Pferdezucht: Der Natursprung
Pferdebesitzer, die mit ihrer Stute züchten möchten, haben die Auswahlmöglichkeit zwischen drei Arten des Bedeckens: Der künstlichen Besamung, dem Decken an der Hand und dem Natursprung. Bei der künstlichen Besamung fällt die Verletzungsgefahr, die beim Decken an der Handund beim Natursprung besteht, weg. Dafür ist der Natursprung, wie der Name schon sagt, der natürliche Weg der Fortpflanzung beim Pferd.
Voraussetzung dafür ist in jedem Fall, dass die Stute rossig ist. Das ist alle drei Wochen der Fall. Mindestens sollte die Stute für eine Bedeckung auf alle Fälle drei Jahre alt sein - vorher wäre es zu früh.
Beim Natursprung kommt der Hengst zusammen mit der rossigen Stute auf eine Weide. Beim Decken an der Hand werden hingegen sowohl Stute und Hengst fixiert, der Stute werden oft sogar die Beine zusammen gebunden, damit sie nicht ausschlägt - diese Methode ist daher sehr umstritten und führt nur in rund einer Hälfte der Fälle zur Trächtigkeit, belegen Studien. Anders beim Natursprung. Hier nehmen die Stuten zu 95 Prozent auf, werden also trächtig.
Zunächst einmal dürfen sich Stute und Hengst dabei in aller Ruhe kennen lernen und beschnuppern:
Hier zeigt sich auch, ob die Stute paarungsbereit ist. Ist sie es nicht, schlägt sie aus oder beisst den Hengst weg. Was bei dieser Stute nicht der Fall ist. Sie lässt zu, dass der Hengst - er heißt Arc de Triomphe - sie bespringt:
Der Hengst springt schließlich auf die Stute, und so kommt es zum Deckakt. Der dauert übrigens nur sehr kurze Zeit, bevor die beiden wieder voneinander lassen:
Wird die Stute trächtig, dann ist das Fohlen ein wahres Kind der Liebe. Die Spannung bei diesem Pärchen hier ist jedenfalls groß - wird Arc de Triomph, ein sehr erfolgreicher Traberhengst, der in seiner Karriere fast 100.000 Euro verdient hat, bald Papa mit dieser hübschen Stute?
