Einsatz für alte Haustierrassen
Es war einmal... ein Schaf, das beliebt war, weil es so genügsam in Punkto Futter war. Es war kerngesund und robust und wurde daher von den Bauern sehr geschätzt. Heute gibt es diese alte Schafsrasse kaum mehr. Denn es gibt Rassen, die viel mehr Leistung bezüglich Fleisch und Wolle bringen. Die Landwirte und Schafszüchter sind auf diese Tiere ausgewichen, die uralten Haustierrassen sind vom Aussterben bedroht. Nur einige wenige Züchter, meist Liebhaber, halten noch die alten Haustierrassen. Nicht nur bei der Schafszucht ist dies ein Problem, auch immer mehr alte Schweine-, Rinder- und Ziegenrassen drohen, von der Bildfläche zu verschwinden.
Um dies zu verhindern, wurde am 5. Dezember 1981 im niederbayerischen Rottal die GEH gegründet - die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. Mittlerweile zählt die GEH bereits weit über 2000 Mitglieder, darunter viele Landwirte, Züchter und Idealisten.
Die GEH hat sich auf ihre Fahnen geschrieben, in der Öffentlichkeit präsent zu sein, um Werbung für die kulturhistorische Bedeutung der alten Haustierrassen zu machen, damit sich wieder mehr Züchtern diesen Tieren zuwenden. Die GEH führt 94 gefährdete Haustierrassen in Deutschland auf einer Roten Liste, die die einzelnen Gefährdungsstufen wiedergibt. Es handelt sich damit bei der GEH um die einzige Organisation, die bundesweit tätig ist und sich dabei mit der Lebenderhaltung alter Haustierrassen beschäftigt.
Wer sich für alte Haustierrassen interessiert, kann sich auf der Internetseite der GEH informieren. 
Übrigens, wer Tiere von anno dazumal sehen will, der hat gerade in Freilichtmuseen beste Chancen. Im archäologischen Erlebnispark, dem Keltendorf Gabreta in Ringelai im Bayerischen Wald gibt es etliche alte Haustierrassen zu sehen, darunter zum Beispiel Schafe (siehe Bild) sowie das äußerst selten gewordene Wollschwein. Diese Tiere leben dort friedlich vor der Kulisse der alten Keltenbehausungen und dürfen auch gestreichelt werden. 
Auch im Freilichtmuseum Massing gibt es alte Rassen zu sehen, um ein möglichst originalgetreues Bild von der früheren Zeit abzuliefern. Alte Haustierrassen, vom Aussterben bedroht, leben zwischen den historischen Höfen, die einen stimmigen Hintergrund zu den friedlich grasenden Ziegen und Fleckvieh-Kühen, zu den schwäbisch-hällischen Schweinen (siehe Bild) und zum herumstolzierenden Pfau bilden.
