Köln - Bei dem Geländewagen, mit dem Papst Benedikt XVI. auf dem Weltjugendtag unterwegs ist, handelt es sich um ein Fahrzeug der M-Klasse von Mercedes, das in Handarbeit für Papst Johannes Paul II. gefertigt worden war. Das Papamobil war vor einigen Tagen in Köln eingetroffen und beim Bundeskriminalamt in Meckenheim genau untersucht worden. Der Mercedes ist ein Geschenk des DaimlerChrysler-Konzerns an den Vatikan. Das vier Tonnen schwere Fahrzeug hat einen durchsichtigen Aufbau aus Panzerglas, der einen direkten Sichtkontakt mit Pilgern und Zuschauern zulässt. Das Getriebe ist eine Spezialanfertigung für die Fahrt mit Schrittgeschwindigkeit, die 272 PS bringen das schwere Gefährt auf eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h. Das perlmuttfarbene, 2,80 Meter hohe Papst-Vehikel ist mit elektrischer Treppe sowie höhen- und seitenverstellbarem Sitz ausgestattet; die Karosserie ist gepanzert.
Beim Stuttgarter Autokonzern, der die Päpste schon seit über 75 Jahren mit Sonderanfertigungen betreut, gibt es zu technischen Daten und insbesondere zu den Kosten der Spezialanfertigung keine Auskunft. Die Sicherheitsaufbauten und die Panzerung werden wie ein Staatsgeheimnis behandelt. Insider schätzen die Kosten für ein Mercedes-Papamobil auf 300.000 bis 400.000 Euro.
Das erste Papamobil stellte Mercedes-Benz 1980 für Papst Johannes Paul II. her. Auch zuvor benutzen die Kirchenoberhäupter Nobelkarossen des deutschen Herstellers: Vor 75 Jahren bekam Papst Pius XI. erstmals eine Limousine des Typs Nürburg 460 von Mercedes-Benz geschenkt. Papst Johannes XXIII. erhielt 1960 einen sogenannten Adenauer-Mercedes mit Sonderausstattung. Der Vatikan verfügt über einen großen Fuhrpark, darunter auch Luxuslimousinen von Mercedes, Fiat und anderen europäischen Autofirmen.
Und in den USA
1999 Cadillac Papamobil
