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Sag mal „Aaaah“ – wie man seinen Haustieren Tabletten eingeben kann



Ob es nun ein Herzmedikament oder nur die fällige Wurmkur ist – es kommt im Leben eines Tierbesitzers der Tag, an dem er seinen Hund oder seine Katze davon überzeugen muss, ein Medikament zu schlucken – und nicht gleich wieder auszuwürgen! Das ist nicht immer einfach.

 

Die meisten Probleme machen sicherlich Katzen, während unter den Hunden nur wenige Feinschmecker sind, die sich mit etwas Leberwurst oder Frischkäse das Leckerchen nicht unterjubeln lassen. Dies funktioniert besonders gut mit geschmacksneutralen Tabletten.

 

Es gibt aber auch einige Tabletten, die einen bitteren oder für Tiere unangenehmen Geschmack haben. Kommen diese im Maul mit Speichel in Berührung, lösen sie sich schon teilweise auf und geben Geschmack ab. Darauf reagieren viele Katzen und Hunde mit starkem Speicheln oder Würgen. In so einem Fall muss man sich beim Tabletteneingeben einiger Tricks bedienen!


Erste Möglichkeit: wie schon angesprochen die Tablette in Futter verstecken. Es eignen sich besonders halbfeste Leckerchen, die man kneten kann, oder, wenn das nicht zur Verfügung steht, auch ein kleines Stück Camembert. Bei manchen Tieren tun es aber auch Thunfisch, Leberwurst, Frischkäse usw. – das hängt ganz von den Fressgewohnheiten Ihres Tieres ab!
Der gute Geschmack des Leckerchens überdeckt den üblen Tablettengeschmack. Leider funktioniert dieser Trick häufig nur ein paar Mal, denn irgendwann schmecken die Tiere die Tablette heraus, und manchmal verweigern sie dann das nächste Leckerchen. Es hilft daher manchmal, drei kleine Portionen vorzubereiten. Erst eine kleine Menge ohne Tablette geben, um die Katze "in Sicherheit zu wiegen". Dann die zweite Menge mit Tablette geben, und dabei schon die dritte Portion in Sichtweite der Katze halten, so dass sie in ihrer Gier auf Portion Nummer drei die zweite Portion frisst, ohne groß darüber nachzudenken.


Zweite Möglichkeit: ein Pilleneingeber für Tiere. Den bekommt man beim Tierarzt. Vorne ist er weich, damit keine Verletzungsgefahr besteht, und hinten sieht er ähnlich aus wie eine große Spritze. Man kann nun entweder nur eine Tablette eingeben oder aber auch noch etwas Flüssigkeit einfüllen, den Pilleneingeber schnell ins Maul der Katze schieben und abdrücken. Dadurch kommt die Pille gleich sehr tief ins Maul und kann gar nicht viel Geschmacksstoffe abgeben.

 


Dritte Möglichkeit: vom Tierarzt andere Tabletten auswählen lassen - manche Medikamente gibt es auch als etwas teurere Variante mit leckerem Fleischgeschmack. Leider nicht alle Medikamente... Fragen Sie dazu den Tierarzt. Vor allem, wenn man jahrelang Medikamente geben muss (zum Beispiel bei Herzproblemen), zahlt sich die Investition aus, denn es bringt viel Frust, wenn man täglich zwanzig Minuten für die Tabletteneingabe benötigt und womöglich noch gebissen wird oder sich das Verhältnis zum Tier verschlechtert. Wenn die Tablette als Leckerchen angesehen wird, ist das stressfrei für alle Beteiligten.

Vierte Möglichkeit für Katzen: Tablette fein zermahlen, mit einer kleinen Menge Futterbrei (zum Beispiel Leberwurst) mischen und der Katze in kleinen Portionen auf die Pfoten oder an einer gut erreichbaren Stelle ins Fell schmieren. Sie leckt sich dann sauber und nimmt dabei die Tablette auf. Bei Hunden funktioniert das nicht so gut, weil sie sich nicht so gründlich putzen – aber auch hier hilft manchmal das Beschmieren der Pfoten. Dann sollte man seinen Hund nur nicht mit den Brei-Pfoten aufs Sofa lassen!

 

 

 



20:14- 6 Februar 2008 - Tierarzt-Team (2) in Tipps vom Tierarzt


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