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Zuckerschnutenblog

28 August 2009 - Die Leiden eines Nagetierbesitzers oder Klein-Monstis Streich

Es ist zum Verrücktwerden. Nun hat SCHON WIEDER eine Zuckerschnute das Kabel von der Telefondose zum DSL-Splitter gekappt. Es ist ja erst das ungefähr dritte Mal in diesem Jahr und das wohl mindestens fünfzigste Mal in meiner "Kaninchenhalter-Karriere".

Glücklicherweise ist die Reparatur heutzutage nicht mehr ganz so aufwändig wie früher. Ich ziehe einfach das kaputte Kabel ´raus, kauf´ein neues und stöpsel´ es wieder an. Bei meinem früheren Telefon musste ich jedesmal die Telekom verständigen, die dann einen Mitarbeiter herschickte, der das Kabel aus der Telefondose "befreite". Das war wirklich umständlich. Zu zahlen brauchte ich allerdings nie was für diesen Schaden, das finde ich im Nachhinein noch prima und sehr liebenswürdig. Die hatten echt Verständnis für die "Leiden eines Nagetierbesitzers" (wiewohl Kaninchen gar keine Nagetiere sind, sondern zu den Hasenartigen gehören, das freilich ändert nichts daran, dass sie ihre Zähne gern in jene Dinge schlagen, in die sie es nicht sollen).

Ein jedes Kaninchen, das ich besaß, hat es in seinem wenn auch noch so kurzen Leben mindestens ein Mal geschafft, ein Telefonkabel zu killen.

Eine sinnvolle Anschaffung wäre es daher für mich sicher, wenn ich mir - rein prophylaktisch sozusagen - Ersatzkabel kaufen würde. Dann müsste ich nicht jedesmal in den Elektromarkt hetzen. Außerdem bin ich überzeugt, wenn ich die Ersatzkabel zu Hause hätte, würde nie mehr ein Kaninchen ein Kabel durchnagen - wenigstens solange nicht, bis die Technik weiter fortgeschritten ist und die Kabel unbrauchbar wären, weil es inzwischen andere gibt.

Nachdem es in diesem Jahr bereits zwei Mal kurz hintereinander passierte, dass mir ein Ninchen einmal das Telefonkabel und einmal das Splitter-Verbindungskabel kappte, habe ich den Schuh-Aufbewahrungsschrank im Flur endgültig an einen anderen Platz versetzt, obwohl es mir optisch nicht gefällt. Auf diese Weise wird jedoch die Telefondose komplett verdeckt und die Zuckerschnuten haben keine Möglichkeit mehr, an die Kabel heranzukommen. 

Dachte ich! 

Am Dienstag Abend war ich gerade mit der Säuberung von Schnuggys Käfig beschäftigt, als mein Blick zu Godzilla fiel, der im Flur herumhoppelte und plötzlich auffällig an der Schmalseite des Schrankes herumschnüffelte. Von wegen schnüffelte. 

Ich sah gerade noch das Kabel, das AUSGERECHNET an der Schmalseite hinter dem Schrank hervorhing, in seinem ebenso süßen wie gierigen Hasenmündchen verschwinden und stieß einen Schrei aus, worauf Klein-Monsti das Kabel fahren ließ. 

Zu spät! Das Kabel war bereits fast komplett durchgenagt. Telefon tot, Internetsurfen abgesagt. Dieses unmögliche, nagezähnige Kaninchenkindmonster!!!
 

Natürlich hielt mein Ärger gerade mal zwei Millisekunden, dann musste ich lachen und holte mir den Kleinen auf den Arm, um ihn abzuschmatzen. Ich liebe Kaninchen über alles, ich könnte diesen süßen Geschöpfen niemals böse sein. Kaninchen dürfen bei mir alles, sie tragen gewissermaßen einen Heiligenschein über ihren zauberhaften, kleinen Gesichtern.

Und ehrlich - wer braucht schon Telefon oder Internet, wenn er solch himmlische Wesen zum Herumknutschen hat!


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