Von 40 Millionen Haltungsplätzen für Legehennen in Betrieben mit mehr als 3.000 Hennen entfielen Ende 2007 in Deutschland 67,6 Prozent auf Käfighaltungsplätze. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren das 2,9 Prozent weniger als Ende 2006.
1,04 Millionen der insgesamt 27,04 Millionen Käfigplätze waren ausgestaltete Käfige oder Kleingruppenhaltungsplätze. Die Bodenhaltung legte um 1,9 Prozent auf 17 Prozent aller Haltungsplätze zu.
10,9 Prozent waren Freilandhaltungsplätze (siehe Bild) und 4,4 Prozent entfielen auf die ökologische Erzeugung. Im Dezember 2007 wurden in 1.233 meldenden Betrieben 32,7 Millionen Hennen gehalten, 4,8 Prozent davon nach den Regeln des ökologischen Landbaus. Der Rückgang in der Käfighaltung ist ein Ergebnis der Neufassung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung.

Die Haltung in konventionellen Käfigen ist nur noch bis zum 31. Dezember 2008 erlaubt und kann nur im Einzelfall für höchstens ein weiteres Jahr genehmigt werden.
Zum Beispiel, wenn es zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme der neuen Haltungseinrichtung kommt, die nicht vom Halter zu verantworten sind. Deutsche Eier werden künftig aus Bodenhaltung, der ökologischen Erzeugung, der Freilandhaltung oder der Kleingruppenhaltung stammen.
Viele alte Haustierrassen sind vom Aussterben bedroht, weil die moderne Landwirtschaft fast nur noch auf Hochleistungsrassen setzt. Doch diese Beschränkung birgt auch Risiken: Nutztiere wie Rind oder Schwein verarmen genetisch und werden anfälliger für Krankheiten.
Tierzüchter aus Süddeutschland haben jetzt in einem Forschungsprojekt die Eignung des Schwäbisch-Hällischen Schweins für den Ökolandbau untersucht. Ergebnis: Diese alte, schwarz-weiß gezeichnete Haustierrasse hat gegenüber den hochgezüchteten, modernen Schweinerassen einige Vorteile. Die robusten Tiere sind gute Futterverwerter, kaum stressanfällig und bestens geeignet für eine Weidehaltung. Aber vor allem liefern sie Fleisch von ungewöhnlich hoher Qualität.
Hier seht Ihr dieses Schwäbisch-Hällische Schwein - dieses Prachtexemplar wohnt übrigens im Freilichtmuseum Massing, in der Kulisse alter Bauernhäuser fühlt es sich sauwohl:

Vielleicht wollt Ihr mehr über diese alte Haustierrasse wissen? Gut, hier noch ein paar Informationen: Es handelt sich dabei um eine alte Hausschweinrasse, die besonders in Baden-Württemberg weit verbreitet war. Wie unschwer dem Namen zu entnehmen ist, gab es ganz besonders im Kreis Schwäbisch-Hall viele Exemplare der schwarz-gemusterten Sauen.
Vermutlich liegen die Anfänge dieser Rasse um das Jahr 1820, als aus China Maskenschweine eingeführt wurden, um die Landwirtschaft zu fördern. Diese Import-Schweine wurden zur Zucht verwendet, und daraus hervor ging das Schwäbisch-Hällische Schwein. Dabei wurden auch die bereits in der Region gebräuchlichen Rassen mit einbezogen. Also ist dieses Hausschwein eine echt internationale Züchtung!
Und die Rasse erlebte einen regelrechten Boom, ganz besonders im Ursprungsbundesland. Die erste Züchtervereinigung wurde 1925 gegründet, noch in den Vierziger Jahren war das Schwäbisch-Hällische weit verbreitet und erfreute sich größter Beliebtheit. Warum? Das Fleisch galt als hervorragend, und die Muttertiere brachten sehr gute Leistungen.
Jedoch: Die Wünsche der Verbraucher änderten sich im Laufe der Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts drastisch. Plötzlich sollte das Fleisch möglichst mager sein, das Schwäbisch-Hällische hatte ausgedient, verschwand immer mehr von der Bildfläche - andere Schweinerassen hatten seinen Platz eingenommen.
In den achtziger Jahren glaubte man sogar schon, die alte, traditionsreiche Rasse sei ausgestorben! Zum Glück ist das nicht passiert, denn es mehrten sich wieder die Züchter, die auf alte Haustierrassen zurückgreifen wollten und sich wieder auf deren Qualitäten besannen. Liebhaber begannen, wieder das Schwäbisch-Hällische Hausschwein zu halten und engagierten sich durch Lobbyarbeit und Aufklärung dafür, dass diese Schweinerasse nicht komplett von der Bildfläche verschwand.
Gerade im Öko-Landbau gewinnt das SH, so das Kürzel, wieder mehr an Bedeutung. Im vergangenen Jahr waren es immerhin wieder über 1000 Betriebe, die das SH wieder hielten. Und sie konnten sogar auf der Grünen Woche, der großen Landwirtschaftsschau mit Zuchtprämierung in der Hauptstadt, schöne Erfolge mit ihren Tieren erzielen.
Nach wie vor trägt das SH jedoch den Gefährdungsgrad Kathegorie II in der Roten Liste zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. In Deutschland gibt es gerade einmal zwölf Zuchteber und eine Population von rund 850 Schweinen.
Hier noch einmal ein paar Tugenden des Schwäbisch-Hällischen: Die Schweine gelten, abgesehen von dem guten Ruf ihres Fleisches, als ausgesprochen widerstandsfähig, frühreif, fruchtbar und langlebig.
Vielleicht überzeugen diese guten Eigenschaften ja wieder mehr Schweinehalter, sich SH anzuschaffen?
Deutschland ist sicher, zumindest vor dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche, kurz MKS. Vor dieser Krankheit, die auf jedem Bauernhof für Angst und Schrecken sorgt, ist Deutschland weiterhin gewappnet; unter Federführung Bayerns wurden entsprechende Impfstoffreserven bis 2012 vertraglich gesichert. In einer Pressemitteilung betonte Umweltminister Otmar Bernhard kürzlich in München: 'MKS ist zwar für den Menschen ungefährlich, bringt aber den Tieren viel Leid. Wir alle erinnern uns noch an die schrecklichen Bilder aus England, wo Millionen von Rindern gekeult und verbrannt werden mussten.'
Neben Rindern sind übrigens auch Schweine von der hier beschriebenen Tierseuche betroffen. Umso wichtiger ist es, gegen die Krankheit vor zu gehen. Nach einem Vergabeverfahren hat Bayern für 15 Bundesländer einen Vertrag mit einem Impfstoffhersteller unter Dach und Fach gebracht und entsprechende Impfstoffreserven gesichert. 'Damit ist gewährleistet, dass Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen bei Bedarf gegen MKS geimpft werden können', betonte Bernhard.

Die Bundesländer haben bereits 1992 beschlossen einen gemeinsamen großen Impfstoffvorrat aufzubauen und zu erhalten. Dadurch ist gewährleistet, dass im Fall einer Seuche innerhalb kurzer Zeit Impfstoff in großen Mengen hergestellt und an die betroffenen Regionen ausgeliefert werden kann. 
Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende, sich sehr schnell ausbreitende Viruserkrankung von Klauentieren. MKS betrifft alle Klauentiere, wie zum Beispiel Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Rot- und Damwild. Typische Merkmale sind Blasen, insbesondere an Lippen, Zunge, Klauen. Für die Tiere ist die MKS-Erkrankung sehr schmerzhaft. Bei erwachsenen Tieren kann sie gutartig verlaufen, für Jungtiere ist sie oft tödlich. Die Krankheit ist anzeigepflichtig.
Der von MKS betroffene Tierbestand und Klauentiere in einem Umkreis bis zu 1000 Metern um den betroffenen Bestand müssen gekeult werden. Außerhalb dieser Zone besteht die Möglichkeit Tiere zu impfen, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche und damit die Keulung vieler Tiere zu verhindern.
Fragt man Erwachsene nach ihren schönsten Kindheitserinnerungen hört man häufig: Sonntags sind wir immer mit der Oma an den Teich gegangen und haben Enten gefüttert. Und auch heute noch sieht man Familien mit der obligatorischen Brötchentüte in der Hand zum See spazieren. Doch wie leben eigentlich wilde Enten?
Die Familie der Entenvögel ist sehr groß. Zu dieser Familie gehören 47 Gattungen und knapp 150 Arten. Aufgrund der Artenvielfalt reicht die Größe dieser Tiere von dreißig Zentimetern bis hin zu 180! Auch das Gewicht hat mit 230 Gramm bis 22 Kilogramm eine beachtliche Spannbreite. Die Entenvögel kommen fast in der ganzen Welt vor, bevorzugt leben sie am Süßgewässer. Viele Enten sterben schon vor dem Erreichen der Geschlechtsreife. Die Lebenserwartung beträgt allgemein nicht mehr als fünf Jahre. Gott sei Dank gibt es auch Ausnahmen, die diese Zahlen deutlich überbieten, aber leider sind es nur seltene Ausnahmen.

Schon früh wurde die Nützlichkeit dieser Tiere entdeckt und man züchtete sie nicht nur wegen ihrem nahrhaftem Fleisch, sonder auch wegen ihrer Federn und ihrer Eier. Auch in der Literatur stößt man immer wieder auf die gefiederten Genossen. Die berühmteste Ente dürfte wohl Donald Duck sein.
Er und auch die anderen Arten aus der Entenfamilie haben körperlich sehr viele Gemeinsamkeiten. Sie besitzen einen langen und breit angelegten Körper, der ihnen beim Schwimmen den nötigen Auftrieb gibt. Ihre weit hinten am Körper angesetzten Beine und ihre Füße, die mit Schwimmhäuten versehen sind, machen aus den Gefiederten gute Schwimmer. Das Gefieder ist sehr dicht und wird durch ein aus der Bürzeldrüse abgesondertes Sekret wasserabweisend. Oberhalb der Augen haben alle Entenvögel Salzdrüsen, die es ihnen ermöglichen das überschüssigen Mineral wieder abzugeben. So können sie auch salziges Meerwasser ohne Probleme trinken.

Entenvögel haben einen breiten Schnabel, dessen Ränder mit Lamellen ausgestattet sind. Stockenten, zum Beispiel, haben am Oberschnabel über fünfzig Rillen und am Unterschnabel sogar mehr als siebzig! Die Lamellen dienen den Vögeln als Filter, um aus dem Wasser Kleinstlebewesen herauszufischen ohne dabei Liter um Liter trinken zu müssen. Auch das Festhalten des erbeuteten Fisches erleichtern diese Rillen ungemein. Eine weitere Besonderheit des Schnabels sind die Tastsinneszellen an der verhornten Schnabelspitze.
Die Entenvögel haben kurze, aber kräftige Flügel, die ihnen einen guten Flug ermöglichen, aber keine Segel- oder Gleitphasen. Das macht den Flug dieser Tiere so kräftezehrend. Wichtigste Steuerungsmöglichkeit im Flug hat der Schwanz, der meist nur kurz ausgebildet wurde.
Männliche und weibliche Entenvögel unterschieden sich meist eindeutig voneinander. Die männlichen Tiere haben häufig ein buntes Federkleid, während die Damen in unscheinbarem grau-braun ihre Wege ziehen.
Wer schon einmal in der Dämmerung an einem See vorbei gekommen ist, weiß, dass Enten ein lautes Organ haben können. Charakteristisch ist vor allem das „Quak“. Interessanterweise sind nur die weiblichen Enten für das laute „Quak“ verantwortlich. Die Herren versuchen sich mit anderen Lauten verständlich zu machen.
Entenvögel sind in ihrer Nahrung nicht wirklich wählerísch. Sie benötigen ungefähr zehn Prozent ihres Körpergewichtes als tägliche Essenration. Wasserinsekten, Krebstiere, Pflanzenteile und Plankton gehören zu ihren bevorzugten Speisen. Einige fangen und essen aber auch kleinere Fische. Um die Nahrung leichter verdaulich zu machen, nehmen viele Entenvögel kleine Kiessteine auf. Diese Steine helfen dann im Magen die gegessenen Speisen zu zermahlen.
Enten sind monogam lebende Tiere – wenigstens für eine Brutsaison! Erst zur nächsten Paarung halten sie nach einem neuen und vermeintlich besseren Partner Ausschau. Nestbau ist bei den Entenvögeln Frauensache. Doch mehr als nur eine Kuhle im Boden brauchen sie nicht. Das Weibchen polstert das Nest mit Daunenfedern der Brust, die sie sich ausreißt. Der typische Brutfleck entsteht.

Die Familie der Entenvögel ist sehr groß, so auch die Unterschiede in der Gelegegröße, die zwischen vier und mehr als zehn Eiern sein kann. Bebrütet wird das Gelege zwischen zwanzig und vierzig Tagen. Ist das Küken geschlüpft, ist es sofort lauf- und sogar auch schwimmfähig. Dennoch bleiben sie noch eine Zeit bei der Mutter. Sie zeigt und lehrt ihre Kinder, wie und wo sie am besten Nahrung zu sich nehmen können.
Auch wenn wir hier an jedem Teich einige Enten friedlich schwimmen sehen, gibt es momentan 33 Arten, die auf der roten Liste der IUCN stehen.
Der Sonntagsspaziergang mit der Oma steht an und ihr wollt ihr gerne etwas mitbringen? Dann schaut och mal bei den Kleinanzeigen, da findet man immer etwas Brauchbares. Ihr wollte von euren Erlebnissen berichten? Dann kommt in unser Forum.
Anmerkung: Auch wenn es viele noch aus ihrer Kindheit kennen: Enten sollten nicht mit Brot gefüttert werden. Warum das so ist, erfahrt ihr nächste Woche.
Greenpeace macht sich derzeit stark für Schweine. Es geht um ein Patent, das das Europäische Patentamt erteilt - dagegen will die Umweltschutzoranisation protestieren. Lest hier die Hintergründe:
Trotz ungeklärter Rechtslage und internationaler Kritik erteilte das Europäische Patentamt in München am Mittwoch ein umfassendes Patent (EP 1651777) auf ein Verfahren zur Zucht von Schweinen. Nach Untersuchungen von Greenpeace kommen die darin beschriebenen Erbanlagen in allen europäischen Schweinerassen vor. Die Ansprüche sind so formuliert, dass sie nicht nur das Zuchtverfahren umfassen, sondern in einem Streitfall der Patentinhaber auch Ansprüche auf die Schweine selbst und alle Nachkommen erheben kann.
Greenpeace wird einen Einspruch gegen das Patent einreichen, weil es gegen das Verbot der Patentierung von "im wesentlichen biologischen Verfahren" zur Züchtung verstößt. Das Europäische Patentamt prüft derzeit grundsätzlich, inwieweit Patente zur Zucht normaler Pflanzen und Tiere überhaupt erteilt werden dürfen. Mit der Entscheidung ist im Jahr 2009 zu rechnen.
"Mit Patenten wie diesem können Konzerne die Tierzucht in Europa weitgehend monopolisieren", sagt Christoph Then, Patentexperte für Greenpeace. "Es ist unglaublich, dass das Europäische Patentamt ein Patent erteilt, das auf normaler Zucht beruht und keinerlei erfinderische Leistung beinhaltet. Diese Übernahme der Lebensmittelproduktion durch Patente muss aufgehalten werden."
Das Patent hatte ursprünglich der US-Konzern Monsanto im Jahr 2005 beantragt. Während der Antragsprüfung hat das US-Unternehmen Newsham Choice Genetics das Patent gekauft, das eine enge Kooperation mit Monsanto in diesem Bereich ankündigte.
Nach Ansicht von Greenpeace verletzt das Patent die Regeln des Patentrechtes, weil es unter anderem weder erfinderisch ist noch ausreichend genau beschreibt, wie das Zuchtverfahren eingesetzt werden kann.
Hier noch ein paar Infos über die Umweltschutzorganisation: Greenpeace setzt sich zusammen mit einer internationalen Koalition ("No patents on seeds"), in der über 50 landwirtschaftliche Verbände zusammmengeschlossen sind, gegen Patente auf Saatgut und Nutztiere ein.

