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"Känguru" heißt "Ich verstehe nicht!"



Man kennt sie aus Australien - und aus so manchem Tierpark. Lustig hoppeln sie durch die Gegend, oft mit einem Jungtier im Beutel. Das Känguru begeistert wegen seines pfiffigen Aussehens die Menschen. Charakteristisch für die Säugetiere sind die langen, gut ausgebildeten Hinterbeine und die sehr kurzen Vorderbeine, die den Tieren die hüpfende Fortbewegung ermöglichen. Auch der Schwanz trägt dazu bei, er ist sehr kräftig und muskulös, mit ihm kann das Känguru ausbalancieren.

Hier seht Ihr ein Känguru im Straubinger Zoo. Schaut ganz schön pfiffig, nicht wahr?



Das Besondere an Kängurus ist aber nicht nur die Art der Fortbewegung, sondern auch die Fortplanzung sowie die Aufzucht des Jungen. Ein Känguru bringt meist ein Junges zur Welt, und zwar bereits nach 20 bis 40 Tagen, so dass das Jungtier noch recht unterentwickelt ist. Das Kleine ist nicht größer als zwei Zentimeter! Gut, dass die Kängurumama einen schützenden Beutel hat. Da hinein krabbelt das Neugeborene von selber. Der Beutel ist nach vorne offen, darin befinden sich vier Zitzen. An so eine Zitze hängt sich das Kängurubaby dann - und lässt diese die nächsten Wochen überhaupt nicht mehr los! Übrigens wiegt so ein Baby gerade mal ein Gramm. Ein halbes Jahr bleibt es mindestens im Beutel, höchstens aber acht Monate, dann ist es zu groß für den Mama-Bauch.

Noch eine Besonderheit bei der Känguru-Fortpflanzung ist, dass sich die Mutter gleich nach der Geburt erneut paaren kann. Wird sie trächtig, bleibt der Embryo so lange klein und unterentwickelt, bis das bereits geborene Jungtier den Beutel verlassen hat. Erst dann kommt das nächste Baby zur Welt. Spannend, nicht wahr?

Übrigens sind Kängurus sehr genügsam. Auch in Gegenden, in denen es relativ wenig Pflanzen gibt - davon ernähren sie sich nämlich - können sie überleben.



Mit den Vorderpfoten - Ihr seht sie sehr gut auf dem Bild oben - können die Kängurus ihre Nahrung aufsammeln, denn daran befinden sich fünf Finger. Auch zum Abstützen dienen die kurzen Vorderbeine.

Übrigens gibt es eine witzige Geschichte zum Känguru. Das Wort soll in der Aborigines-Sprache, der Sprache der australischen Ureinwohner, bedeuten "Ich verstehe nicht". Und das kam so: Im Jahre 1770 erreichte der britische Seefahrer James Cook den australischen Kontinent und erblickte - der Legende nach als erster Europäer! - ein Känguru. Auf englisch fragte er die Ureinwohner, was das denn für ein Tier sei. Und die verstanden natürlich überhaupt nichts und antworteten daher "Känguru", was übersetzt heißt "ich verstehe nicht". Witzig, nicht wahr? So kam das Tier zu seinem Namen, unter dem wir es heute noch kennen!


12:12-15 Mai 2008 - MelsBiene in Zoos und Tierparks


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