Mr. „Spuck“ alias das Lama
In vielen Zoos ist das Lama direkt neben dem Streichelzoo. Mittendrin zwischen den Ziegen, Eseln und Co. ist es dagegen selten zu finden. Denn man sollte dem meist ruhigen Tier vorsichtshalber nicht zu nahe kommen. Schließlich ist es bekannt dafür, dass es viel Spucke auf Vorrat hat und den ein oder anderen ungebetenen Gast gerne einmal richtig nass macht, sodass der sich wünscht einen Regenschirm mitgenommen zu haben. Das Besondere: ein Lama trifft in etwa zwei Drittel aller Versuche die richtige Stelle. Menschen sind zwar nur in Notsituationen die Opfer von Spuckattacken, meist spucken sich die Tiere selbst untereinander an, aber man kann ja nie wissen. Eigentlich ist das Spucken ein Zeichen der Rangordnungsfestlegung.

Was da aus dem Maul der südamerikanischen Zeitgenossen herauskommt ist übrigens nicht gefährlich und schon gar nicht giftig, jedoch ziemlich unangenehm wegen der grünen Farbe und dem ekligen Gestank.
Wenn man das so hört, könnte man meinen, dass Lamas außer Weitspucken kaum zu etwas geeignet sind. Dem ist aber nicht so. In ihrer Heimat, den Anden, werden sie oft als Last- und Transporttier verwendet – sie tragen zwischen 20 und 30 Kilogramm. Außerdem spenden sie Fleisch und Wolle. Letzteres ist auch der Grund, warum bei uns in Deutschland inzwischen mehr und mehr Lamas wohnen. In Sachen Ernährung sind die Lasttiere übrigens ziemlich harmlos und genügsam.

Sie fressen alles vom Gras über Sträucher bis hin zu Pilzen und Blättern. Lamas werden bis zu 1,20 Meter hoch und bis zu 150 kg schwer. Obwohl sie zur Familie der Kamele gehören fehlt den Tieren der Höcker. Was Lamas allerdings sehr wohl besitzen, das sind die unterschiedlichsten Farben: von braun über schwarz bis hin zu weiß und gemustert ist alles möglich.

Das Lama ist eines der ältesten Haus- bzw. Nutztiere überhaupt. Man geht davon aus, dass die Domestizierung bereits im dritten Jahrtausend vor Christus stattgefunden hat.
23:13-29 Januar 2008 - johba in Nutztiere
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