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Ein ganz besonderer Zugvogel: Der Weißstorch



In der Fabelwelt und Literatur ist er bekannt als Adebar. Im Volksglauben bringt er die Babys: Der Storch. Um ihn ranken sich viele Geschichten und Legenden, er ist ein ganz besonderer Vogel. Wir stellen Euch den Storch einmal näher vor.

Jedes Jahr im Herbst zieht der Storch nach Afrika, um im Frühjahr wiederzukommen und sein Nest für den Nachwuchs zu bauen. Bei uns handelt es sich dabei zumeist um Weißstörche. Dieser majestätische Vogel hat eine Flügelspannweite von über zwei Meter. Er ist, wie alle übrigen Storcharten, ein Fleischfresser.



Seine Stimme ist sehr schwach, daher versteht er sich bestens auf eine andere Art der Verständigung: Er macht sich durch Klappern bemerkbar. Das ist der charakteristische Laut für den Storch, das laute Klappern mit dem langen Schnabel. Sogar bei der Balz klappert er laut um sein Weibchen.

Der Weißstorch legt jedes Jahr im Herbst eine sehr weite Strecke zurück: Es zieht ihn nach Afrika, und zwar in die Region südlich der Sahara. Dabei nutzt er die Thermik, er ist ein so genannter Segelflieger. Aus diesem Grunde muss er allerdings auch das Mittelmeer umfliegen: Denn über dem Wasser entsteht keine Thermik. Wir sprechen hier übrigens von Strecken und Entfernungen von mehr als 10.000 Kilometern!

Im Frühjahr kommen die Störche wieder, um ihre Nester zu beziehen - sie nutzen dabei oft bereits bestehende Nester - und zu brüten. Gelegt werden meistens drei bis fünf Eier. Störche brüten oft in Kolonien, darunter auch der Weißstorch, der in einer so genannten losen Kolonie brütet. Das bedeutet, dass es in der unmittelbaren Nachbarschaft eines brütenden Storches oft noch weitere Storchenpärchen gibt, die Nachwuchs erwarten.



Gebrütet werden mindestens 25, höchstens 38 Tage. Danach schlüfen die Jungen und sind mit spätestens 100 Tagen flügge. Sowohl Storchenmutter als auch Storchenvater kümmern sich um die Verpflegung des Nachwuchses.

Der Weißstorch ist ein Fleischfresser. Auf seiner Speisekarte stehen Kleintiere, zum Beispiel Fische, Mäuse und Regenwürmer. Auf Wiesen und in Sümpfen kann man ihn oft umher staksen sehen. Dann ist er auf der Jagd nach Beute: Er schreitet umher und senkt dann blitzschnell den Kopf, um das Fressbare mit dem langen Schnabel zu erbeuten.

Fast war der Weißstorch in Deutschland schon einmal in Gefahr, es gab in den 80er Jahren einmal nur noch unter 3.000 Brutpaare in der Bundesrepublik. Inzwischen ist der Zugvogel, um den sich so viele Fabeln und Legenden ranken, wieder stärker im Kommen. Vor allem aber in Osteuropa gibt es noch sehr viele Störche - und einige wandern auch nach Deutschland herüber.

Herzlich willkommen, Adebar!!!



12:33- 8 Mai 2008 - MelsBiene in Voegel


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