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Das Cushing-Syndrom beim Pferd



Traberstute Bifora bekommt plötzlich Löckchen. Ganz langes, dichtes Haar hat sie, das Winterfell will dieses Jahr gar nicht ausfallen. Ihre Besitzerin wird stutzig - irgendwas stimmt doch nicht mit ihrem Liebling! Ein Tierarzt kommt und findet nichts. Ein zweiter wird zu Rate gezogen, und der stellt die Diagnose: Bifi leidet unter dem Equinen Cushing-Syndrom!

Heilbar ist das nicht, aber behandelbar, weiß der Experte. Er stellt die Besitzer vor die Wahl - entweder, sie lassen Bifora einschläfern. Oder sie kaufen teuere Medikamente, so lange das Pferd lebt. Für die Besitzerin keine Frage - sie will, dass "Bifi" lebt! Also wird die Stute behandelt. Und bald geht es ihr wieder recht gut, wie man hier sieht:



Was ist das Equine Cushing-Syndrom genau? Es handelt sich dabei um eine Hormonstörung, ausgelöst durch eine Überfunktion der Nebennierenrinde. Übrigens können auch Menschen und Hunde dieses Cushing-Syndrom bekommen!

Was sind die Anzeichen? Zunächst einmal, wie schon erwähnt, das besonders dichte und lange Fell beim Pferd, das sogar in Löckchenbildung münden kann. Die Pferde haben zudem oft übermäßigen Durst und müssen ständig Wasser lassen. Häufig gehen Durchfall und Infekte einher, auch Hufprobleme sind typisch. Die Pferde werden lethargisch und apathisch.

Was tun, wenn man den Verdacht hat, sein Pferd habe das Cushing-Syndrom? Unbedingt muss der Tierarzt zu Rate gezogen werden. Er führt den so genannten Dexamethason-Suppressionstest durch und kann so die Ursache der Symptome feststellen. Handelt es sich tatsächlich um das Equine Cushing-Syndrom, muss sofort mit der Behandlung begonnen werden. Je eher das ECS fest gestellt wird, desto schneller zeigt sich der Behandlungserfolg, es darf also keine Zeit verloren werden. Behandelt wird mit Pergolid oder Trilostan. Beides schlägt meist so gut an, dass das Pferd noch ein langes, beschwerdefreies Leben vor sich hat.

Hier die behandlete Bifora mit ihren Freunden beim Toben - ihr geht es wieder gut:



Übrigens: Auch die Homöopathie kann unterstüztend dazu beitragen, dass sich an ECS erkrankte Pferde bald wieder wohl in ihrer Haut fühlen!

15:41- 2 Mai 2008 - MelsBiene in Pferde


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