Ein Esel mehr im Straßenverkehr
Dass auf den Straßen Esel unterwegs sind ist nichts Neues, werden doch viele Autofahrer als solche beschimpft. Neuerdings sind aber auch echte, tierische, Esel unterwegs. So zumindest geschehen in Bayern, in einer kleinen Gemeinde nahe des bayerischen Waldes. Hier hatte ein Esel, der auf einer Wiese mit einem Strick an einen Baum gebunden war, während der Besitzer eine Runde mit dem Fahrrad drehte, einen Anfall von Freiheitsdrang. Offenbar kam dieser durch die duftende Wiese, auf der er stand. Jedenfalls schienen seine Sinne so stark gereizt worden zu sein, dass das Tier kurzerhand seinen freiheitseinschränkenden Strick durchbiss. Der Vierbeiner genoss seine plötzliche Freiheit in vollen Zügen und trabte gemütlich auf die Straße.

Dort allerdings kam es zu einer unheimlichen Begegnung. Der Esel wollte die Straße überqueren und übersah dabei einen ankommenden Kleintransporter. Beim Zusammenstoß der beiden "ungleichen Verkehrsteilnehmer" hatter der Esel zwar natürlich den Kürzeren gezogen, doch trotzdem eine gewaltige Portion Glück. Er blieb quasi unverletzt als er gegen die Seite des Klein-LKWs prallte und auch der LKW wurde kaum in Mitleidenschaft gezogen, sodass auch der Fahrer ohne Blessuren dafür aber mit erstauntem Blick davonkam. Wie die Polizei inzwischen berichtet hat, hatte ein Nachbar den ungleichen Kräftevergleich auf der Straße mitbekommen und sich sofort an die Unfallstelle begeben, um den "Esel im (Un)Glück" zu betreuen. Der Mann brachte das Tier in seinen Garten zurück und kümmerte sich fachmännisch um den erschrockenen Esel. Man kann also getrost sagen: Ende gut, Esel gut. Außer natürlich für den Besitzer des grauen Tieres: er wurde von der Polizei ausfindig gemacht und ermahnt, künftig besser auf die Dicke des Strickes für den Esel zu achten. Interessant am Rande: für den Esel wäre aber zumindest eine Haftplichtversicherung abgeschlossen gewesen.
13:15- 4 Juli 2008 - johba in Mensch und Tier
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