Beim Gehorsam den Welpen nicht überfordern
Gehorsamsübungen sind schön, gut und wichtig. Jeder Hund sollte die wichtigsten Kniffe aus diesem Bereich draufhaben, allerdings darf der beste Freund des Menschen dabei nicht überfordert werden. So können sich gerade Hunde im Alter von einem halben Jahr beispielsweise nur für eine gewisse Zeit konzentrieren, dann ist es wieder vorbei mit der Ruhe und die Hunde wollen spielen und nicht mehr mitmachen. Deshalb: Nicht länger als 10 Minuten am Stück die Gehorsams-Kommandos einüben, wenn es sich um einen jungen Hund handelt. Lieber mehrmals am Tag trainieren und dann erst bei steigendem Alter von Bello die Trainingsdauer erhöhen.
Wie erkenne ich, dass mein Hund genug vom Üben hat? Das ist ganz einfach. Zeigt er auf einmal wie aus heiterem Himmel völliges Desinteresse, obwohl er die Gehorsamsübungen zuvor noch gut gemeistert hat, so ist das ein Anzeichen dafür, dass ihr ihn überfordert habt. Auch so genannte Übersprungshandlungen, die vom eigentlichen Geschehen ablenken, wie zum Beispiel Gähnen oder Scharren, sind deutliche Anzeichen.
Am beliebtesten macht ihr euch bei der Obedience, also bei der Gehorsamsübung beim Hund, durch viel Geduld, eine starke Bindung zum Tier, durch Vertrauen, viel Fleiß und natürlich Motivation. Wer selbst nicht motiviert ist, der überträgt dieses Gefühl auch auf den Wauwau und schon funktioniert gar nichts mehr.
Wichtig ist also neben der Disziplin bei den Gehorsamsübungen auch der Spaß. Freilich ist er nicht Sinn und Zweck der Übungen, trotzdem sind (wie bereits gehört) auch spaßige Augenblick und vor allem bei Welpen Pausen das Erfolgsgeheimnis. Und danach ist Bello dann doppelt so aufmerksam und interessiert, ihr werdet sehen...
Die ideale Gehorsamsübung seht ihr hier:
1) Der Hund geht bei Fuß

2) Der Hund macht Platz, obwohl sich Herrchen immer weiter entfernt

3) Herrchen ruft den Hund ab, dieser kommt und wird belohnt

Wichtig für Punkt 2: Geht nicht zu weit von eurem Hund weg, vor allem am Anfang der Obedience-Übungen. Nur so weit, wie ihr es eurem Hund zutraut, dass er tatsächlich bleibt. Es geht nicht um die Entfernung bzw. wer am weitesten weggehen kann von seinem Hund, sondern es geht um das Vertrauen und die Beziehung von Herrchen und Hund.
Wichtig für Punkt 3: Lasst euren Hund nach dem Abrufen nicht sitzen. Zumindest nicht bevor er mit einem Leckerli belohnt wird. Ansonsten nämlich belohnt ihr ihn für das "Sitz", nicht aber das "Komm".

