Manche mögen's heiß - Meerschweinchen aber nicht...
"Manche mögen’s heiß“ ist nicht nur der Titel eines Streifens aus den 50er Jahren, sondern trifft auch auf die Lebensweise vieler unserer tierischen Freunde zu. Meerschweinchen gehören aber definitiv nicht dazu.
Sie lieben Temperaturen bis etwa 22 Grad, wenn das Quecksilber über diese Marke steigt, wie jetzt Ende Juni, fühlen sich die Kleinen aber nicht mehr ganz so wohl. Ab 25 Grad warnen Experten vor gesundheitlichen Schäden, wie Kreislaufproblemen, und wer seinen Nager Temperaturen um 30 Grad oder mehr aussetzt, der riskiert sogar, dass das Tier einen Hitzschlag bekommt. Wie aber kann man seinem knopfäugigen Freund das Leben leichter machen, wenn draußen – oder sogar in der Wohnung – tropische Temperaturen vorherrschen?

Wichtig ist zunächst, dass ihr euch darum kümmert, dass der Liebling genug Schatten hat. Oft hilft es bereits das Zimmer etwas abzudunkeln, damit es darin wieder erträglicher wird. Schwieriger ist es dagegen bei Außengehegen: sie müssen ganztägig vor Sonnenstrahlen geschützt sein. Übrigens: die handelsüblichen Holzhäuschen reichen im Freigehege nicht zum Unterstellen aus.

Besser ist es, das Meerschweinchen-Gehege in der Nähe von Büschen zu platzieren. In der Wohnung sorgt ein kleiner Sandhaufen im Gehege für Abhilfe. Er ist nicht nur ein neues Highlight und bereitet dem Meerschweinchen sichtlich Spaß beim Buddeln, sondern wird gerne zum Abkühlen verwendet.
Wer noch alte Fließen vom letzten Umbau übrig hat, kann damit dem Nager ebenfalls einen gewaltigen Gefallen tun; einfach ein Stück saubere Fließe in den Käfig legen und schon hat das geliebte Wollknäuel eine kleine Terrasse, die es kühl hält und die das Tier auch sicherlich gleich ausprobieren wird.
Weniger angenehm sind allerdings Transporte, sie sollten nur in dringenden Fällen erfolgen, damit die Nager zur Zeit bei dieser Hitze nicht auch noch in Stress geraten. Ansonsten kann es zu gesundheitlichen Schäden, schlimmstenfalls sogar zu einem Hitzschlag kommen. Ach übrigens: Letzterer kann bei Meerschweinchen besonders schnell eintreten. Zum einen durch ihr dickes Fell, zum anderen weil sie nicht richtig schwitzen und somit kaum Wärme abgeben können.

Im Fall der Fälle, wenn euer Meerschweinchen einen Hitzschlag bekommen sollte, ist schnelles Handeln angesagt.
Was tun? Meerschweinchen in feuchtes Tuch einwickeln, gekühlte Flüssigkeit zuführen und nichts wie ab zum Tierarzt. Der kann dem Tier unter anderem durch Infusionen wieder auf die kleinen Beinchen helfen. Auch in Sachen Futter solltet ihr den Kleinen bei der Hitze so gut es geht entgegenkommen – also: große Portionen Frischfutter sollten erst am Abend auf der Speisekarte stehen, während des Tages sind kleinere Mengen davon empfehlenswert. Gräser sind dagegen immer ein willkommener Imbiss, egal ob wir Bade- oder Regenwetter haben...

