28 Juni 2009 - Golliwoog - beliebter Leckerbissen bei Mümmelchen |
Als ich unlängst für meine Kaninchen im Gartencenter Katzengras kaufen wollte, entdeckte ich dort eine Pflanze, die noch nie gesehen hatte und die ich zuerst für eine Zimmerpflanze hielt. Sie sieht aus wie eine Sukkulente mit kleinen, rundlichen Blättchen. Ein Papierstecker in der Pflanze wies darauf hin, dass sie ein Futtermittel für Nager und Schildkröten sei, deshalb kaufte ich sie interessehalber.
Fast am gleichen Tag entdeckte ich sie in einem Buch über Zwerghamster und erfuhr, dass sie umgangssprachlich "Golliwoog" genannt wird. Ihr lateinischer Name lautet Callisia Repens.Sie wird auch als Zimmerpflanze verkauft, allerdings sind diese Pflanzen wiederum als Futtermittel für Haustiere nicht geeignet, da sie chemisch behandelt und/oder gedüngt sein können. Wenn man Golliwoog zur Ernährung seiner Tiere kaufen will, muss man also darauf achten, dass die Pflanzen ausdrücklich als Tierfutter deklariert sind. Es gibt zahlreiche Internetseiten, welche die Einzelheiten rund um die Pflanze und ihre Eignung zur Ernährung von Kleintieren aufzeigen, daher spare ich mir die Details.
Schnuggy und Godzilla lieben den Golliwoog, sie sind immer ganz aus dem Häuschen, wenn ich mit dem Pflanzentöpfchen daherkomme. Da die Pflanze sehr wasserhaltig sein soll und zudem ein Topf 2,49 Euro kostet, verfüttere ich sie nur sparsam und gewissermaßen als besonderen Leckerbissen. Ich zwicke einzelne Stängel samt Blättchen an ihrer Basis ab und reiche sie den Kaninchen mit den Fingern. Die Hasenmündchen greifen sofort gierig zu, mampfen Blättchen und Stiel ratzeputz weg und schnuppern sofort eifrig, ob denn da noch mehr kommt. Ich füttere jedem Kaninchen etwa fünf bis acht Stängel pro Tag, was ihnen gut bekommt, und kann die Pflanze als ergänzendes Futtermittel für Mümmelmänner sehr empfehlen.
Ich würde Golliwoog allerdings nicht zur ausschließlichen Versorgung mit Grünfutter einsetzen. Abwechslung ist wichtig, schon allein um zu verhindern, dass die Lieblinge zu viele evtl. vorhandene schädliche Stoffe aufnehmen, und damit meine ich nicht nur solche Stoffe, die künstlich zugeführt wurden wie z.B. Pflanzenschutzmittel, sondern auch solche, die die Pflanzen von Natur aus in sich haben. Das gilt für alle anderen Futterpflanzen wie Dill, Basilikum, Kerbel, Bohnenkraut u.a. genauso. Auch bei uns Menschen macht bekanntlich die Menge das Gift.
Zum Glück hält heutzutage nahezu jeder Supermarkt eine meist große Auswahl an Bio-Gartenkräutern in Töpfen bereit, so dass die abwechslungsreiche Versorgung von Kaninchen mit Grünfutter wirklich leicht geworden ist und man nicht wie früher ständig nur Petersilie zu füttern braucht. Der Golliwoog ist jedenfalls eine tolle Sache, wenn man Kaninchen hält und daher auf die ständige Verfügbarkeit von frischem Grünfutter angewiesen ist, und ich kann nur hoffen, dass er bald in möglichst vielen Geschäften, die Tierfutter führen, angeboten wird.

Golliwoog-Pflanze
Stängel von Golliwoog, bereit zum Verfüttern |
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Meine Kaninchen und mein Hamster
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