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Ein Hauch vom Wolf



Nein, manchmal können sie ihre Vorfahren wirklich nicht verleugnen, unsere Hunde. So einiges erinnert an ihrem Verhalten an ihre Urahnen. Immer wieder fallen uns Kleinigkeiten an unseren Hunden auf, die uns an "Opa Wolf" erinnern. Denn der Wolf ist der Stammvater unseres heutigen Haushundes. Forschern wie Günter Bloch ist es gelungen, Wölfe ganz aus der Nähe zu beobachten und somit wertvolle Rückschlüsse zu ziehen.


Was hat der Hund zum Beispiel vom Wolf? Er ist ebenfalls ein Rudeltier. In seinem Verbund, genannt das Rudel, gibt es das Alpha-Tier, das die Führung hat. Im Mensch-Hund-Team ist dies natürlich idealerweise der Mensch. Auch in Sachen Körpersprache und Ausdruck hat der Hund viel vom Wolf. Allerdings ist die Körpersprache der Wölfe weit differenzierter als die des Haushundes, ebenso die Mimik. Laut Verhaltensforscherin Dr. Dorit Feddersen-Petersen hat der Wolf die Möglichkeit, zwischen 60 verschiedenen Gesichtsausdrücken zu wählen. Bei Rassen wie zum Beispiel dem Deutschen Schäferhund sind es lediglich zwölf.



Dies begründet sich in erster Linie dadurch, dass sich der Hund eng an den Menschen angeschlossen hat. Im Rudel ist Mimik und Körpersprache sowie außerdem der Einsatz von Gerüchen überlebenswichtig. In der Mensch-Hund-Beziehung dagegen nicht. So hat der Hund einiges von seinem wolfsererbten Fähigkeiten eingebüßt.


Und doch sind da noch die Kleinigkeiten, die an den Wolf erinnern. Schüttelt Dein Hund zum Beispiel sein Spielzeug, wenn er es im Maul trägt? Nun, das hat er zum Beispiel von seinem Urahnen. Dieser schüttelte seine Beute, um ihm dadurch das Genick zu brechen.



Oder scharrt Dein Hund mit den Pfoten, wenn er sein Geschäft verrichtet hat? Auch hier lässt Isegrim grüßen. Er verbreitet somit seinen Duft, hinterlässt quasi Informationen.


Aber nicht alles lässt sich mit dem Erbe der Wölfe entschuldigen. Zum Beispiel, wenn im Mensch-Hund-Gefüge der Hund die Führung übernommen hat, genügt es nicht, es zu entschuldigen, dass der Hund eben wie der Wolf dominant sei. Dann nämlich ist die Rangordnung im Rudel nicht geklärt, nicht der Mensch hat die Führung übernommen, sondern der Hund. Wenn die Rangordnung stimmt, der Mensch also das "Alpha-Tier" ist, dann darf der Hund übrigens ruhig auch mal aufs Sofa (siehe Bild), er darf auch mal zuerst gefüttert werden, und wenn's sein muss, stürmt er auch mal als Erster durch das Tor der Hundeschule. Wenn's weiter nichts ist....



12:44-17 Mai 2008 - MelsBiene in Hunde


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