Unruh' durch Känguru im Hunsrück
Im Hunsrück herrschte gestern Abend große Aufregung. Dort waren aus dem Gehege eines Privatmannes im Raum Trier-Saarburg drei Kängurus ausgebüchst und hatten sich auf eine kleine Reise gemacht. Ob sie lediglich das schöne Wetter genießen wollten oder ihre Sprungtechnik verbessern wollten ist nicht bekannt. Tatsache ist jedoch, dass die Tiere nicht lange fackelten und sofort die Gegend erkundeten. Während das Känguru-Männchen relativ schnell von den Reizen außerhalb des Geländes satt war, kamen die beiden Weibchen nicht mehr zurück.

Nach ihnen wird immer noch gesucht, heute wurden sie bereits von Autofahrern an der Bundesstraße B52 entdeckt, konnten jedoch nicht gefasst werden. Wer glaubt es wäre eine Seltenheit, dass Kängurus Deutschland unsicher machen, der irrt sich. Bereits in den Jahren 1998, 2003 und 2006 gab es solche Fälle. 2003 wurde das entlaufene Tier sogar von einem Zug erfasst und kam ums Leben.
Bleibt für den Privatmann aus dem Kreis Trier-Saarburg nur die Hoffnung, dass dies in seinem Fall nicht passiert.
Übrigens: immer mehr Menschen halten sich ein Känguru als Haustier in Deutschland. Genaue Zahlen gibt es nicht, jedoch ist laut Zoofachhändlern ein deutlicher Trend zu verzeichnen. Das liegt zum einen an der zugegebenermaßen großen Ausgefallenheit, andererseits sind Kängurus eine Art Lebensgefühl, das sich Australien-Fans gerne nach Hause holen.

Wichtig ist dann allerdings eine artgerechte Haltung, zu beachten gilt bei dieser Haltung unter anderem, dass die Nahrung des Tieres stimmt (Kängurus sind reine Pflanzenfresser).
Aber auch bei der Umzäunung sollte man die Kängurus, die bekanntlich ziemlich hoch springen, nicht unterschätzen. Bis zu einer Höhe von einem Meter 50 kann das Tier springen, in der Weite sind es sogar bis zu acht Meter. Wer sich also für diese Art von Haustiere entscheidet, der sollte zusehen, dass es zu keiner Flucht kommt. Das geht oft schneller als man denkt, wie das aktuelle Beispiel zeigt.
