Tipps für ein langes Chinchilla-Leben
Bis zu 15 Jahre alt kann ein Chinchilla werden. Voraussetzung dafür ist eine gute Haltung, hochwertiges, Chinchilla-gerechtes Futter sowie ein regelmäßiger Gesundheits-Check. Jeder Halter sollte sein Tier gut im Auge behalten und regelmäßig Kötel und Käfig kontrollieren und in die Ohren und in die Augen schauen, um sicherzugehen, dass es dem Kleintier gut geht. Denn wenn ein Chinchilla krank ist, dann ist schnelles Handeln nötig, dann braucht das Tier möglichst rasch eine fachgerechte Behandlung. Dann ist nicht mehr die Zeit, erst im Internet zu surfen und sich Erfahrungen und Tipps aus Foren zu holen. Sondern dann ist der Tierarzt gefragt.
Am besten suchst Du Dir rechtzeitig einen Spezialisten, der sich mit Chinchillas auskennt, damit Du ihn im Ernstfall möglichst schnell kontaktieren können.
Sind die Augen klar und glänzend, die Ohren sauber, ist das Fell duftig und weich? Hat Dein Chinchilla ein sauberes After, sind außerdem Käfig und Kletterstangen sauber und nicht von Kot verschmiert? Und frisst und trinkt Dein Liebling normal? Dann stehen die Zeichen gut, dass Dein Chinchilla gesund ist. Ein schlechtes Zeichen wäre, wenn es schlecht frisst oder weniger Wasser zu sich nimmt, wenn es apathisch im Käfig sitzt oder unruhig auf und ab läuft, wenn der Po verschmutzt oder das Fell stumpf ist. Oder aber, wenn das Chinchilla aus Maul oder Ohren schlecht riecht, es Schwierigkeiten beim Fressen hat oder röchelnd atmet, wenn es sabbert, sich ständig die Schnauze putzt oder dauernd schmatzt. 
Ein guter Gesundheitscheck ist es auch, den kleinen Nager regelmäßig zu wiegen. Denn eine deutliche Gewichtsabnahme ist ein Zeichen dafür, dass mit dem Tier etwas nicht stimmt. Wenn Dir irgend etwas auffällt, das Dir anders als sonst und nicht normal vorkommt, dann solltest Du nicht zögern, den Tierarzt zu kontaktieren. Viele Chinchillas werden immer noch zu spät dem Spezialisten vorgestellt, so dass eine Hilfe manchmal zu spät kommt.
Zu den häufigen Chinchilla-Krankheiten zählen Probleme mit der Verdauung. Dem Chinchilla frisches und sauberes Futter zu geben, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Relativ oft kommt dennoch bei Chinchillas Durchfall vor. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein. Stress oder Angst, zuviel Grünfutter, ein zu schneller Wechsel zu einem anderen Futter (dieser sollte langsam vollzogen werden und mindestens drei bis vier Wochen Zeit in Anspruch nehmen), zu viele Leckerlis, all das kann zu Durchfall führen. Jetzt ist Diät angesagt. Altes, trockenes Brötchen statt des üblichen Futters und keine Leckerli mehr können Erleichterung verschaffen. Die Verdauung sollte sich so schnell wieder regulieren. Wenn nicht, unbedingt den Tierarzt aufsuchen.
Stress oder neue Pellets können genauso gut aber auch Verstopfung auslösen. Wenn Dir auffällt, dass plötzlich keine oder deutlich weniger Kötel im Käfig liegen, dann gebe Deinem Tier Futter mit viel Ballaststoffen und gönne ihm „Wohnungs-Auslauf“, denn Bewegung ist gut bei Verstopfung. Ist der Bauch stark aufgebläht und liegt das Chinchilla teilnahmslos im Käfig, dann solltest Du den Experten zu Rate ziehen. Wenn Krämpfe auftreten, könnte ein Mineralstoffmangel vorliegen. Diese beginnen mit einem starken Zittern und können sich über Stunden hinziehen. Die Therapie muss unbedingt vom Tierarzt durchgeführt werden.
Auch Lungenentzündungen können beim Chinchilla vorkommen. Anzeichen: Das Tier ist etwas kurzatmig. Auch hier ist der Spezialist gefragt. Außerdem können bei den putzigen kleinen Nagern wie bei allen Nagetieren Probleme mit den Zähnen auftreten. Und: Chinchillas können von Parasiten oder Pilzen befallen werden. Achten Sie hier auf ein gesund aussehendes Fell. Wenn Du Deinen kleinen Liebling immer gut im Auge behältst, dann sollte er ein langes, glückliches Chinchilla-Leben vor sich haben!
