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Tierschutz in der Heimtierhaltung fängt bei der Wahl des Zoofachgeschäftes an



Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) hat 10 Gebote für den
Zoofachhandel aufgestellt, an denen Tierfreunde sich orientieren können.


Hund, Katze, Meerschweinchen und Zierfisch sind ihr Leben lang auf die
artgerechte Pflege des Menschen angewiesen. Anlässlich des Welttierschutztages
empfiehlt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF), sich einen
tierschutzorientierten Partner für seine Heimtiere zu suchen: „Es ist nicht egal,
ob Tierfreunde ihre Heimtiere oder den Tierbedarf spontan und ohne Beratung
zum Beispiel im Internet oder über eine Kleinanzeige erwerben oder erst nach
einer Beratung bei einem professionellen Fachmann. Tierschutz fängt bei der
Auswahl eines fachkompetenten Zoofachgeschäftes an“, erklärt ZZF-Präsident
Klaus Oechsner.

Um Tierfreunden bei der Auswahl eines Zoofachgeschäfts ihres Vertrauens zu
helfen, hat der ZZF "10 Gebote für den Zoofachhandel" aufgestellt:

1. Das Personal muss sich Zeit nehmen für eine ausführliche Beratung. Es sollte
in der Lage sein, fachlich qualifiziert Auskunft zu geben. Vor allem beim Tierkauf
ist Aufklärung über die artgerechte Haltung besonders wichtig. Kunden sollten
sich nicht scheuen, das Geschäft zu verlassen, wenn sie sich ungenügend
beraten fühlen.



2. Die angebotenen Tiere sind für die Heimtierhaltung geeignet, das heißt ihre
Ansprüche an Futter- und Umweltbedingungen können vom Halter erfüllt
werden.

3. Die präsentierten Tiere stammen überwiegend aus Nachzuchten. Sie schonen
die Bestände in der Natur und gewöhnen sich leichter an den Menschen.

4. ZZF-Mitglieder bringen bei Tieren mit besonderen Ansprüchen einen roten
Punkt an. An dieser Markierung erkennt der Kunde, dass zur artgerechten
Haltung dieser Tiere spezielle Kenntnisse erforderlich sind und der Händler
seine Kunden besonders ausführlich beraten möchte.

5. Der Umgang mit den Heimtieren ist umsichtig und verantwortungsvoll. In
guten Fachhandlungen finden Tierfreunde saubere und große Gehege, die
artgerecht ausgestattet sind. Kontaktfreudige Tiere werden gesellig gehalten,
ruhebedürftige Arten sind abseits der Kunden untergebracht. Die Tiere sind vor
Streichelversuchen der Kunden geschützt.

6. Ein guter Zoofachhändler legt Wert auf artgerechtes Zubehör und Materialien,
die den Tieren und auch dem Menschen nicht schaden.

7. Der ZZF warnt vor tierschutzwidrigem Zubehör wie zum Beispiel
Goldfischkugeln, Hamsterkugeln aus Plastik etc. Eine Checkliste über
tierschutzwidriges Zubehör gibt es im Internet unter www.zzf.de.

8. Von einem unüberlegten Heimtierkauf rät ein guter Zoofachhändler ab.
Stattdessen bietet er Fachliteratur an, damit sich der Kunde in aller Ruhe über die
Bedürfnisse seines zukünftigen Heimtieres informieren kann.

9. Für Heimtiere wird keine Preiswerbung betrieben. Ein Schnäppchenpreis ist
ein schlechtes Kriterium bei der Anschaffung von Tieren. Bei Anbietern, die
Heimtiere als Sonderangebot anpreisen, steht das Wohl der Tiere sicherlich nicht
an erster Stelle. Solche Händler sollten Tierfreunde meiden.

10. In einem guten Zoofachgeschäft ist der Kunde mit seinen Fragen und
Problemen auch nach dem Kauf willkommen. Das Personal steht Tierhaltern mit
fachlicher Beratung und Praxiserfahrung zur Seite.

Eine Mitgliederdatenbank des ZZF gibt es im Internet unter www.zzf.de.

Quelle: Text und Bild ZZF (Veröffentlichung für redaktionelle Zwecke honorarfrei)

08:16- 1 Oktober 2008 - Dein Tierwelt-Team in Tierschutz


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