Schwein oder nicht Schwein? - das ist hier die Frage
Was ist bloß mit dem Wollschwein los? Die haarigen Burschen, die ursprünglich aus Osteuropa stammen, sieht man bei uns in Deutschland in letzter Zeit immer seltener.
Waren sie im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts beliebte Haus- und Nutztiere und Fleischlieferanten, so kamen die Wollschweine (auch genannt Mangalitza) nach dem zweiten Weltkrieg „aus der Mode“, weil sie zu langsam heranwuchsen, nur relativ kleine Würfe zustande brachten und den Züchtern nicht genug Gewinn einbrachten.
Die Folge: Mitte der 70er Jahre war das Wollschwein fast ausgestorben. Nur der „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Hausstierrassen“ ist es zu verdanken, dass es seit Mitte der 90er Jahre noch einige hundert Exemplare des Wollschweins (Haustier des Jahres 1999) in Deutschland und einige tausend Wollschweine weltweit gibt.

Dabei schwören diejenigen, die noch Wollschweine halten, auf die unkomplizierten und anspruchslosen Tiere:
sie können Sommer wie auch Winter draußen wohnen, da sie sehr widerstandsfähig sind und auch die gegenseitige Toleranz der äußerst friedlichen Wollschweine die Haltung erleichtert.

Die eben genannten Vorteile (kein anderes Schwein ist so robust und klimaunabhängig) sind so etwas wie die Rettung der Wollschweine. Denn geringe Fruchtbarkeit spricht häufig leider gegen die lockigen Haus- und Nutztiere.
21:02- 6 Oktober 2007 - johba in Bauernhoftiere
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