Achtung! Gefährliche Spielzeuge
Wie in der letzten Woche berichtet, gibt es eine große Auswahl an Spielzeugen und Zeitvertreibern für deine Vögel. Leider gibt es bei der Fülle der Spielzeugauswahl auch immer wieder Angebote, die deinem Vogel sogar gefährlich werden können. Aber auch artwidriges und unsinniges Spielzeug sollte nicht den Weg in den Käfig oder die Voliere finden. Zu diesem unsinnigen Zubehör zählen:
- Spiegel: Spiegel in allen Formen und Variationen gehören nicht zu einem artgerechten Zubehör. Leider findet man immer noch viel zu häufig einen Spiegel als Ersatz für einen wirklichen Wellensittichfreund in einem Käfig. Spiegel suggerieren dem gefiederten Mitbewohner einen Partner. Besonders kritisch wird es dann, wenn der Einzelvogel den vermeintlichen Partner füttern möchte, so wie es seine Natur vorsieht. Durch diese Handlungsweise, also das ständige Hoch- und wieder Herunterwürgen des Futters, wird eine bakterielle Entzündung des Kropfes fast unumgänglich. Nicht selten endet so eine Entzündung tödlich!

- Plastikwellensittiche: Auch diese Form des "Spielzeugs" dient dazu, seinem Einzelvogel einen Partner vorzutäuschen. Die Problematik ähnelt dem des Spiegels. Auch hier wird in Ermangelung artgerechter Ansprache das Plastik gefüttert und eine Kropfentzündung daher fast nicht zu vermeiden.

- Bast, ausgefranste Seile: Bei dieser Unterhaltung für den Vogel besteht die Gefahr, dass sich der Vogel an kleineren, losgelösten Fäden verheddert. Schlimmer noch, er könnte sich seine Gliedmaßen abschnüren oder sich sogar damit strangulieren. Wenn man seinen gefiederten Freunden Seile anbieten möchte, sollte man daher darauf achten und gegebenenfalls die losen Fäden mit der Schere kürzen.
- Salatkugel: Die Gitterabstände sind leider so konzipiert, dass der Vogel den Kopf zwischen die Gitterstäbe stecken kann. Oftmals hängt dann der kleine Vogel so unglücklich in diesem Zubehör, dass er sich bei einem Befreiungsversuch stranguliert.

- Außennäpfe: Besonders durchsichtige Außennäpfe werden von den kleinen Australiern als "Tür zur Freiheit" gesehen und sie versuchen, auf diesem Wege aus dem Käfig zu entkommen. Sind sie einem in dem Napf, können sie sich kaum mehr befreien. Am besten ist es, wenn man die Außennäpfe komplett entfernt. Die vorhandenen Löcher kann man mit separaten Türchen (gibt es im gut sortierten Fachgeschäft) oder Volierendraht sittichsicher verschließen
Weitere hilfreiche Tipps und Ideen zur richtigen Käfigeinrichtung gibt es natürlich auch im Forum. Viele artgerechte Spielzeuge findest du auch unter den Kleinanzeigen.
10:30- 3 August 2008 - A.Winkel in Voegel
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