Blauzungenkrankheit macht Haltern von Rindern, Schafen und Ziegen Sorgen
Aus dem Mittelmeerraum ist eine Krankheit herübergeschwappt, die den Rinderhaltern derzeit Sorgen bereitet. Sie heißt Blauzungenkrankheit und hat heuer bundesweit bereits über 20.000 Tiere befallen. Seit 2006 gibt es diese Krankheit, die von Stechmücken übertragen wird. Nun soll eine Impfung die Tiere gegen die Übertragung der Blauzungenkrankheit wappnen. Sie befällt übrigens auch Schafe und Ziegen. In Bayern stellt die Staatsregierung den Haltern dieser drei Tierarten den Impfstoff kostenlos zur Verfügung.

Was genau ist eigentlich die Blauzungenkrankheit? Es handelt sich dabei um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Die Schleimhäute im Maul und an der Zunge schwellen an und verfärben sich bläulich - daher kommt auch der Name. Außerdem bekommen die Tiere hohes Fieber, was vor allem für Schafe tödlich werden kann.

Eu-weit soll die Krankheit mit Impfkampagnen bekämpft werden. Vom Staat wird der Impfstoff zur Verfügung gestellt, und zwar voraussichtlich ab Ende Mai. Schafe und Ziegen müssen einmal geimpft werden, Rinder zweimal. Während der Impfstoff bezahlt wird, muss der Tierhalter die Kosten für die Verabreichung jedoch aus eigener Tasche zahlen.
Übrigens: Für den Menschen ist die Blauzungenkrankheit nicht gefährlich. Sie kann weder durch direkten Kontakt noch indirekt, zum Beispiel durch den Verzehr von Fleisch, übertragen werden. Für die Tiere in Deutschland besteht allerdings große Gefahr, die Infektionskrankheit sei akut, warnen Experten, wenn Schafe, Ziegen und Rinder nicht geimpft werden. Besonders heuer: Denn die Stechmücken fanden besonders in diesem Jahr ideale Überlebensbedingungen vor. Die Behörden raten also dringend dazu, die Tiere rechtzeitig impfen zu lassen, wenn der Impfstoff da ist.
13:01-29 April 2008 - MelsBiene in Nutztiere
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