Es rappelt wieder im Karton
Kater Momo hat sich am Nachmittag eine neue Immobilie angesehen. Wirklich kein Pappenstiel das Teil. Oder doch? Rappelt es da etwa im Karton. Richtig. Denn der schwarze Kater ist nicht nur ein Genießer der ganz besonderen Art, er mag es auch noch schön romantisch und kuschelig. Da kam der olle Karton, der früher mal zum Transport der Einkäufe diente, genau richtig. Richtfest hat Momo schon gefeiert, indem sich der kleine Kerl mit seinen geschätzten sechs Kilo in die kleine Box gezwängt hat und mit einem breiten Grinsen zu Herrchen gelinst hat. Es schien als ob der Kater Boris Becker spielte und sagen wollte: Ja - bin ich da schon drin oder was?

Um die ganze Sache zu verkürzen. Es gab leider kein Happy End bei der Geschichte. Nein, Momo und die Pappbox haben keine gemeinsame Zukunft, ihre Wege haben sich bereits getrennt. Sie sind geschiedene Leute, haben sich auseinander gelebt. Wobei, wenn es nach dem schwarzen Kater ginge könnte die Beziehung der beiden immer noch andauern, nur nicht wenn es um den Karton geht. Er war auf einmal weg am nächsten Morgen, wollte wohl keine dauerhafte Beziehung.

Laut Nachbarskatzen sei er nicht einmal selbst verschwunden der Karton, er habe sich auch noch die Treppe runtertragen lassen von Herrchen. Wo er jetzt wohl steckt? Naja, Momo kann das relativ egal sein, er hatte nämlich schon wieder eine neue Idee, wo man sich supergut verkriechen kann und nur dann zum Vorschein kommt, wenn es Essen gibt: unter dem Bett. Und zwar nicht irgendwo verkriechen, sondern auf der Längsseite des Bettes ganz hinten an der Wand. Und sichtbar wird man nur, wenn die Matratze herausgehoben wird - noch viel lustiger als die olle Schachtel, vor allem wenn Herrchen wieder mal flucht...
21:25- 5 Mai 2008 - johba in Chaoten auf 4 Pfoten
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