Wissenswertes rund um den Floh
Gerade jetzt, wenn die Temperaturen allmählich abnehmen, entdecken Flöhe Hunde und Katzen als perfekte Wintertiere. Da diese Parasiten nicht nur für Vierbeiner lästig und unangenehm sind, sondern auch auf Herrchen oder Frauchen überspringen können, wird es Zeit, sich die kleinen Blutsauger etwas genauer anzuschauen:
1. Flöhe sind gefräßig
Flöhe saugen täglich das 10- bis 20-fache ihres Magenvolumens auf. Den Großteil davon scheiden sie unverdaut wieder aus, da er die Hauptnahrungsquelle für die Flohlarven darstellt.
2. Flöhe vermehren sich rasant
Ein einzelner weiblicher Floh kann bis zu 50 Eier pro Tag und bis zu 600 Eier während ihres Lebens legen. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich nach kurzer Zeit in einen widerstandsfähigen Kokon verpuppen. Schon innerhalb von zwei Wochen können daraus die ausgewachsenen und geschlechtsreifen Flöhe schlüpfen. So können Flöhe unter optimalen Bedingungen innerhalb weniger Wochen eine Wohnung zu Tausenden bevölkern. Dabei liegen nur 1-5 Prozent ausgewachsen vor, die große Mehrzahl hingegen als Ei, Larve oder Puppe.
3. Flöhe leben im Verborgenen
Flohlarven sind sehr lichtscheu und suchen sich geeignete Plätze wie dicke Teppiche, Sofas oder Betten. Auch der Flohkokon befindet sich meist an sicheren Verstecken. Dagegen halten sich ausgewachsene Flöhe die ganze Zeit auf ihrem Wirtstier auf und lassen die mikroskopisch kleinen Eier vom Fell herunter auf Möbel, Textilien oder den Boden rieseln.
4. Flöhe suchen die Wärme
Flöhe sind in warmer Umgebung aktiver und vermehren sich schneller. Im Herbst folgen die Parasiten verstärkt Haustieren in die warmen Wohnungen und Häuser, um den fallenden Außentemperaturen zu entkommen.
5. Flöhe übertragen Krankheiten
Während des Blutsaugens können Flöhe winzige Infektionserreger wie Bakterien oder Viren auf den Vierbeiner aber auch auf den Menschen übertragen. Außerdem besteht das Risiko, dass Flöhe Gurkenkernbandwürmer in sich tragen. Verschlucken Hund oder Katze einen solchen Floh, kann sich der Bandwurm im Darm des Tieres ansiedeln. Da diese Würmer auch den Menschen befallen können, besteht beim Schmusen mit befallenen Vierbeinern vor allem für Kinder die Gefahr einer Wurminfektion.
6. Flöhe müssen professionell bekämpft werden
Hausmittel versagen bei Flöhen, vor allem bei einem akuten Befall von Tier und Wohnung. Über wirksame Flohschutzmittel zum Auftropfen auf Nacken und Rücken des Hundes (sogenannte Spot-on-Produkte) können Sie sich bei Ihrem Tierarzt informieren. Für Hunde ideal sind Produkte, die Flöhe, Zecken, Mücken und Stechfliegen gleichermaßen bekämpfen. Sie schützen bei monatlicher Anwendung vor einem neuen Befall und diversen Krankheitsrisiken.
Weitere Informationen für Tierhalter zum Thema Parasiten von Hund und Katze gibt es unter www.parasitenfrei.de.
