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Ein Hund aus zweiter Hand



Für viele Hundebesitzer in Spe ist es eine Gewissensfrage: Woher soll mein vierbeiniger Gefährte kommen? Vom Züchter - oder doch lieber aus dem Tierschutz? Vielleicht aus dem Süden? Oder aus dem Tierheim um die Ecke? Viele Tierfreunde entscheiden sich für letztere Variante. Immerhin sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: In deutschen Tierheimen suchen jährlich rund 80.000 Hunde eine neue Familie. Da man aber nicht alle mitnehmen kann, ist es wichtig, sich vorab Gedanken darüber zu machen, was die Vierbeiner für ein glückliches Hundeleben brauchen und wie das künftige Leben mit ihnen aussehen soll. Denn wer einen Hund aus dem Tierheim holt, der sollte auch einiges beachten - damit es eine glückliche Beziehung wird. Damit das Zusammenleben mit dem Gefährten auf vier Pfoten von Anfang an reibungslos verläuft, hat Pedigree in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund Tipps und Infos zum "Hund aus zweiter Hand" zusammengestellt.

Der kleine Boris stammt aus dem Tierheim und hat ein tolles Zuhause gefunden:



"Die neuen Besitzer eines Tierheim-Hundes müssen sich in erster Linie darüber im Klaren sein, dass sie die Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen, und zwar ein Tierleben lang", erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. "Des Weiteren gilt es vorab zu klären, ob wirklich alle Familienmitglieder mit einem Vierbeiner in der Familie einverstanden sind, wer sich später um das Tier kümmert, wie künftige Urlaube mit Hund aussehen und ob die Familie in der Lage ist, auch ein krankes Tier zu pflegen."

Haben sich die künftigen Hundebesitzer darüber hinaus auch Gedanken über den Kosten-, Platz- und Zeitbedarf eines Hundes gemacht und geprüft, ob ihr Vermieter Hunde erlaubt, stehen sie vor der Aufgabe, im Tierheim den passenden Hund für sich zu finden. Bei dieser Suche sollte man sich - dies raten der Deutsche Tierschutzbund und Pedigree künftigen Hundebesitzern - viel Zeit nehmen und die gesamte Familie mit einbinden.

Auch Lana kommt aus dem Tierschutz:



Meint man, "seinen" Hund gefunden zu haben, sollte man ihn zunächst auf Spaziergängen und beim gemeinsamen Spielen kennen lernen. "Je mehr man über den Hund weiß, desto schneller klappt das reibungslose Zusammenleben. Gerade in den Tierheimen ist die Vorgeschichte bekannt, da kann optimal beraten werden", so Wolfgang Apel. "Neben allgemeinen Basisinformationen wie Name, Alter und Geschlecht des Hundes, sollten sich die künftigen Besitzer daher gezielt nach Wesensmerkmalen, dem Sozialverhalten und dem Erziehungsstand des neuen Familienmitglieds erkundigen."

Im neuen Zuhause angekommen, brauchen die Vierbeiner zunächst viel Ruhe, um sich einzuleben und sich an ihre neue Familie zu gewöhnen. Mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen wird sich das neue Familienmitglied schnell heimisch und sicher fühlen und schon bald mit seinen Besitzern durch dick und dünn gehen.

Wenn man diese Tipps beachtet, dann steht einem glücklichen Zusammenleben eigentlich nichts mehr im Wege. Auch, wenn man Hunden eigentlich die Eigenschaft "dankbar" nicht zusprechen sollte - viele "Hunde aus zweiter Hand" verhalten sich genau so, als wären sie ihrem Besitzer zu Dank verpflichtet. Zufall - oder Schicksal?

16:03- 2 Mai 2008 - MelsBiene in Hunde


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