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"DINGDONG!"... Wie sehr meine Tiere das vormittägliche Schellen der Türglocke schätzen! Denn wenn dieses Geräusch ertönt, folgt meistens etwas Angenehmes. Entweder, Nachbarin Inge schaut vorbei, um kurz ein paar Streicheleinheiten zu verteilen und zu fragen, ob wir denn heute Nachmittag mit ihr und ihrer Hündin eine Gassirunde drehen möchten, im Wald oder an der Donau oder in den Feldern - au ja, fein!

Noch toller, bei aller Liebe zu Inge, finden meine drei pelzigen Hausgenossen es aber, wenn der, der den Klingelton auslöst, der Postbote höchstpersönlich ist. Einfach super!!!

Grundsätzlich findet meine Biene es immer toll, wenn es an der Tür läutet. Eine laute Bell-Orgie folgt darauf, und freudig wedelnd steht sie vor der Windfang-Tür, um zu sehen, wer denn diesmal vorbei schaut. Egal, ob es unser Computerfachmann oder unser Versicherungsexperte ist - jeder wird freudigst und mit lauten Winsel-Tönen (vor Begeisterung!) begrüßt, so dass sich schon mancher gefragt hat, ob denn unsere Biene von uns keinerlei Streicheleinheiten bekommt (nein, üüüüüüberhaupt keine smiley).

Hier seht Ihr eine erwartungsvolle Biene:



Aber zurück zum Postmann. Dieser ist meiner Bande ganz besonders willkommen. Meine Biene kann gar nicht verstehen, dass es Hunde gibt, die den Briefträger nicht leiden können - sie findet ihn einfach klasse!

Erstens ist er stets nett zu meiner Hundedame, zweitens bringt er immer mal wieder so tolle Schachteln. Darin enthalten sind allerlei Köstlichkeiten für Hund und Katze! Es handelt sich dabei um Bestellungen von Frauchen aus diversen Tierkatalogen oder aber um tolle Proben und Geschenke, die Frauchen erhalten hat, weil sie bei Deine-Tierwelt.de ihre Coconut-Punkte eingetauscht hat. Klickt doch mal hier, um eine der tollen Prämien für Euer Haustier zu ergattern:

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Dann kommt auch bald so ein duftendes Paket in Euer Haus geschneit! Denn dass in den Schachteln etwas Feines für sie enthalten ist, das erschnuppert meine Biene sofort.

Das Öffnen zelebrieren wir dann richtig: "Schau mal, Biene, was da drin ist für dich.... langsam warte, jaaaaa, guck mal!" Und Biene steht freudig wedelnd daneben und wartet mit Hochspannung auf den Inhalt.

Meine Katerli finden Pakete meist aus einem ganz anderen Grund supertoll: Sie lieben die Schachteln! Ich stelle sie ihnen dann meistens auf, damit sie sich darin verstecken können, was sie lieben. Vinzenz quartiert dann seine kleine gelbe Spielmaus mit ein und tollt munter darin herum, und Timmi liebt es, einfach von Pappe umgeben ein wenig "abzuhängen", wenn er nicht gerade den Karton zerfetzt und die Teile in hohem Bogen durchs Wohnzimmer spuckt.

Hier seht Ihr Timmi:



Heute war die Enttäuschung zumindest auf Bienes Seite groß. Dingdong, machte es, und Biene bellte begeistert los. Tatsächlich war's der Briefträger, der mir einen Karton in die Hand drückte.

Ich stellte ihn auf den Tisch, um ihn zu öffnen - aber, oh Schande, es waren keine Hundeleckerli drin, sondern "nur" die von Frauchen bestellten neuen Visitenkarten. Bienes Wedel sank gen Boden, und ich konnte sie nur aufmuntern, indem ich die Leckerli-Schublade öffnete und ihr ein Stückchen Pansen als Entschädigung gab.

Nun hofft Biene, dass auch  morgen der Postmann dreimal klingelt!


12:35-17 November 2008 - MelsBiene in Chaoten auf 4 Pfoten


Hallo Du! Ja, genau Du! Gib's doch zu: Auch Du gehörst zu der Spezies von Hundehaltern, die ihrem Liebling zu Weihnachten ein wunderschön verpacktes Päckchen unter den Christbaum legen. Wenn sich alle freuen, Oma über das Parfüm, der Onkel über die neue CD und Papa über den DVD-Player, dann sollten doch auch nicht unsere Vierbeiner vergessen werden - oder?

Der Meinung bin ich aber sowas von! Klar, dass meine Katertiere was bekommen - für die gibt's stets ein feines Gänsemenü und eine große Handvoll Käseleckerli (ausnahmsweise!).

Eine ganz besondere Philosophie ist jedoch, was meine Hundedame Biene kriegt. Was zum Spielen? Was zum Naschen? Oder beides? Ehrlich gesagt zerbreche ich mir darüber schon länger den Kopf als über die Tatsache, dass ich für meine Familie noch nicht die ultimativen Geschenke gefunden habe. Denn nichts finde ich schöner, als die glitzernden Augen meiner Biene, wenn sie genau weiß, dass jetzt SIE etwas bekommt!

Letztes Jahr habe ich mich für einen grün-rot-gestreiften Ball aus Stoff entschieden und habe dabei einen absoluten Volltreffer gelandet. Jeden Morgen, wenn's ab ins Wohnzimmer geht, sucht Biene als erstes genau dieses Spielzeug und nimmt es stolz und begeistert ins Maul:



Ein echter Hit war übrigens auch das Wiener Würtschen, dass sich Weihnachten 2007 in Bienes Geschenktüte verbarg. Ich hatte es mir ja so schön ausgemalt: Wie ich mit meiner Hündin gemeinsam das Päckchen öffne und sie dann mit Hochgenuss ihren Leckerbissen verspeist!

Und wie sah die Realität aus? Wild wedelnd steckte Biene ihre Schnauze in die Schachtel, riss grob das Würstchen heraus und "inhalierte" es quasi - happs, und weg! Von Genuss keine Spur, geschmeckt hat's ihr aber trotzdem, wie ich an ihrem zufriedenen Rülpser erkennen konnte. Nein, ein Festtagsbenehmen war das nicht!

Nun will ich natürlich auch heuer so einen Volltreffer landen wie nächstes Jahr den Ball. Aber was sol ich Mausi schenken? An Spielzeug schätzt sie eigentlich nur Bälle aus Stoff, und davon haben wir schon drei, das reicht für's Erste.

Da bei Biene Liebe immer durch den Magen geht, könnte ich ganz einfach die Futtervorräte für Katze und Hund auffüllen und für ein tägliches tolles Menü sorgen:



Aber mache ich das nicht sowieso? Eben!

Ich werde also weiter Kataloge wälzen und spiele mit dem Gedanken, noch ein drittes Intelligenzspielzeug für Hunde anzuschaffen, da Biene so gerne damit spielt - sie besteht jeden Abend auf die halbe Stunde "Brettspiel". Ich habe da sowas entdeckt, ganz billig ist es nicht, aber soooo schön - ich denke, ich werde zuschlagen! Gibt's halt für uns an Weihnachten nur Sekt  statt Champagner  smiley

Für alle anderen Hunde der Familie und aus dem Bekanntenkreis habe ich übrigens auch schon eine Geschenkidee. Die werde ich aber noch nicht verraten - schließlich lesen hier zu viele Freunde und Familienmitglieder mit...

Also dann: Viel Spaß beim Geschenkeaussuchen! Kauft was Schönes!

15:07-16 November 2008 - MelsBiene in Chaoten auf 4 Pfoten


Just vorher, als ich zum Besen griff, fiel es mir ein: Mensch, heute ist doch Weltfrauenputztag! Kein Witz, wirklich: Als ich vor zwei Stunden von der Hundeschule nach Hause gefahren bin, hab ich's im Radio gehört.

Irgendwie muss mich das unbewusst beeinflusst haben, meinen inneren Schweinehund zu überwinden, denn kaum war ich daheim, überfraute mich der Putzfimmel und ich kehrte endlich mal meinen Keller zusammen.

Was das mit der lieben Tierwelt zu tun hat, um die es ja bei unserem Portal geht, fragt Ihr Euch sicher? Nun, natürlich hat Putzen etwas mit Tieren zu tun, denn wer Hund, Katze, Maus hat, der ist auch zwangsläufig mit Tierhaaren und anderem Schmutz konfrontiert, den unsere lieben Kleinen zwangsläufig verursachen, wobei wir ihnen natürlich keinen Deut böse sind - DAS haben wir schließlich vorher gewusst!

Warum ich gerade meinen Keller zusammengefegt habe? Nun, unter der Treppe, an einem wahrlich stillen Örtchen, steht nämlich unser Katzenklo. Aber so still ist dieses Örtchen meistens gar nicht, denn weder Kater Tim noch Kater Vinzenz suchen diese Stätte dezent auf, nein, weit gefehlt: Sie scharren und graben, dass es eine wahre Freude ist, und zwar gerne auch mal ein halbes Stündchen. Dabei fliegt natürlich der feine weiße Sand mit Babypuder-Geruch munter durch die Gegend, weshalb es - wenn gerade einmal nicht zusammen gefegt ist - immer unter den Hausschuhen dezent knistert, wenn ich in mein Büro marschiere, das ebenfalls im Untergeschoss liegt.

Hier seht Ihr Kater Vinzenz in Action, in wenigen Sekunden wird der Sand durch die Gegend fliegen - man achte auf die bereits verstreuten Körnchen, die schon am Boden liegen:



Naja, in Verzweiflung stürzt es mich nun wirklich nicht, wenn mal ein paar Körnchen Sand, ein paar Tierhaare oder ein paar Bröckchen Erde (die von den Pfoten meiner Hundedame Biene nach Matsch-Spaziergängen bröckeln!) im Flur liegen. Wer Tiere hat, muss damit rechnen, dass die Bude nicht zu jeder Tageszeit aussieht wie aus dem Ei gepellt. Ich bin der Meinung, bevor man sich darüber aufregt, hat man den Schmutz und die Tierhaare dreimal zusammengefegt.

Während für manche Zeitgenossen Hundehaare auf dem Teppich der absolute Supergau ist, kann ich dezent darüber hinweg sehen. Einmal ausschütteln - und das meiste fliegt in hohem Bogen über den Balkon. Auch auf Bekleidung stören mich ein paar Kater- oder Biene-Haare wenig. Die Farbe schwarz habe mich mir jedoch abgewöhnt: Für jemanden, der Katzen mit teilweise weißem Fell hat, ist sie weniger zweckmäßig. Aber wer will schon dunkel gekleidet durchs Leben gehen, es lebe die Farbvielfalt....!

Und wo das Sofa geschont werden soll, kann man doch einfach eine Tierdecke oder einen Schonbezug drauf machen. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Couch-Leinen-Stoff wird geschont, und die Vierbeiner können herrlich entspannt und weich liegend darauf schlummern:



Also liebe Hausfrauen am Weltputztag: Immer fleißig den Besen schwingen im Kampf gegen Katzenhaare! Aber bitte nicht übertreiben - Schmutz beißt nicht! smiley

13:54- 8 November 2008 - MelsBiene in Chaoten auf 4 Pfoten


Es ist Punkt 18 Uhr. Wild wedelnd steht mein Hund vor mir. Die Rute peitscht hin und her, der Hintern wackelt, die rehbraunen Augen blitzen mich auffordernd an: "Frauchen! Es ist Brettspielzeit!!!"

Brettspielzeit? Was? Wie? Jawoll! Zur Soap-Stunde in der ARD beginnt bei meiner Biene und mir eine richtige Spielrunde. Während Frauchen "Verbotene Liebe" und "Marienhof" guckt, nur nebenbei natürlich, werden unermüdlich Spielbretter mit Leckerli aufgefüllt, Klötzchen verschoben und Platten gerückt.

Meine Biene hat ein wahres Faible für interaktives Hundespielzeug, und regelmäßig lassen wir einen Teil unseres sauer verdienten Geldes in einem Tierfachmarkt und decken uns mit neuen Spielideen ein, die Bienes hübsches Köpfchen so richtig fordern, die Nase schulen und den ganzen Hund anschließend nicht nur pappsatt ob der großen Ausbeute machen, sondern auch so herrlich müde.



Vorher aber wird Action pur geboten. Mein schlaues Mädchen durchblickt das System jedes interaktiven Holzspielzeuges im Nu und weiß meist blitzschnell, wie man am schnellsten und effektivsten an die feinen Leckerbissen kommt, die unter den Klötzchen, Kegeln und Platten versteckt sind. Mit der Schnauze schiebt sie an, hebt mit dem Maul die Teile heraus - und happ, happ , happ, weg ist der Leckerbissen!

Biene findet es inzwischen totlangweilig, ihr Fresschen einfach so im Napf serviert zu bekommen - wie öde. Viel lieber sorgt sie selber dafür, dass der Bauch gut gefüllt ist. Selbst ist das Hundemädchen!



Übrigens: Die "Brettspielzeit" darf keinen Tag ausfallen. Denn wenn wir nicht gespielt haben, schläft meine Biene nicht. Geradezu empört steht sie dann vor mir und wedelt und wedelt, rennt immer wieder Richtung Spielzeug, wieder zurück zu Frauchen - bis dass ich mich dann doch erbarme und die tollen Holz-Teile doch noch ein paarmal für sie auffülle!

14:55- 4 November 2008 - MelsBiene in Chaoten auf 4 Pfoten


Manchmal passieren kleine Wunder. Umso mehr kann man sich über diese unerwarteten Dinge des Lebens freuen! Am Samstag war so ein Tag der Überraschung für mich und meine Biene, der ein Grinsen auf mein Gesicht zauberte, das den ganzen lieben langen Samstag nicht mehr weichen wollte. Aber von vorne...

Dass meine Biene und ich im Hundesport zwar inzwischen zu den Fortgeschrittenen gehören in unserem Verein, nachdem wir ein Jahr lang brav geübt haben, habe ich ja schon erzählt. Auch, dass es manche Tage gibt, an denen so gar nichts läuft - dass meine quirlige Hundedame einfach nicht im Platz-Bleib liegen will und bisweilen lieber am Boden nach verlorenen Leckerli schnüffelt, als auf ihr Frauchen zu schauen. Das ist zwar nicht jedes Mal der Fall, aber manchmal kommt's schon vor, dass gar nichts läuft auf dem Hundeplatz. Da ich mein Hundemädchen liebe und mich von so etwas nicht entmutigen lasse, machen wir einfach nächstes Mal da weiter, wo wir angefangen haben - und dann klappt das!

Hier seht Ihr uns beim Training



Ein richtiges Ass ist meine Maus jedoch beim Agility und Tricktraining, wenn sie denn Lust dazu hat - und das hat sie meistens. Wenn der Parcours auf der Hundewiese aufgebaut wird, dann glimmt schon dieses gewisse Funkeln in ihren rehbraunen Augen, und sie liebt es, mit mir in einem Affenzahn über die Hindernisse zu fetzen - manchmal ist sie kaum zu bremsen.

Warum ich das alles erzähle? Nun, das ist quasi die Vorgeschichte, denn am Samstag war Hundeturnier bei uns im Verein! Etliche brave Vierbeiner traten mit ihrem Hundeführer an, erst im Gehorsam, dann waren für alle Zweibeiner theoretische Fragen zu beantworten, und dann stand noch Agility auf dem Programm.

Klar, dass wir da mitgemacht haben!! Natürlich haben wir uns nichts ausgerechnet, die "Konkurrenz" war einfach zu stark, darunter ein regelrechter Agility-Crack. Aber egal, Dabeisein ist doch bekanntlich alles. Leckerli waren nicht erlaubt beim Turnier, aber Doping-Kontrollen wurden nicht durchgeführt - so habe ich meine Biene vorher schon mit Wiener Würstchen ein wenig aufgeputscht! smiley



Nachdem wir im vergangenen Jahr den Gehorsamsteil MIT Leine gemacht hatten, was fünf Punkte Abzug gab, entschloss ich mich dieses Jahr, volles Risiko einzugehen und das Ganze frei zu probieren. Am Start hätte ich es fast schon bereut, denn Mausi wollte sich sogleich selbständig machen und übermütig und voller Begeisterung selbst losstarten. Aber ich brachte meinen schwarzen Wirbelwind noch rechtzeitig unter Kontrolle und flüsterte ihr ins Pinselöhrchen: "Biene, wenn Du brav bist, kriegst Du eine Wurst!" Da Wurst ihr Lieblingswort ist und nichts mehr "zieht" als ein Stückchen Wiener, setzte sie sich brav in Grundstellung neben mich, und los ging's mit dem Gehorsamsteil. Erst Slalom bei Fuß durch Pylonen, da musste Frauchen sich konzentrieren, um auch wirklich den richtigen Weg einzuschlagen. Dann waren Stangen aufgebaut: An der ersten Stange hieß es, Platz zu machen, an der zweiten Sitz, und an der dritten wurde ein sauberes Steh verlangt. Alles kein Problem, das Wort "Wurst" klang noch in den Ohren meiner Mix-Dame.

Dann ein Viereck ausschreiten und an jeder Eckstange Sitz machen - kein Problem. An der letzten Stange Platz-Bleib, und Frauchen muss das Viereck nochmal alleine abmarschieren, ohne Hund - oh je oh je. Würde mein Mädchen liegen bleiben? Sie blieb! Guckte sich zwar vorsichtshalber nach mir um, aber sie lag wie ein Fels in der Brandung smiley

Nun der Weg zurück zum Start-Ziel, und genau hier kassierten wir noch zwei Strafpunkte: Freudigst sprang Biene an mir hoch, wohl um mir zu demonstrieren, dass nun endlich besagte Wurst fällig wäre - das war natürlich nicht erlaubt. Aber egal, am Ziel lobte ich meine Kleine ausgiebigst, ich fand sie wirklich spitzenmäßig, sie hat mich überhaupt nicht enttäuscht.

Nach einer kleinen Pause war schließlich Frauchen an der Reihe: Fünf kniffelige Fragen galt es zu beantworten. Was heißt Hund auf Latein? Welches Agility-Gerät hat keine Kontaktzonen? Was bewirkt Angst im Körper des Hundes? Wenn mein Hund schon so gut war, konnte ich meine Biene hier nicht hängen lassen und hatte ein gutes Gefühl, die richtigen Antworten getroffen zu haben. Und tatsächlich habe ich meine Hundedame nicht blamiert...

Nach einer stärkenden Mittagspause ging's dann erneut um die Wurst, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Agility-Parcours stand auf dem Spiel! Wir hatten die letzte Startnummer, weil Frauchen morgens wieder mal nicht rechtzeitig aus den Federn kam, aber kein Problem, so konnten wir die Konkurrenz in Ruhe beobachten. Und was ich da sah, trug nicht gerade zur Ermutigung meinerseits bei. Zahlreiche Null-Fehler-Runden waren da schon vor uns absolviert worden, teils in sehr flotter Zeit. Ob wir uns da was ausrechnen konnten? Würde meine Maus überhaupt fehlerfrei um den Kurs kommen?

Freudig wedelnd hüpfte meine Biene mit mir zum Start. Ich beschwor sie noch einmal, brav zu sein - und gab das Kommando, über die erste Hürde zu springen: "Biene, jump!" Biene gab Gas: Eine Hürde, die zweite Hürde, dann das Brett - super, sie sprang nicht zwischendrin ab, sondern ließ sich sauber darüber lotsen. Dann ihr Lieblingsgerät, der Tunnel: Mit Höllenkaracho sauste sie durch. Zwei Kästen, die es zu durchqueren galt, und dann unsere große Schwierigkeit, der Slalom. Den findet Biene einfach zum Gähnen. Sie hatte bereits so ein Tempo entwickelt, dass ich sie bremsen musste, und ich brachte sie glücklicherweise rechtzeitig vor der ersten Stange zum Stehen. Kurz eine kleine Motivation ins seidig-schwarze Öhrchen geflüstert, und Biene nahm die zehn Stangen wie ein echter Profi. Mein Herz hüpfte vor Freude, und ich ließ Biene nochmal tüchtig Gas geben zum Schluss: Noch eine Hürde, durch den Vorhang mit den Fransen, und mit Überschallgeschwindigkeit durch die Ziel-Stangen - jaaaaaaaa! Null Fehler! Ich umarmte und busselte meine tolle Biene und gab ihr ein extrafeines Leckerli, ich war ja soooo stolz.



Aber würde das reichen? War unser gefühlter Affenzahn wirklich ein Affenzahn? Bange Minuten der Auswertung warteten auf uns. Dann trat unser Big Boss vor uns hin, um die Ergebnisse zu verkünden. Alles der Reihe nach, bei den letzten Plätzen angefangen. Als wir beim Gehorsam nicht auf Platz zehn oder dahinter landeten, habe ich mich schon gefreut wie ein Schnitzel. Und wir fanden uns glatt auf Rang vier wieder, trotz der gigantischen Konkurrenz und trotz des Hochspringens zum Schluss! Unglaublich...

Dann das Agility-Ergebnis. Meine Ohren sausten, und ich hörte nur noch: "Platz 1 für Biene!" Noch unglaublicher!! Ich knuddelte meine Supermaus ohne Ende und konnte es kaum fassen. In der Gesamtwertung erreichten wir einen phänomenalen dritten Platz, Bronze für meinen schwarzen Wirbelwind! Einfach wunderbar...

So, nun kennt Ihr den Grund für mein fettes Grinsen am vergangenen Samstag. Es war wie ein kleines Wunder. Ich war stolz wie Oskar. Nicht auf mich, nein, ich war lediglich Statist bei diesem Turnier. Die Arbeit, die Leistung, hatte meine heiß geliebte Hundedame gebracht, die schlau genug ist, um haargenau zu wissen, wann man sich so richtig zusammenreißen und konzentriert sein muss. Klar, dass es daheim gleich zwei Wiener Würstchen (die salzlose Hundeversion natürlich!) gab. Klar, dass die beiden Medaillen, die wir geholt haben, mit Sicherheit einen Ehrenplatz bekommen. Und klar, dass wir hoch motiviert sind, weiterzutrainieren, und zwar mit genausoviel Freude und Spaß, gemeinsam mit unseren Hundekumpels.



Übrigens: Seit diesem denkwürdigen Tag nenne ich meine Biene aus Spaß immer "meine kleine Championesse". Ich weiß nicht warum, aber sie findet das Wort einfach genial. Immer, wenn ich es ausspreche, bellt sie begeistert und springt an mir hoch (oh weh, zwei Strafpunkte!). Ob sie versteht, dass sie zumindest für mich die Allerallerbeste ist, unabhängig von der Platzierung bei Hundeturnieren? Ich glaube, sie weiß es, dass wir ein echtes Dreamteam sind....



12:35-16 Oktober 2008 - MelsBiene in Chaoten auf 4 Pfoten