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Rote Liste der bedrohten Tierarten bekannt gegeben - grausame Ergebnisse



Heute ist sie wieder einmal veröffentlicht worden, die Rote Liste der bedrohten Tierarten. Und wiederum sieht das Ergebnis grausam und traurig aus, zumindest für alle, die ein Herz für Tiere zeigen.

Bekannt gegeben wurde die Liste auch heuer durch die International Union for the Conservation of Nature (IUCN). Auch der Naturschutzbund hat sich bereits eingeschaltet und ein Soforthilfeprogramm für den Erhalt der biologischen Vielfalt gefordert. „Betroffen sind nicht nur die bekanntermaßen gefährdeten Regionen wie die tropischen Regenwälder. Allein 19.328 Tierarten in Europa zeigen deutliche Rückgänge oder konstant niedrige Bestandszahlen. In Deutschland ist jede zehnte Tierart gefährdet. Betroffen sind selbst weit verbreitete Arten wie die Feldlerche und der Kuckuck“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke auf dem 4. Weltnaturschutzkongress in Barcelona.


Zählt zu den gefährdeten Arten: der Kuckuck

Bis 2010 wird der Stopp des Verlustes der Artenvielfalt immer unwahrscheinlicher. Es gelte daher jetzt zu handeln, damit es für viele Arten nicht zu spät sei. Die Rote Liste 2008 und die enorme Gefährdung vieler Arten seien das Resultat einer immer umfangreicheren Zerstörung natürlicher Ressourcen, heißt es. Die weltweite Naturzerstörung bedrohe nicht nur die unmittelbar davon betroffenen Arten, sondern bald wohl auch den Menschen, wenn es so weiter geht.




Auch Wildpferde stehen auf der Roten Liste 2008

Deshalb fordert der Naturschutzbund von der Regierung ein ausführliches und effektives Programm zur Entwicklung der so genannten Biodiversität. „So wie es mit den ‚Meseberger Beschlüssen’ einen ersten Ruck Richtung ernsthaftem Klimaschutz gegeben hat, so muss es auch zum Erhalt der Vielfalt der Arten und Lebensräume einen konkreten Arbeitsauftrag an die Ressorts und das Parlament geben“, forderte Tschimpke. Alle wichtigen und dafür nötigen politischen Strategien und Subventionen seien auch darauf hin zu überprüfen, ob sie direkt oder indirekt die Biologische Vielfalt schädigen.


Schon lange gefährdet: diverse Fledermausarten

Der Naturschutzbund plant bis 2010 einige Maßnahmen. Ziel ist es mit wenig Aufwand eine naturnahe Bewirtschaftung von Wald, Wiesen und Feldern zu schaffen, um die dort lebenden Arten zu schützen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Zahl der bedrohten Tiere auf irgend eine Weise begrenzt werden kann - früher oder später...



19:00- 6 Oktober 2008 - johba in Mensch und Tier


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