen drücken wie die Mieze Lissy, dann kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen. Woran Lissy übrigens auch noch arbeitet, das ist ein eigener Miezenfanclub - ein zahlendes Mitglied gibt es bereits: Momo.

Der faule und überhaupt nicht fußballinteressierte Kater wurde jedoch dazu genötigt beizutreten und zahlte die obligatorischen 5 Brekkies Mitgliedsgebühr nur unter Murren! 
Schön langsam glaube ich wirklich daran: Mein Hund muss in seinem früheren Leben einmal ein Beamter gewesen sein. Denn kaum betritt mein Schnauzer-Mix-Mädel ein Büro, egal welches, sinkt sie sofort hundemüde zu Boden und fängt an zu schlafen. Sie pflegt derart ausgiebig den Büroschlaf, dass ich einfach nicht anders kann: Mir schießen sämtliche Beamtenwitze durch den Kopf, die ich jemals gehört habe. Zum Beispiel mein Lieblingswitz: Trifft ein Beamter einen Kollegen auf dem Flur. Sagt der eine zum anderen: „Hey - kannst Du auch nicht schlafen?“
Biene in Action bzw. nicht in Action:
Ungefähr so geht es meiner Biene. Meine schlaue Maus weiß: Wo ein Computer steht, müssen Frauchen und Herrchen arbeiten, und ich muss schön brav sein. Das war natürlich nicht immer so. Es gab eine (Welpen-)Zeit, in der unsere kleine Schwarze mit Wonne Papierkörbe ausräumte und den Inhalt kleinhäckselte, alle Stunde Pipi machen musste und in die Armlehne des Schreibtischstuhls biss. Einmal, ich freute mich gerade, dass Biene so brav war und ich in aller Ruhe einen Artikel schreiben konnte, hatte sie auch mein Handy zwischen ihre kleinen Mäusezähnchen bekommen und biss voller Freude eine kleine Plastiktaste heraus - wenn ich mich recht erinnere, war's die Taste DEF, also eigentlich recht wichtig. Ich habe mir daraufhin ein stabileres Modell angeschafft !
Diese Zeiten allerdings sind längst passé. Wenn Biene mit ins Büro darf, was vor allem Sonntags der Fall ist, so ist mein Hund abends bestens ausgeruht. Denn nach einer kurzen, prüfenden Runde im Office, ob noch alles beim alten ist und wer eigentlich aller da ist, sucht sie ihren Lieblingsplatz unterm Schreibtisch auf und knüllt sich wie ein Welpe zusammen. Zwar steht mittags stets ein ausgedehnter Spaziergang an der Isar auf dem Programm, danach muss Biene aber husch, husch wieder zurück auf ihren Lieblingsplatz - weiter schlafen. Das ist fein!
Hier ist Biene ausnahmsweise einmal kurz wach:
Und zwar so fein, dass sich Biene schon zu Hause riesig freut, wenn ich sage „Komm Biene, wir fahren heute arbeiten!“ Und kurz vorm Ziel, im Auto, heult sie dann in den höchsten Tönen - vor Freude! Kein Wunder, im Büro wird nicht nur geschlafen, da gibt's auch Frauchens nette Leute, die kleine Hundedamen mit Brezen und anderen Delikatessen füttern. Lecker!
Aber auch zu Hause pflegt Biene hingebungsvoll den Büroschlaf. In unser Home-Office haben wir extra ein (natürlich künstliches!) weißes Fell integriert, auf dem Biene zu ruhen pflegt. Stunde um Stunde geht sie dort ihrem Schönheitsschlaf nach, um hin und wieder schlaftrunken bei mir vorbei zu schauen und sich eine Streicheinheit oder eine kleine Leckerei abzuholen. Nur eins kennt sie ganz genau: Das ganz leise-pfeifende Geräusch, wenn mein Computer runterfährt. Dann springt sie auf wie ein kleiner Jungbrunnen, denn sie weiß: Jetzt ist Feierabend! 
Huiiii, das hat aber ganz schön pressiert am Sonntag. Nach dreieinhalb Stunden Autofahrzeit der kleinen Biene ins große Wien hatte unsere Schnauzer-Mix-Maus gleich ein dringendes Bedürfnis in der österreichischen Hauptstadt. In eine gepflegte Parkanlage setzte sie ein schnuckliges Häufchen. Aber das ist bei unseren geschätzten Nachbarn überhaupt kein Problem. Denn allüberall stehen Automaten mit Plastikbehältnissen herum, in die man die Hinterlassenschaften seiner Wauzis schnell und hygienisch eintüten kann, was wir natürlich auch ganz brav taten.
Was ist daran so besonders, dass man gleich einen "Chaoten auf 4 Pfoten"-Blog schreiben muss, werdet Ihr Euch sicherlich fragen. Nun, was uns an der Sache ganz besonders beeindruckt hat, war nicht nur die flächendeckende, wirklich sehr praktische Verteilung der Automaten in der gesamten Innenstadt. Nein, viel besser gefallen hat uns die wienerische Aufforderung, die Tütchen auch zu benutzen. Auf allen Tüten-Verteilern stand in großen, launigen Lettern geschrieben:
Ist das nicht putzig?? Echt wienerisch eben! Ein Satz mit dem Charme der Metropole für Sachertorte und Kaffeehauskultur, dazu auch noch gereimt und sehr witzig. Ich finde, das klingt doch viel netter als diese unfreundlich-deutschen Täfelchen, auf denen streng geschrieben steht "Hier ist kein Hundeklo!" Nein, dieses "Sackerl fürs Gackerl" muss man einfach mögen.
Wir haben uns aus so einem Automaten gleich mehrere Sackerl gezogen, was auch gut so war, da unsere morgens gut gefütterte Biene auch gleich noch einmal in der Wiener Prunkstraße ein dringendes Bedürfnis verspürte und, ganz entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten, dezent ins hohe Gras zu ka...., sich vor den Nobel-Hobel-Boutiquen verewigte. Grad konnte ich sie noch vor dem Versace-Eingang weg ziehen! War aber alles kein Problem, in Wien gibt es schließlich.... richtig! Die Sackerl fürs Gackerl!
Was aber noch viel lustiger ist, in Wien haben nicht nur die Hunde diese Sackerl, nein, es gibt sie auch für die vierhufigen Vertreter der Tierwelt, die Dank Fiakter-Kultur allüberall anzutreffen sind:

Auch die Pferde, vom Apfelschimmel bis zum chicken Braunen, haben ihr Sackerl fürs Gackerl stets und überall dabei: Große Taschen am Geschirr, in die dezent die Äpfelchen fallen.
Somit gibt's keine Rossäpfel-Häufchen in der gepflegten Wiener Innenstadt, nein, Dank dieser tollen Erfindung kann jeder Fiakterfahrer die Hinterlassenschaften seiner Lieblinge zwischendurch dezent selbst entsorgen!

Diese Erfindung hätte eigentlich den Nobelpreis verdient, und sicherlich nicht nur aus Sicht der Wiener Straßenreinigung!
Wir haben schon überlegt, ob wir so etwas auch auf der Straubinger Trabrennbahn einführen sollten! Wird es demnächst also auch im benachbarten Bayern Sackerl fürs Gackerl für edle Rösser geben?

Also unsere Biene fände das mit Sicherheit nicht so toll! Denn ihre renntagsabendliche Delikatesse im Stallgelände würde somit ganz einfach flachfallen. Aus der Traum, im Vorbeigehen mal schnell in einen duftenden Haufen Pferdeäpfel zu beißen - stattdessen alles im Sackerl fürs Gackerl!
Aus der Traum - geplatzt wie eine Seifenblase. Junghund Mogli hat fürs Erste keine Hundeschule mehr. Keine Schule mehr, für jedes Menschenkind wahrscheinlich ein Traum, der 10 Monate alte Hund dagegen kann sich überhaupt nicht freuen, er trauert vielmehr.
Denn die Hundeschule in seiner Nähe kann er nicht länger besuchen. Nein, nicht weil der lebhafte Kerl böse gewesen wäre und man ihn deshalb aus den Stunden der netten Hundetrainerin verbannt hätte - ganz im Gegenteil - er fühlte sich pudel-, äh...mischlings-wohl. Der wirkliche Grund ist, dass die Hundetrainerin nun etwa 100 Kilometer weiter ihre Zelte aufschlägt, weil ihr Ehemann dort Arbeit bekommen hat. Somit wird es die Hundeschule ab sofort nicht mehr geben. Heute war die letzte Stunde, Mogli fühlte sich noch einmal so richtig wohl, so wie man sich eben wohl fühlt wenn man mit seinen Freunden zusammen ist.

Denn schon lange hat er sowohl mit den Hundeweibchen als auch einigen Männchen eine dicke Freundschaft geschlossen. Und warum geht Herrchen dann nicht zu einer anderen Hundeschule mit Mogli? Eine gute Frage. Erstes Problem: die Auswahl in der Gegend ist nicht gerade groß, zweites Problem: über die wenigen Angebote von Hundeschulen sind befragte Insider nicht immer begeistert, also nicht unbedingt eine Hilfe wie es mit dem etwas zartbeseiteten Hund Mogli und seiner Schulkarriere weitergehen könnte.
Und dabei hatte der schüchterne Zeitgenosse sich doch so Mühe gegeben. Quasi vom Umtreiber aus der letzten Reihe zum Streber in der Mittelreihe. Sogar Fun-gility hatte ihm überaus Spaß gemacht, obwohl er anfangs etwas skeptisch war.

Ach ja, anfangs...! Ein schönes Wort "anfangs", denn jetzt ist Mogli total am Ende und hofft, dass er seine Freunde in irgend einer anderen Hundeschule wieder trifft. Und zwar in einer, in der er nicht zu hart "rangenommen" wird, sondern in der er neben dem gewiss wichtigen Lernen auch Lockerheit und ein bisschen Spielzeit bekommt.
Wie die Suche wohl endet?
Darüber halte ich euch in den nächsten Wochen auf dem Laufenden.
Fest steht: Mogli träumt schon jetzt von einer traumhaften Schulen mit süßen Mitschülern, am besten mit seinen alten Kumpels von früher...

Diamonds are a girl's best friend, trallalalala... wer kennt es nicht, dieses schöne Lied? Auf viele Mädels trifft es zu. Schmuck und Glitter, das lieben die Damen! Schuhe shoppen bis zum Abwinken, am liebsten die italienischen Modelle, Pumps, Highheels, Ballarinas - eine wahre Wucht! Dazu Tops und Shirts, Minis und Designerjeans... da lacht das Herz!
Hm, vielleicht falle ich da etwas aus dem Rahmen. Zwar kaufe ich mir auch hin und wieder gern ein Paar Schuhe. Allerdings, das flotte Paar Sneakers ist mir lieber als das Modell mit den hohen Absätzen. Und am meisten brauche ich sowieso meine Gummistiefel, um auch bei schlechtem Wetter mit meiner Biene übers Land zu gurken. Ja, auch gegen eine stylishe Jeans und ein hübsches Oberteil habe ich nichts einzuwenden. Aber dafür stundenlang durch die Boutiquen zu stöbern, ein Teil nach dem anderen probieren und dann doch nichts kaufen? Neeeee, das ist mir viel zu öde! Und außerdem würde mein Hund das gar nicht mitmachen. Die schmeißt sich nämlich beim Shoppen bevorzugt auf den weichen Teppichboden, um sich vor aller Augen erstmal genüsslich zu wälzen:

Ist zwar immer ganz lustig, auf Dauer aber auch zu anstrengend. Aaaaaber: Da jede Frau einen Hauch von Luxus braucht, habe auch ich gestern zugeschlagen. Jawoll, und zwar so richtig! Vorbei die Zeit, in der meine Biene mit Nylon-Halsband oder -Geschirr zu unserem Lieblingsgriechen gehen musste, brav an der geflochtenen Stoffleine. Wir machen jetzt in edel! Denn nachdem ich eine Woche lang um ein wunderschönes, wundervolles, einfach umwerfendes rotes Lederhalsband mit passender Leine herumgeschlichen bin wie Kater Garfield um einen Teller Lasagne, habe ich es gestern getan, oh ja, ich bin schwach geworden, seeeeehr schwach sogar!
Erst wollte ich ja nur die Leine kaufen. Denn unsere geflochtene preisgünstige, aber dennoch sehr hübsche Leine hat Biene neulich auf der Rennbahn entzweit. Dafür konnte sie nicht mal was, ich hatte sie an der Barriere festgemacht, um den Sieger im zweiten Rennen zu knipsen, als dieser plötzlich mit voller Wucht gegen die Barriere rumpelte - just an die Stelle, an der meine Biene saß. Zwar auf der anderen Seite des Zaunes und somit in Sicherheit, aber meine Maus bekam dennoch einen Heidenschreck und zog so sehr an ihrer blauweißen Leine (als überzeugte Bayerin mussten diese Farben einfach sein!), dass der Karabiner in hohem Bogen durch die Lüfte flog.

Soviel zum Thema stabile Leine... Also dachte ich mir, was Besseres muss her, und guckte im Internet bei den Kleinanzeigen und fand meine Traumleine. Rotes Leder, Ökoleder noch dazu, fein und weich und gepolstert und fest gesteppt und... ach, einfach wunderbar. Aber nicht gerade billig.
Aber, da jede Frau einen Hauch von Luxus braucht und ich meine Biene und mich auch zu dieser Spezies zähle, haben wir nach mehreren Tagen Bedenkzeit nun zugeschlagen - juhu, die tollen Teile in Rot sind unseres!
Sogar für Biene, die sich sonst um Halsbänder und Leinen keinen Deut schert und der es lieber ist, wenn wir neue Leckerli kaufen anstatt anderen Kram, hielt feierlich still, als wir die Luxus-Utensilien unser Eigen nennen durften.
Nun bin ich wirklich stolz wie Oskar und finde, dass meine schwarze Hundedame einfach zauberhaft aussieht mit diesem roten Band. Zwar kann ich es mir nun abschminken, ein paar neue Sommer-Oberteile für meine Wenigkeit zu kaufen, aber was soll's, mein Schrank ist eh viel zu voll. Und wenn ich mir mein Hundekind dann so ansehe, dann kann ich nur sagen: Es hat sich gelohnt.
Was meint Ihr - ist sie nicht hübsch?
Meine Biene hat ein neues Wort gelernt. Und zwar mit großem Vergnügen, es fiel ihr gar nicht schwer, die Buchstabenkombi in ihrem hübschen Köpfchen zu speichern. Denn dieses neue Zauberwort, das meine Biene eigentlich rund um die Uhr hören könnte, heißt "Wurst" und setzt Endorphine frei und die Speichelproduktion erheblich in Gang. Ja, Frauchen hat neue Leckerli gekauft - und die kommen bei meiner Mixhündin mehr als gut an!
Es war im Heimtiermarkt um die Ecke, wo ich, mal wieder, jemanden kennen gelernt habe. Einen netten jungen Mann (wenn ich nicht glücklich vergeben wäre, ich würde mich nur im Tierfachgeschäft aufhalten
Daheim folgte dann der feierliche Moment: Die Öffnung eben diesen Döschens. Hmmmmmm, meiner Biene rann der Speichel in Strömen über ihren langen Bart, als sie den ersten Duft roch, der aus dem kleinen Behältnis drang. Oooooooh, Wiener! Und noch dazu speziell für Hunde, nicht zu stark gewürzt und ganz gesund. Als Frauchen freute ich mich da gleich mit. Die erste Kostprobe verlief mehr als zufriedenstellend, zumindest für Biene. Ich allerdings wäre fast einen Daumen kürzer geworden, so wild schnappte mein Mausi zu!

Wir stellten das Objekt der Begierde, das Döschen, auf die Küchenanrichte, weil die Leckereien in einer Flüssigkeit schwammen und ich sie vor den Katerli in Sicherheit bringen wollte. Übrigens, das wäre unserem Herrchen fast zum Verhängnis geworden, fast hätte er sich im Vorbeigehen so ein vermeintliches Partywürstchen geschnappt
Immer wieder wanderte Biene an diesem Tag zur Küchentier, ihr Blick forderte: "Frauchen, Würstchen holen!" Sagte ich zu meiner Hundedame das Wort "Wurst", so machte sie vor Aufregung fast einen Luftsprung!
So kam ich auf die Idee, die Delikatesse auch am Abend in die Hundeschule mitzunehmen. Während ich sonst immer mit schnödem Trockenfutter trainiere und mich wundere, warum Biene die anderen Hundehalter immer um Leckerbissen anbettelt, schnippselte ich diesmal also Partywürstchen klein und füllte damit meine Gürteltasche.
Und was soll ich sagen? Die Wurst war auch auf dem Hundeplatz der Mega-Hit! Nicht nur, dass ich stets von einer Meute verfressener Hunde umgeben war. Nein, auch beim Training zeigte sich Erfolg: Meine Biene schmiss sich förmlich zu Boden, wenn ich nur "Pl..." wie "Platz" sagte, genauso bei "Sitz", "Steh", "Komm", "Fuß", "Hand", "Kehrt", und was es noch alles so gibt. So diensteifrig habe ich mein Mausi noch nie gesehen!

Sogar beim Agility waren die Würstchen vielseitig einsetzbar. So ließ sich Biene auch beim ungeliebten (zu langweilig, da zu wenig Speed möglich!) Slalom motivieren. Während alle anderen Hundeführer das Kommando "Slamlom" gaben, wisperte ich vor den bunten Stangen ganz einfach das Zaubertwort... Künftig sage ich vor den Hindernissen nicht mehr "Tunnel!" "Steg!", "Wippe" oder "Slalom" ganz einfach.... "WURSCHT!!!!" Und alles klappt wie am Schnürchen!
Kater Momo hat sich am Nachmittag eine neue Immobilie angesehen. Wirklich kein Pappenstiel das Teil. Oder doch? Rappelt es da etwa im Karton. Richtig. Denn der schwarze Kater ist nicht nur ein Genießer der ganz besonderen Art, er mag es auch noch schön romantisch und kuschelig. Da kam der olle Karton, der früher mal zum Transport der Einkäufe diente, genau richtig. Richtfest hat Momo schon gefeiert, indem sich der kleine Kerl mit seinen geschätzten sechs Kilo in die kleine Box gezwängt hat und mit einem breiten Grinsen zu Herrchen gelinst hat. Es schien als ob der Kater Boris Becker spielte und sagen wollte: Ja - bin ich da schon drin oder was?

Um die ganze Sache zu verkürzen. Es gab leider kein Happy End bei der Geschichte. Nein, Momo und die Pappbox haben keine gemeinsame Zukunft, ihre Wege haben sich bereits getrennt. Sie sind geschiedene Leute, haben sich auseinander gelebt. Wobei, wenn es nach dem schwarzen Kater ginge könnte die Beziehung der beiden immer noch andauern, nur nicht wenn es um den Karton geht. Er war auf einmal weg am nächsten Morgen, wollte wohl keine dauerhafte Beziehung.

Laut Nachbarskatzen sei er nicht einmal selbst verschwunden der Karton, er habe sich auch noch die Treppe runtertragen lassen von Herrchen. Wo er jetzt wohl steckt? Naja, Momo kann das relativ egal sein, er hatte nämlich schon wieder eine neue Idee, wo man sich supergut verkriechen kann und nur dann zum Vorschein kommt, wenn es Essen gibt: unter dem Bett. Und zwar nicht irgendwo verkriechen, sondern auf der Längsseite des Bettes ganz hinten an der Wand. Und sichtbar wird man nur, wenn die Matratze herausgehoben wird - noch viel lustiger als die olle Schachtel, vor allem wenn Herrchen wieder mal flucht...
